checkAd

     201  0 Kommentare Vodafone erhöht Investitionen ins Festnetz-Internet

    Für Sie zusammengefasst
    • Vodafone investiert 200 Mio. Euro in Festnetz-Internet
    • Verbesserung des HFC-Netzes für stabilere Übertragung
    • Vodafone setzt auf Glasfaser und verbessert Upload-Geschwindigkeit

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Telekommunikationskonzern Vodafone gibt mehr Geld aus, um sein Festnetz-Internet zu verbessern. Nach 140 beziehungsweise 150 Millionen Euro in den vergangenen zwei Geschäftsjahren werden in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2024/25 in Deutschland etwa 200 Millionen Euro investiert, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, Marcel de Groot, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Das Kabelnetz werde immer mehr auf Glasfaserniveau gebracht, so dass Kunden künftig keine Unterschiede mehr spüren sollen, sagte de Groot.

    Es geht um Ausgaben für Internet, das über Fernsehkabel übertragen wird, "Hybrid Fiber Coax" (HFC) genannt. Dies besteht zum größten Teil aus Glasfaser, auf der letzten Strecke vom Glasfaser-Knotenpunkt bis zum Haushalt sind es aber recht dicke Fernsehkabel aus Kupfer (Koaxial-Kabel). Im Vergleich zu reinen Glasfaser-Verbindungen, dem "Fiber to the Home" (FTTH), ist die Verbindung schwankungsanfälliger, wenn viele Haushalte im selben Netzsegment unterwegs sind - etwa abends, wenn viele Menschen Filme streamen. Bei dem "shared medium" (geteilten Medium) sinkt dann die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Deutsche Telekom AG!
    Long
    22,57€
    Basispreis
    1,64
    Ask
    × 14,65
    Hebel
    Short
    25,73€
    Basispreis
    1,67
    Ask
    × 14,49
    Hebel
    Präsentiert von

    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    In Coronazeiten kam das HFC-Netz an seine Grenzen, viele Kunden ärgerten sich über schlechtes Netz. Inzwischen seien die Beschwerdezahlen wieder auf einem normalen Niveau. "Wir haben in der Vergangenheit nicht das Beste aus der Kabelinfrastruktur herausgeholt", sagte der Firmenchef mit Blick auf die Coronajahre. "Aber die Zeiten sind vorbei, unser Kabel-Glasfaser-Netz ist heute viel schneller und zuverlässiger." Die Bandbreite, die beim Kunden ankomme, sei inzwischen wesentlich höher als zuvor.

    Gigabit-Speed möglich

    Das HFC-Netz von Vodafone bietet Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde. Im Upload hingegen - wenn also der Nutzer selbst Daten ins Netz schickt, etwa bei Videokonferenzen - sind es bisher nur 50 Mbit. De Groot zufolge reicht das für den Normalnutzer eigentlich aus. Mancher Kunde wolle aber schnelleren Upload haben.

    Daher will Vodafone den Upload verbessern: Es führt in diesem Jahr in Münster und Kleve (beide NRW) sowie in Ingolstadt Tests an insgesamt 50 000 Haushalten durch, wo der Upload auf 400 Megabit pro Sekunde erhöht werden soll. Sollten die Tests erfolgreich und die Kunden zufrieden sein, könnte der Upload auch in anderen Gegenden verbessert werden, sagt de Groot. In ganz Deutschland sei das aber vorerst nicht geplant. Die meisten Kunden bräuchten so einen hohen Upload nicht, sagt der Manager. "Wir wissen aber schon jetzt: Wir können an dieser Stellschraube drehen, wenn der Bedarf da ist."

    Vodafone mischt auch bei reiner Glasfaser mit

    Mit der Vermutung konfrontiert, dass HFC perspektivisch ein Auslaufmodell sei und reiner Glasfaser die Zukunft gehöre, schüttelt er den Kopf: "Wir machen das Kabel-Glasfaser-Netz fit für die Zukunft - es wird noch sehr lange eine bedeutende Rolle am Markt spielen."

    Vodafone setzt aber nicht nur auf Fernsehkabel-Internet, sondern auch auf reine Glasfaser (FTTH) - über eine Tochterfirma werden bis zu sieben Milliarden Euro in den Ausbau gesteckt. Auf die Frage, warum Vodafone überhaupt bei FTTH mitmische, wenn er so überzeugt ist von dem Fernsehkabel-Internet, sagte de Groot, es gebe durchaus Kunden, die Glasfaser bis ins Haus wollten. Diese Nachfrage wolle man bedienen. "Deutschland braucht Glasfaser und Kabel-Glasfaser, um schnelles Netz für alle möglich zu machen."

    Dem Kunden sei letztlich nicht die Technologie wichtig, sondern vielmehr, dass die Übertragung schnell und stabil sei. Daher will Vodafone künftig keine Tarife nach Technologien anbieten - also Glasfaser, HFC oder VDSL-Telefonleitungen -, sondern nach Geschwindigkeit. Die Anzahl der angebotenen Tarife werde sich deutlich verringern. "Für den Kunden wird es einfacher und klarer."

    Konkurrent Telekom geht anderen Weg

    Während Vodafone das Fernsehkabel-Internet keineswegs als Auslaufmodell sieht, legt der Konkurrent Deutsche Telekom seinen Fokus auf reine Glasfaser - bis 2030 will der Magenta-Konzern im Inland rund 30 Milliarden Euro in den "Fiber to the Home"-Ausbau stecken, also deutlich mehr als Vodafone. "Nur FTTH bietet schon heute die beste Qualität bei Stabilität, Latenz und konstanter Bandbreite", sagt ein Telekom-Sprecher. Die Bonner setzten jahrzehntelang auf dünne Telefonkabel (DSL/VDSL), die in puncto Speed nicht mithalten können mit HFC und FTTH. Für viele Bürger reicht aber auch das VDSL-Tempo noch gut aus./wdw/DP/zb


    N.C. State University: Jeff Bezos spendet 30 Millionen Dollar an Lab-Grown-Meat-Unternehmen




    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    Vodafone erhöht Investitionen ins Festnetz-Internet Der Telekommunikationskonzern Vodafone gibt mehr Geld aus, um sein Festnetz-Internet zu verbessern. Nach 140 beziehungsweise 150 Millionen Euro in den vergangenen zwei Geschäftsjahren werden in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2024/25 in …

    Schreibe Deinen Kommentar

    Disclaimer