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    Erzeugerpreise & Arbeitsmarkt  8453  0 Kommentare Auch Erzeugerpreise unter den Erwartungen – US-Aktien setzen Rallye fort!

    Die US-Erzeugerpreise entwickelten sich im Mai günstig. Der Preisanstieg lag unter den Erwartungen der Volkswirte. Freie Fahrt für Aktien?

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    Die US-Erzeugerpreise verzeichneten nach den am Donnerstag von der Statistikbehörde vorgelegten Daten gegenüber dem Vorjahr erneut einen Anstieg. Dieser fiel aber wie bereits am Mittwoch die Verbraucherpreise niedriger aus als erwartet.

    Erzeugerpreise im Mai sogar leicht gesunken

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    Die derzeit vielbeachtete und besonders hartnäckige Kernrate (Core PPI) landete im Mai bei einem Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Analysten hatten mit einem Anstieg der Kernerzeugerpreise um 2,4 Prozent gerechnet.

    Im Vergleich zum Vormonat blieb das Preisniveau für Güter exklusive Nahrungsmittel und Energiekosten sogar unverändert. Hier war mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet worden.

    Die allgemeine Rate (PPI) für die Erzeugerpreise lag gegenüber dem Vorjahresmonat bei 2,2 Prozent. Das ist bereits nahe des Inflationsziels der Fed und weit unter den 2,5 Prozent, auf die Volkswirte vorab getippt hatten.

    Möglich wurde dieser für Entspannung sorgende Wert durch einen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat – vor allem die Kosten für Treibstoffe lagen signifikant unter dem April-Niveau.

    Arbeitsmarkt kühlt sich weiter ab

    Die gleichzeitig veröffentlichten Daten zur Arbeitslosenstatistik deuten auf eine weitere Abkühlung des Arbeitsmarktes in den USA hin. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitssuchenden kletterte gegenüber der Vorwoche um 242.000. Hier waren lediglich 225.000 Jobsuchende erwartet worden.

    Die Zahl der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe lag bei 1,82 Millionen und damit um 20.000 über den Schätzungen. Der Vorwochenwert wurde dafür leicht nach unten revidiert. Nichtsdestotrotz verstetigt sich damit der Trend höherer Arbeitslosenzahlen.

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    Technologiewerte zünden erneut den Turbo ...

    Von der deutlichen Verlangsamung des Preisauftriebs konnten US-Aktien in einer ersten Reaktion profitieren. Zwar verpasste es der US-Gesamtmarktindex S&P 500 zunächst, sein am Mittwoch erzieltes Allzeithoch zu egalisieren, dafür aber gelang dem Technologie-Index Nasdaq 100, der am Donnerstag von den starken Quartalszahlen des Halbleiterherstellers Broadcom profitiert, ein weiteres Rekordhoch.

    Hierzu trug vor allem der erneute Einbruch der US-Anleiherenditen bei. Während die zehnjährige US-Staatsanleihe nur noch mit 4,27 Prozent rentiert, liegt die Rendite für Anleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren bei 4,7 Prozent – vor zwei Wochen waren es noch fast fünf Prozent, was zeigt, dass der Markt nun mit einer Zinssenkung mehr rechnet.

    ... und lassen Gold, Silber und Krypto hinter sich

    Obwohl der Rückgang der Marktzinsen Rückenwind für Rohstoffe, allen voran Gold und Silber bedeuten sollte, können diese zur Stunde nicht profitieren. Gold verbilligt sich gegenüber dem Vortag um 0,7 Prozent, Silber sogar um fast 3 Prozent. Beide Edelmetalle weiten damit die Verluste der vergangenen Tage aus.

    Auch am Krypto-Markt will der Inflationsbericht nicht so richtig zünden. Nach einem kurzzeitigen Kursanstieg legten sowohl Bitcoin als auch Etherum wieder den Rückwärtsgang ein und verlieren damit weiter an Boden.

    Mit einem Kurs von knapp 68.000 US-Dollar für einen Bitcoin ist die Kryptowährung vom erhofften, nachhaltigen Ausbruch über 72.000 US-Dollar derzeit ein gutes Stück entfernt.

    Trotz niedriger Renditen kann sich der US-Dollar derweil etwas verteuern. Gegenüber dem Vortag steigt der Dollar-Index um rund 0,2 Prozent. Ursache hierfür dürfte vor allem der schwache Euro sein, nachdem China Vergeltung für die von der Europäischen Union geplanten Importzölle auf E-Fahrzeuge angekündigt hat.

    Fazit: Dieser Bericht ist nicht nur positiv

    Auf die ebenfalls unter den Erwartungen, in Teilen sogar gesunkenen Erzeugerpreise reagierte der Aktienmarkt in einer ersten Reaktion positiv. Nachdem sich die Fed am Abend zuvor noch hawkish gezeigt hatte, dürften die Chancen auf eine Zinssenkung im September weiter gestiegen sein.

    Niedrigere Preissteigerungen bei einem sich entspannenden Arbeitsmarkt ist genau das, worauf Anleger gehofft hatten, da sich jetzt auch die Lohninflation verlangsamen könnte.

    Der überraschende Rückgang der Erzeugerpreise hat aber auch Schattenseiten – und könnte, wie es einige Wirtschaftsdaten zuletzt nahegelegt haben, auf eine sinkende Nachfrage hindeuten. Schnell könnten daher in den kommenden Tagen und Wochen wieder Rezessionssorgen und die Befürchtung einer "harten Landung" die Runde machen.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonMax Gross
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