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    Aristokrat  117601  0 Kommentare British American Tobacco: Der Dividenden-Aristokrat mit der höchsten Rendite

    Gewöhnlich weisen Dividenden-Aristokraten eine relativ geringe Rendite auf – der Fokus liegt eher auf den stetigen Steigerungen als der Höhe der Ausschüttung. Diese Aktie kann beides.

    Für Sie zusammengefasst
    • Dividenden-Aristokraten bieten geringe Rendite, aber stetige Steigerungen. BAT hat beides.
    • BAT aus England hat höchste Dividendenrendite unter Dividenden-Aristokraten.
    • BAT diversifiziert Geschäft mit weniger schädlichen Tabakprodukten, steigert Profitabilität.
    • Report: 3 europäische Dividendenkracher mit mehr als 9 % Rendite

    Weltweit gibt es aktuell mehr als 150 Unternehmen, die zu den so genannten Dividenden-Aristokraten zählen, also ihre Ausschüttungen mindestens 25 Jahre in Folge erhöht haben. Da es vor allem ein angelsächsisches Phänomen ist, so viel Wert auf stetige Steigerungen zu legen, sind die meisten von ihnen in den USA zu finden. Das Unternehmen mit der derzeit höchsten Dividendenrendite unter ihnen kommt aber aus Europa, genau gesagt aus England: British American Tobacco (BAT).

    Nicht zufällig steht auf Rang zwei dieser Hierarchie ein Unternehmen aus der gleichen Branche, der US-Konkurrent Altria, der mit 8,6 Prozent ebenfalls eine außergewöhnlich hohe Dividendenrendite anbietet. Die Branche ist in den letzten Jahren immer mehr in die Kritik geraten. Zum einen wegen der Gesundheitsrisiken, zum anderen aber auch wegen ihrer Wachstumsaussichten. Da weltweit immer mehr Länder gegen den klassischen Tabakkonsum vorgehen und Verbraucher weniger häufig zur Zigarette greifen, müssen sich die Unternehmen etwas einfallen lassen, um ihre Zukunft zu sichern und um ihre Aktionäre bei Laune zu halten.

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    Die Tabakkonzerne haben auf höhere Steuern und Rauch- und Werbeverbote reagiert und bauen in letzter Zeit das Geschäft mit potenziell weniger schädlichen Tabak- und Nikotinprodukten wie E-Zigaretten, Vaporizern, Kautabak oder Lutschbonbons mit Nikotin aus. Bei BAT ist dieser Geschäftsbereich zuletzt deutlich stärker gewachsen als das herkömmliche Geschäft mit Zigaretten, auf das allerdings immer noch ein Großteil des Konzernumsatzes entfällt. Diese strategische Anpassung könnte BAT ermöglichen, seinen Marktanteil zu behalten und langfristig weiter zu wachsen, auch wenn das klassische Zigaretten-Geschäft weiter schrumpft.

    Zudem schütten sie außergewöhnlich großzügige Dividenden aus. BAT ist mit 26 Dividendenerhöhungen in Folge ein Neuling unter den Dividenden-Aristokraten. Konkurrent Altria zählt mit 54 Jahren konstanter Aufstockungen zur Königsklasse. 

    British American Tobacco

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    +2,55 %
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    +2,89 %
    -9,27 %
    -6,61 %
    -31,98 %
    +533,14 %
    ISIN:GB0002875804WKN:916018

    BAT wurde bereits 1902 gegründet und produziert weltweit in 41 Ländern seine Produkte. Im Laufe der Jahre wurde das Portfolio immer weiter diversifiziert, sodass es mittlerweile mehr als 200 Zigarettenmarken wie Dunhill, Lucky Strike, Pall Mall und Gauloises umfasst. Die Übernahme des amerikanischen Wettbewerbers Reynolds im Jahr 2017 für 49,4 Milliarden US-Dollar hat BAT in die oberste Liga der weltweit größten börsennotierten Tabakkonzerne katapultiert. Knapp hinter Philip Morris ist BAT (gemessen am Umsatz) derzeit die Nummer zwei weltweit.

    Für das laufende Geschäftsjahr hat BAT ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Analysten rechnen mit 27,6 Milliarden Pfund (32,8 Milliarden Euro), wie aus einer von dem Unternehmen zusammengestellten Prognose hervorgeht. Beim bereinigten Betriebsgewinn wird ebenfalls ein Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwartet, wobei die Experten von 12,48 Milliarden Pfund ausgehen.

    Trotz allem Gegenwind und nachlassendem Zigarettenkonsum ist es BAT gelungen, die Profitabilität in den vergangenen Jahren konstant zu steigern. Und nicht zuletzt darauf ist es zurückzuführen, dass auch die Dividende konstant erhöht werden konnte. Während sich die Ausschüttungen 2019 noch auf 2,03 Pfund pro Aktie im Jahr beliefen, so sind es in diesem Jahr bereits 2,3552 Pfund. Dabei betrug die Dividendenrendite für das Jahr 2023 beeindruckende 10,3 Prozent und beläuft sich aktuell auf 9,9 Prozent gemessen am Schlusskurs vom Freitag.

    Analysten positiv gestimmt

    Im Vergleich zu Altria, für die Analysten so gut wie kein Kurspotenzial sehen, sind die Experten bei BAT deutlich positiver eingestellt. Die 14 von MarketScreener erfassten Analysten raten im Schnitt zum Kauf der BAT-Aktie und geben ihr ein mittleres Kursziel von 31,05 Pfund. Gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht das einem Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent.

