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    Fluch und Segen  17721  0 Kommentare Frachtraten gehen durch die Decke: Wie lange hält der Boom für Maersk & Co.?

    Die Frachtraten haben sich angesichts der geopolitischen Spannungen in den letzten 2 Monaten fast verdoppelt. Reedereien wie Hapag-Lloyd verdienen gut daran. Doch ein Warburg-Analyst warnt: Der Aufschwung hält nicht an.

    Für Sie zusammengefasst

    Die globale Containerschifffahrtsbranche erlebt derzeit einen deutlichen Aufschwung bei den Spot-Frachtraten. Die Nummer zwei der Branche, der dänische Containerriese Maersk, hat erst kürzlich seine Gewinnprognose für das laufenden Jahr kräftig nach oben geschraubt - von zuvor 4 bis 6 Milliarden Euro EBITDA auf nunmehr 7 bis 9 Milliarden Euro.

    Seit Ende März hat sich der Frachraten-Index SCFI um 95 Prozent fast verdoppelt. Diese Entwicklung wird durch eine zunehmende Stauung an den großen Containerhubs in Asien verstärkt. Die Situation erinnert an die pandemiebedingten Engpässe, erreicht jedoch noch nicht deren Schweregrad, wie Warburg-Analyst Christian Cohrs in einer neuen Analyse schreibt.

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    Auslöser der jüngsten Entwicklungen seien vielfältig und verstärkten sich gegenseitig: Als Reaktion auf Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer wählen Schifffahrtslinien längere Routen um das Kap der Guten Hoffnung für ihre Reisen von Fernost nach Europa, was Kapazitäten bindet. Gleichzeitig erholt sich die Nachfrage.

    Die Dauer dieser durch geopolitische Ereignisse befeuerten Hochkonjunktur bei den Frachtraten ist ungewiss. Sollte der Suezkanal bald wieder sicher zu navigieren sein, könnte das Kapazitäten freisetzen und die Frachtraten senken. Allerdings wäre das ein schrittweiser Prozess von mindestens ein bis zwei Monaten, der auch eine Neuplanung des Linienverkehrs erfordert.

    Hapag-Lloyd-Aktie schon zu teuer?

    Die Aktien von Deutschlands Marktführer Hapag-Lloyd, der Nummer fünf auf dem Weltmarkt, haben seit Beginn des Preisbooms Ende März bereits 20 Prozent zugelegt. Schon bei der Vorstellung der Zahlen zum ersten Quartal hat das Unternehmen seine Jahresprognose auf das obere Ende der Skala angepasst.

    Hapag-Lloyd

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    ISIN:DE000HLAG475WKN:HLAG47

    Die Hamburger rechnen nun mit einem EBITDA von 2 bis 3 Milliarden Euro. Abhängig davon, wie lange das aktuelle Frachtratenniveau anhält, könnte diese Prognose vorsichtig erscheinen, meint Warburg-Analyst Cohrs. Die Bank rechnet in ihrer Prognose mit einem Ergebnis von 3,6 Milliarden Euro, selbst wenn sich die Frachtraten im letzten Quartal wieder normalisieren sollten.

    In Bezug auf die Bewertung bleibt Warburg dennoch vorsichtig. Die Aktie "notiert deutlich über ihren Konkurrenten", so Cohrs weiter. Er belässt das Kursziel unverändert bei 116 Euro, ein Rückgang von 30 Prozent zum aktuellen Niveau und bestätigt seine Verkaufsempfehlung.

    Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonJulian Schick
    Fluch und Segen Frachtraten gehen durch die Decke: Wie lange hält der Boom für Maersk & Co.? Die Frachtraten haben sich angesichts der geopolitischen Spannungen in den letzten 2 Monaten fast verdoppelt. Reedereien wie Hapag-Lloyd verdienen gut daran. Doch ein Warburg-Analyst warnt: Der Aufschwung hält nicht an.

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