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    Brechen jetzt die Dämme?  29777  0 Kommentare Kupfer wankt. Stehen Produzentenaktien vor dem Abverkauf?

    Der Kupfersektor kommt nicht zur Ruhe. Der Kupferpreis steht unter Druck. Die Aktienkurse der Kupferproduzenten gehen in die Knie. Wie ist die aktuelle Situation zu bewerten?

    Für Sie zusammengefasst

    Das macht Kupfer zu schaffen

    Kupfer sieht sich einer ambivalenten Gemengelage ausgesetzt. Auf mittlere und lange Sicht stehen die Ampeln nach wie vor auf „Grün“. Der Markt geht langfristig von einem Defizit aus. Eine anziehende Nachfrage (Stichwort Energiewende) wird auf ein begrenztes Angebot treffen, so die Erwartungen. 

    Auf kurze Sicht bietet sich allerdings ein anderes Bild. Die Nachfrage ist derzeit schleppend; insbesondere die chinesische. Die Lager füllen sich. So verzeichnet etwa die LME seit Mitte Mai einen deutlichen Anstieg der Lagerbestände. Zu einer zunehmenden Belastung für den Kupferpreis entwickelt sich auch die außerordentliche Stärke des US-Dollars. Der wichtige US-Dollar-Index hat zum Wochenausklang erneut den Bereich von 105 Punkten überschritten. Das lässt für die kommenden Tage nicht sonderlich viel Gutes erwarten. Der Druck vom Devisenmarkt auf die Preise von Kupfer, Gold und Silber dürfte erst einmal hoch bleiben. 

    Kupfer ist aus technischer Sicht angezählt

    Den Ausflug über die 5 US-Dollar / lb musste Kupfer teuer bezahlen. Der Preis sackte daraufhin deutlich ab. Aktuell steht die eminent wichtige Unterstützung um 4,5 US-Dollar im Feuer. Sollte Kupfer auch diese aufgeben müssen, könnte es rasch in Richtung 4,0 US-Dollar gehen. Ein Ausbruch auf ein neues Verlaufshoch würde hingegen die Aufwärtsbewegung aus charttechnischer Sicht wieder ankurbeln. 

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    Wie ist die aktuelle Situation zu bewerten?

    "Langfristig hui, kurzfristig pfui" – so oder so ähnlich könnte man die aktuelle Situation salopp zusammenfassen. Kurzfristigen Risiken stehen auf lange Sicht immense Chancen gegenüber. 

    Die kurzfristigen Belastungen haben die Spekulanten erst einmal verschreckt, die maßgeblich für die jüngste Preisrallye bei Kupfer verantwortlich zeichneten. Kupfer hat nunmehr die Chance, einen tragfähigen Korrekturboden auszubilden. Dabei ist es auf lange Sicht fast unerheblich, ob dieser im Bereich von 4,5 US-Dollar (das wäre aus bullischer Sicht ideal) oder aber erst im Bereich von 4,0 US-Dollar ausgebildet wird. Nur deutlich unter die 4,0 US-Dollar sollte es tunlichst nicht gehen. 

    Stehen Produzentenaktien vor dem Abverkauf?

    Für die Produzentenaktien ging es unter dem Eindruck der Entwicklungen zuletzt deutlich nach unten. Kommt das dicke Ende womöglich noch?

    Stellvertretend für die aktuelle Situation blicken wir auf Ivanhoe Mines. Der Kupferproduzent war bereits des Öfteren Bestandteil der Betrachtungen an dieser Stelle. 

    Man muss jetzt kein ausgewiesener Chartexperte sein, um zu erkennen, dass es für Ivanhoe Mines nun ans Eingemachte geht. Die Kursentwicklung der letzten Wochen ließe sich in das Korsett einer oberen Trendwendeformation pressen. Kürzlich tauchte die Aktie zudem unter die wichtige Unterstützung von 13 US-Dollar ab, was wiederum dem bis dato dominierenden Aufwärtstrend in arge Bedrängnis bringt. Man lehnt sich sicherlich auch nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man den kommenden Tagen und Wochen richtungsweisenden Charakter zubilligt. Im Bereich von 12 US-Dollar befindet sich eine weitere Unterstützung. Die zentrale Unterstützungszone ist in den Bereich von 11 US-Dollar / 10 US-Dollar zu verorten. Nicht nur die 200-Tage-Linie verläuft dort. 

    Kurzum

    Kurzfristig weist die Aktie von Ivanhoe Mines Kursrisiken auf. Mit Blick auf das aktuelle Chartbild sollten weitere Abgaben in Richtung 12 US-Dollar nicht überraschen. Sollte es gar zu einem Test der Zone 11 US-Dollar / 10 US-Dollar kommen, wird es unter antizyklischen Aspekten interessant. Ivanhoe Mines präsentiert sich als exzellent aufgestellter Kupferproduzent, der von den langfristigen Perspektiven des Industriemetalls profitieren sollte. Ein Eindringen der Aktie in die Zone 11 US-Dollar / 10 US-Dollar könnte daher eine auf mittlere bis lange Sicht interessante Einstiegsgelegenheit darstellen.

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte 





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    Verfasst vonMarcel Torney
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