    Das Verhältnis von Chancen zu Risiken habe sich in den vergangenen Monaten für den Tabakkonzern verbessert, schrieb Goldman-Analyst Richard Felton in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Das Unternehmen mache Fortschritte mit seiner Strategie und beim Schuldenabbau, bescheinigte er dem Unternehmen. BAT-Chef Tadeu Marroco hatte Anfang dieses Monats ein stärkeres Wachstum in der zweiten Jahreshälfte in Aussicht gestellt. "Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir im zweiten Halbjahr wachsende Dynamik, die durch die Investitionen ermöglicht wird, die wir heute tätigen", sagte er.

    Fazit

    Wer mit der BAT-Aktie auf ein monatliches passives Einkommen von 1000 Pfund kommen will, beziehungsweise auf 12.000 Pfund im ganzen Jahr, benötigt dafür bei einer Dividende von 2,3552 Pfund insgesamt (aufgerundet) 5100 Aktien des Unternehmens. Diese kosten aktuell an der Londoner Börse etwa 121.329 Pfund (144.160 Euro). Beziehungsweise, wer 1000 Euro pro Monat anvisiert, bräuchte 4288 Aktien zu insgesamt 102.021 Pfund (121.220 Euro). 

    Zum Vergleich: Bei dem Rendite-König Hoegh in der vergangenen Woche waren es lediglich 52.920 Euro und bei dem Konkurrenten Altria, der aktuell auf eine Dividendenrendite von 8,6 Prozent kommt, sind es 128.300 Euro.

    Einen weiteren Vorteil hat BAT: Großbritannien verzichtet darauf, deutsche Empfänger von Dividenden britischer Unternehmen zu besteuern. Die fehlende Quellensteuer macht BAT-Aktien besonders attraktiv für Dividendenjäger aus Deutschland.

    Übersicht zur Dividende von BAT*

    Marktkapitalisierung: 52,9 Milliarden Pfund

    Dividende erhöht: 26 Jahre in Folge

    Dividende nicht reduziert: 26 Jahre in Folge

    Durchschnittliche Erhöhung der Dividende in zehn Jahren: ca. 6,3% p.a.

    Zeitplan

    08.02.2024: Dividendenankündigung

    27.06.2024: Notierung ex Dividende

    28.06.2024: Record Date

    02.08.2024: Dividendenzahlung

    * Quelle: BAT, wallstreetONLINE.

    GJ

    Div.rendite in %

    Dividende in britischen Pfund
    2027e    11,9e     2,83e
    2026e    10,9e     2,60e
    2025e    10,4e     2,47e
    2024e      9,9e     2,3552e
    2023    10,3     2,3088
    2022      7,44     2,178
    2021      9,44     2,156
    2020    10,05     2,104
    2019      8,76     2,03
    2018    11,66     1,952
    2017      5,51     1,746

    * Quellen: BAT, FactSet, wallstreetONLINE.

    Die optimale Dividendenstrategie

    Eine optimale langfristige Dividendenstrategie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dem individuellen Risikoprofil, den Anlagezielen und der finanziellen Situation. Hier sind jedoch einige allgemeine Prinzipien, die empfohlen werden können:

    Diversifikation: Investieren Sie in eine breite Palette von Unternehmen und Sektoren, um das Risiko zu streuen. Diversifikation kann helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, da nicht alle Sektoren gleichzeitig von Marktschwankungen betroffen sind.

    Qualitätsaktien wählen: Achten Sie auf Unternehmen mit einer starken Bilanz, stabilen Cashflows und einer Geschichte von zuverlässigen und wachsenden Ausschüttungen. Solche Unternehmen sind oft besser positioniert, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Dividenden zu zahlen.

    Reinvestition von Dividenden: Das Reinvestieren von Dividenden kann das Wachstum des Portfolios beschleunigen. Durch den Zinseszinseffekt können reinvestierte Dividenden über die Zeit einen signifikanten Beitrag zum Gesamtertrag des Portfolios leisten.

    Langfristige Perspektive: Dividendenstrategien sind oft langfristig ausgerichtet. Marktschwankungen sollten daher nicht zu überstürzten Entscheidungen führen. Geduld und Beständigkeit sind Schlüssel zum Erfolg.

    Steuereffizienz berücksichtigen: Die steuerliche Behandlung von Dividenden kann je nach Land und individueller Situation variieren. Es ist wichtig, Steuereffekte in die Strategie einzubeziehen.

    Überwachung und Anpassung des Portfolios: Portfolios sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um sicherzustellen, dass es weiterhin den eigenen Anlagezielen entspricht und gut diversifiziert bleibt.

    Bewertung: Achten Sie auf die Bewertung der Aktien. Hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein gutes Zeichen; sie können auch ein Hinweis auf Probleme im Unternehmen sein.

    Verwendung von Dividendenfonds, -ETFs: Für Anleger, die nicht direkt einzelne Aktien auswählen möchten, können Dividendenfonds eine praktikable Alternative sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation bieten.

    Fazit:

    Dividendeninvestitionen können eine großartige Möglichkeit sein, ein passives Einkommen aufzubauen. Indem Sie sich auf Unternehmen mit stabiler Dividendenhistorie konzentrieren, können Sie Ihr Portfolio schrittweise ausbauen. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass Investitionen in Dividendenaktien – wie alle Investitionen – mit Risiken verbunden sind.

    Weitere interessante Dividenden-Aktien befindet sich übrigens auch in der Dividenden-Watchlist unseres Börsenexperten Markus Weingran, dessen Börsenlounge sich täglich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

    Der große Dividenden-Überblick!Dennis Riedl verrät, wer wann oder wie viel am deutschen und am US-Markt zahlt. Wer ragt dabei im DAX heraus? Was machen die US-Werte? Welche Unternehmen kommen sogar auf zweistellige Renditen? Das alles erfahren Sie in seinem kostenlosen Dividenden-Report.

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    Verfasst vonIngo Kolf
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