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    Gnadenstoß für Gold?  99857  0 Kommentare Wie geht es für den Goldpreis nach dem Fed-Termin weiter?

    Nun könnte man meinen, dass der gestrige Mittwoch aus der Perspektive von Gold nicht hätte besser laufen können. Doch die Reaktion des Goldpreises, aber auch die anderer Metalle, wie Silber und Kupfer, wirft Fragen auf. 

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    US-Verbraucherpreisentwicklung positiv, Fed liefert - eigentlich

    Mit der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai und der Leitzinsentscheidung der Fed respektive den veröffentlichten Projektionen der US-Notenbank hatten die Märkte gleich mehrere heikle Klippen zu umschiffen. 

    Die veröffentlichten US-Verbraucherpreise sorgten zunächst für große Erleichterung, fielen sie doch besser aus, als erwartet. Und eigentlich lieferte die Fed auch das, was man erwarten konnte bzw. nach den letzten Wochen durchaus erwarten musste. Auch die Juni-Projektionen der Notenbanker bargen – bei Lichte betrachtet - keine allzu großen Überraschungen.

    Gold, Silber und Kupfer reagieren dennoch verhalten

    Gold, Silber und Kupfer reagierten dennoch verhalten auf die gestrigen Ereignisse. So verpasste es Silber, über die wichtige Marke von 30 US-Dollar zurückzukehren. Kupfer ist zumindest bislang in der Lage, sich über der Unterstützung von 4,5 US-Dollar / lb zu halten, wirkt aber insgesamt recht fragil.

    Die jüngsten Einschätzungen zu Silber „Wie geht es für Silber nach dem Preisdebakel weiter?“  und Kupfer „Kupfer bricht ein und reißt Produzentenaktien mit nach unten“ werden in der anstehenden Ausgabe des „Gold-Silber-Rohstofftrends“-NL aktualisiert, sodass sich der Fokus an dieser Stelle auf Gold richtet. 

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    Gold reagierte zunächst positiv auf die US-Verbraucherpreise. Nach dem Fed-Termin und den begleitenden Kommentaren und Kommuniqués hielt jedoch eine gewisse Ernüchterung Einzug. Nun sollte man die erste Reaktion sicherlich nicht überbewerten. Im Allgemeinen brauchen die Märkte ein wenig länger, um sich nach Fed-Terminen zu sortieren, doch zur Vorsicht mahnt die aktuelle Situation allemal.

    Vielleicht waren es die (zu) vagen Aussagen Powells zum Beginn etwaiger Zinssenkungen, die die Marktteilnehmer verstimmten und den vorhandenen Optimismus dämpften. Jedenfalls taucht Gold derzeit wieder in Richtung der zentralen Unterstützungszone 2.300 US-Dollar / 2.280 US-Dollar ab.

    Renditen und Greenback erholen sich

    Nach einem deutlichen Rückgang infolge der US-Verbraucherpreise erholten sich zuletzt wieder die Renditen der wichtigen 10-jährigen US-Staatsanleihen. Deren Entwicklung sollte man besonders im Auge behalten. Gleiches gilt für den US-Dollar. Einen Überblick über die Befindlichkeiten des Greenbacks gibt der US-Dollar-Index, der sich ebenfalls wieder auf dem Weg nach oben befindet.

    Schlug die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise gestern noch eine tiefe Kerbe in die Entwicklung des US-Dollar-Index erholte sich dieser im Anschluss an den Fed-Termin. Die wichtige Marke von 105 Punkten rückt nun immer näher. Die Entwicklung der Renditen und damit einhergehend die des US-Dollar lasten gegenwärtig auf dem Goldpreis. 

    Fazit

    Um auf die eingangs gestellte Frage noch einmal einzugehen: Der gestrige Fed-Termin war kein Gnadenstoß für Gold. Übergeordnet ist das Bild weiterhin bullisch. Nach dem Fed-Termin muss sich Gold aber erst einmal finden.

    Die Ergebnisse müssen eingepreist werden. Idealerweise – zumindest aus bullischer Sicht - passiert das oberhalb der zentralen Unterstützungszone 2.300 US-Dollar / 2.280 US-Dollar. Sollte Gold jedoch unter die 2.280 US-Dollar zurücksetzen, könnte es noch einmal eng werden. In diesem Fall müsste mit weiteren Abgaben in Richtung 2.070 US-Dollar gerechnet werden.

    Eine darüber hinausgehende Bewegung ist derzeit jedoch nicht zu erwarten. Insofern wäre ein solcher Rücksetzer als antizyklische Einstiegsgelegenheit zu prüfen. Mit Blick auf die Oberseite bedarf es unverändert eines deutlichen Anstiegs über die 2.400 US-Dollar / 2.450 US-Dollar, um das Chartbild zu klären.

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte 





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    Verfasst vonMarcel Torney
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