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    Chapter 11 Insolvenzschutz  10641  0 Kommentare Fisker ist pleite: Der nächste E-Autobauer kommt unter die Räder

    Für den US-Hersteller von Elektrofahrzeugen geht es nicht weiter. Das Unternehmen hat am Montag Insolvenzschutz beantragt. Woran ist der Autobauer gescheitert?

    Für Sie zusammengefasst

    In seinem Insolvenzantrag listete Fisker Vermögenswerte zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar und Verbindlichkeiten zwischen 100 Millionen und 500 Millionen US-Dollar.

    Der E-Autobauer hat im vergangenen Jahr weniger als die Hälfte seiner mehr als 10.000 produzierten Fahrzeuge ausgeliefert. Mit einem Umstieg auf ein händlerbasiertes Vertriebsmodell hatte das Unternehmen noch versucht, das Ruder herumzureißen und Verträge mit fast 30 Händler-Partnern in den USA und Europa geschlossen. Dennoch gelang es bis zuletzt nicht, die unverkauften Fahrzeuge an den Kunden zu bringen.

    Hinzu kamen immer wieder technische Probleme. Erst vergangene Woche musste Fisker mehr als 18.000 Fahrzeuge in Nordamerika und Europa wegen fehlerhafter Software und Nichteinhaltung von Sicherheitsstandards zurückrufen.

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    CEO Henrik Fisker hat sich als Autodesigner in der Branche einen Ruf erarbeitet. So stammen unter anderem der BMW Z8 sowie der Aston Martin DB9 aus seiner Feder. Der Däne hatte 2007 zunächst Fisker Automotive gegründet. Aus diesem Unternehmen entstand schließlich 2017 das Elektroautounternehmen Fisker.

    Im Jahr 2020 ging das Unternehmen im Corona-Boom als SPAC an die Börse. Bis Ende Februar 2021 war der Kurs von rund 10 auf über 30 US-Dollar angestiegen, bevor der Abwärtstrend einsetze. Seit Anfang 2024 ist die Fisker-Aktie ein Pennystock und aktuell noch rund 4 Cent wert.

    In einer Erklärung betonte Fisker die Herausforderungen durch makroökonomische Bedingungen. Die Pleite hatte sich seit Monaten angedeutet. Bereits im Februar hatte Fisker Zweifel an seiner Geschäftsfähigkeit geäußert. Anschließend hatten die Amerikaner mit dem japanischen Autobauer Nissan über einen Einstieg verhandelt. Die Gespräche scheiterten allerdings.

    Der österreichische Auftragsautobauer Magna Steyr hatte bereits im Mai angekündigt, dass man nicht erwarte, im laufenden Jahr weitere Fahzeuge des Fisker Ocean - des einzigen Fisker Produktes - herzustellen. Stattdessen musste Magna Medienberichten zufolge rund 500 Mitarbeiter entlassen und knapp 300 Millionen Euro abschreiben.

    Die gesamte E-Auto-Branche kämpft aktuell mit rückläufigen Verkäufen. In den vergangenen Jahren sind bereits mehrere kleine Hersteller gescheitert, beispielsweise Proterra, Lordstown und Electric Last Mile Solutions.

    Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonJulian Schick
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