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    Neue Inflationsdaten  34161  0 Kommentare Verbraucherpreise ziehen wieder an: War's das mit den Zinssenkungen?

    Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind erneut gestiegen. Zwar blieb der Preisauftrieb im Rahmen der Erwartungen, die EZB könnte trotzdem gewarnt sein.

    Die Bekämpfung der anhaltend hohen Teuerung sowohl in den USA als auch in der Euro-Zone bleibt ein schwieriges Unterfangen, wie die am Dienstagvormittag vorgelegten Inflationsdaten für die Verbraucherpreise beweisen.

    Inflation beschleunigt sich wieder – aber im Rahmen der Erwartungen

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    Gegenüber dem Vormonat kletterten diese um 0,2 Prozent. Bei der Kernrate, die ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel erhoben wird, betrug die Steigerung sogar 0,4 Prozent.

    Dadurch kletterten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent für die allgemeine und um 2,9 Prozent für die Kernrate. Das ist noch ein gutes Stück vom Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent entfernt.

    Zwar blieb der Preisauftrieb damit im Rahmen der Erwartungen von Volkswirten, nichtsdestotrotz dürfte die gegenüber den Vormonaten wieder höhere Inflation erneut die Frage aufwerfen, ob die jüngste Zinssenkung nicht verfrüht war und die EZB auf den kommenden Sitzungen tatsächlich die Hoffnungen des Marktes auf weitere Zinssenkungen erfüllen kann.

    Stimmung in der EU-Wirtschaft hellt sich überraschend auf

    Zeitgleich mit den Inflationsdaten wurden auch neue Daten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlicht. Demnach hat sich die Stimmung in der deutschen Industrie zuletzt verschlechtert. Vor allem die Einschätzung der Unternehmen zur aktuellen Lage lag mit -73,8 Zählern deutlich unter dem prognostizierten Wert von -65,0 Punkten.

    In der Euro-Zone hingegen ist die Stimmung deutlich besser ausgefallen als erwartet. Hier verzeichnete das ZEW einen Wert von 51,3 Punkten, während die Prognose bei 47,8 Punkten und damit im kontraktiven Bereich gelegen hatte.

    Die verbesserte Stimmung ist im Angesicht der politischen Unsicherheiten, die durch die bald bevorstehenden Neuwahlen zur französischen Nationalversammlung entstanden sind, durchaus überraschend.

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    Erholungsversuch hält an

    Am Markt blieben größere Kursbewegungen bislang aus. Am deutschen Aktienmarkt wurde die zunächst starke Handelseröffnung bis zum Gap-Close des DAX verkauft. Seit Veröffentlichung der neuen Inflationsdaten konnte sich der Leitindex aber leicht steigern.

    Das gilt auch für den Euro Stoxx 50, der nach den um 11:00 Uhr veröffentlichten Datenpunkten mit einem Vorzeichenwechsel liebäugelt und sich von den Verlusten der vergangenen Tage erholen könnte.

    Der Euro hat am Dienstag unter dem Eindruck steigender US-Anleiherenditen etwas an Wert eingebüßt, kann sich aktuell aber ebenfalls erholen. Das nimmt auch etwas Druck von den Edelmetallen Gold und Silber, die am Dienstagfrüh durch einen stärkeren US-Dollar von Abgaben betroffen waren.

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    Fazit: Hoffnungen auf eine Zinswende sind zu wenig

    Zwar beschleunigte sich die Verbraucherpreisentwicklung im Mai wieder, der Preisanstieg blieb aber im Rahmen der Erwartungen.

    Das scheint dem Aktienmarkt für den Moment zu genügen, sich an einer Kurserholung zu versuchen, nachdem die europäischen Märkte in den vergangenen Tagen stark unter Druck gestanden und sich aus dem Rennen um neue Allzeithochs verabschiedet hatten.

    Inflationsdaten weit über dem Ziel der EZB zeigen aber auch, dass vor der Notenbank noch ein ganzes Stück Arbeit liegt. Die Wette auf eine nachhaltige Zinswende der Europäischen Zentralbank ist daher zu wenig, um dauerhaft höhere Asset-Preise zu rechtfertigen – hierfür muss auch die Konjunktur spürbar wieder anziehen.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonMax Gross
    Neue Inflationsdaten Verbraucherpreise ziehen wieder an: War's das mit den Zinssenkungen? Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind erneut gestiegen. Zwar blieb der Preisauftrieb im Rahmen der Erwartungen, die EZB könnte trotzdem gewarnt sein.

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