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    Forscher  137  0 Kommentare Klimaziele müssen weiter Top-Priorität in Europa haben

    Für Sie zusammengefasst
    • Forscher drängen auf Einhaltung der Klimaziele nach Europawahl.
    • Mehr Maßnahmen in Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft nötig.
    • EU soll bis 2050 klimaneutral werden, Emissionshandel anpassen.

    KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Mit Blick auf die Neuaufstellung in der EU nach der Europawahl dringen Forscher auf die Einhaltung der gesteckten Klimaziele. Bei der Festlegung der strategischen Prioritäten der EU seien die Klimaziele weiter von größter Bedeutung, mahnte der Europäische Wissenschaftliche Beirat zum Klimawandel am Montag. "Diese Amtszeit wird ein entscheidender Moment für die europäischen Entscheidungsträger sein", betonte der Beiratsvorsitzende Ottmar Edenhofer in einer Mitteilung. Die Entscheidungen der kommenden Jahre seien von großer Bedeutung für alle Generationen und das Festhalten an den Klimazielen der EU.

    Im Januar hatte der Beirat in einem Bericht festgehalten, dass insbesondere in den Bereichen Verkehr, Gebäude, Land- und Forstwirtschaft mehr getan werden müsse, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Zwar werde das Potenzial des sogenannten Fit-for-55-Pakets für weniger CO2-Emissionen in der EU anerkannt, dennoch müsse mehr getan werden, wenn die Staatengemeinschaft ihr Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2050 erreichen wolle, mahnten die Wissenschaftler. Um die Ziele zu erreichen, empfehlen die Experten 13 sogenannte Schlüsselmaßnahmen für eine wirksamere Umsetzung und Gestaltung des klimapolitischen Rahmens der EU für verschiedene Zeiträume.

    Erklärtes Ziel der EU ist, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. Unter anderem müsse in der Landwirtschaft etwas passieren. Weil es zu wenig finanzielle Anreize für Landwirte gebe, gingen die Emissionen hier nicht zurück, beklagten die Experten im Januar. Für die Zeit nach 2030 seien Reformen der bestehenden EU-Politik nötig. So müsse das EU-Emissionshandelssystem angepasst werden. Weiterhin empfiehlt der Beirat, die EU-Politik vollständig auf einen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen zu lenken.

    "Klimamaßnahmen gehen Hand in Hand mit der Verbesserung der Energieversorgungssicherheit der EU, der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und der Schaffung neuer Arbeitsplätze", betonte Edenhofer mit Blick auf die neue EU-Legislaturperiode. "Da Emissionssenkungen nur langsam zustande kommen, ist es für die EU jetzt an der Zeit, in eine blühende, widerstandsfähige und nachhaltige Zukunft für alle Europäer zu investieren", mahnte der deutsche Forscher./mee/DP/zb






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