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     125  0 Kommentare Oetker-Gruppe erzielt Wachstum in allen Geschäftsbereichen / Ordentliches Gesamtergebnis unter herausfordernden Bedingungen (FOTO)

    Bielefeld (ots) -

    Trotz der angespannten geopolitischen Lage und damit verbundenen
    Marktverwerfungen ist es der Oetker-Gruppe 2023 gelungen, ihre Umsätze um 6,2
    Prozent auf über 6,9 Mrd. Euro zu steigern. Für das laufende Geschäftsjahr
    prognostiziert die Gruppe erneut ein moderates Wachstum.

    "Die globalen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 waren auch für die
    Oetker-Gruppe alles andere als einfach. Auf die bereits bestehenden
    Marktveränderungen durch die Nachwehen der Corona-Pandemie und den seit 2022
    andauernden Krieg in der Ukraine folgte im Oktober 2023 die Eskalation des
    Nahost-Konflikts, die weitere Stellvertreterauseinandersetzungen nach sich zog
    und damit die ohnehin fragilen weltweiten Lieferketten weiter unter Druck
    setzte. Dass die Weltmärkte darauf volatil reagierten, liegt auf der Hand.
    Zusätzlich verunsicherten die Klimakrise, die unklare Sicherstellung der
    Energieversorgung sowie die weitere Inflation mit merklichen Kostensteigerungen
    die Menschen, die in vielen Ländern mit Konsumzurückhaltung reagierten",
    kommentiert Dr. Albert Christmann, persönlich haftender Gesellschafter der Dr.
    August Oetker KG, die heute veröffentlichten Kennzahlen des Jahresabschlusses
    2023. "Gleichzeitig freue ich mich, dass es uns vor diesem Hintergrund gelungen
    ist, unsere Umsätze organisch um 6,3 Prozent zu steigern. Für das laufende
    Geschäftsjahr erwarten wir erneut steigende Umsatzerlöse."

    DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 IM DETAIL:

    Umsätze der Oetker-Gruppe

    Die Oetker-Gruppe erzielte 2023 insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von über 6,9
    Mrd. Euro; dies entspricht einer organischen Steigerung um 6,3 Prozent
    gegenüber dem Vorjahr. Die konsumgüterorientierten Geschäftsbereiche
    Nahrungsmittel sowie Bier und alkoholfreie Getränke leisteten weiterhin den
    größten Beitrag zum Umsatzwachstum der Oetker-Gruppe. Dr. Oetker Nahrungsmittel
    und die Conditorei Coppenrath & Wiese steigerten zusammen ihre Umsatzerlöse um
    4,6 Prozent. Besonders erfreulich verliefen das Pizza- und das
    Professional-Geschäft. Die Radeberger Gruppe konnte mit einer Umsatzsteigerung
    von 8,3 Prozent ihr Geschäftsjahr auf Planniveau abschließen. Im
    Markenportfolio überzeugten erneut die nationalen Spezialitäten sowie die
    regionalen Premiummarken mit einem erfreulichen Wachstum gegenüber dem Vorjahr.
    Der Geschäftsbereich Weitere Interessen setzte seinen Wachstumskurs im Jahr
    2023 fort und erzielte erneut eine deutliche Umsatzsteigerung. Wachstumstreiber
    war wiederum das Unternehmen flaschenpost, das sich erfolgreich vom
    Getränkesofortlieferanten zum Online-Supermarkt transformierte und im
    Berichtsjahr den durchschnittlichen Bestellwert weiter steigern konnte. Auch
    der IT-Premiumanbieter OEDIV Oetker Daten- und Informationsverarbeitung und die
    Hotelsparte verzeichneten Umsatzsteigerungen, wobei die Umsätze im Brenner's
    Park-Hotel aufgrund von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten erwartungsgemäß
    unter dem Vorjahr lagen.

    Der in Deutschland erzielte Umsatz der Oetker-Gruppe erhöhte sich um 7,1
    Prozent auf 3,9 Mrd. Euro. Der Anteil des außerhalb Deutschlands erzielten
    Umsatzes lag gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei 43,5 Prozent des
    Gesamtumsatzes.

    Investitionen

    Die Investitionen der Oetker-Gruppe (ohne Erstkonsolidierungen) in Höhe von 303
    Mio. Euro lagen um 31 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (231 Mio. Euro).
    Besonders hoch war der Anstieg in der Nahrungsmittelsparte (+ 46 Mio. Euro).
    Daneben verzeichnete der Geschäftsbereich Weitere Interessen eine deutliche
    Erhöhung um 19 Mio. Euro, während die Investitionen in der Biersparte moderat
    gestiegen waren. Dr. Oetker Nahrungsmittel investierte wie geplant im Rahmen
    eines langfristig angelegten Investitionsprogramms in die Zukunftsbereiche
    Innovationen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Ebenso entfiel ein großer
    Teil der Investitionen auf den Kapazitätsausbau in den internationalen
    Pizzawerken.

    Mitarbeiter

    Für die Oetker-Gruppe waren im Jahr 2023 insgesamt 19.140 Mitarbeiter (Vorjahr:
    19.210) in Deutschland und 9.873 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.189) im Ausland
    tätig. Damit ist die in Vollzeitäquivalenten angegebene Anzahl der
    Beschäftigten mit weltweit 29.013 im Berichtsjahr weitestgehend stabil
    geblieben.

    Geschäftsverlauf der einzelnen Geschäftsbereiche

    Geschäftsbereich Nahrungsmittel erzielt moderates Wachstum

    Der Geschäftsbereich Nahrungsmittel setzt sich aus den Unternehmen Dr. Oetker
    und Conditorei Coppenrath & Wiese zusammen. Im Geschäftsjahr 2023
    erwirtschaftete er insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von über 4,1 Mrd. Euro. Dabei
    setzte sich der inflationäre Kostenauftrieb auf der Beschaffungsseite in Teilen
    fort. Alle Landesgesellschaften von Dr. Oetker und die Conditorei Coppenrath &
    Wiese waren hiervon stark betroffen. Bereits im Vorjahr hatte die Gruppe ein
    langfristiges Effizienz- und Wachstumsprogramm initiiert, mit dem sie
    strukturell und nachhaltig Kosten einsparen und zugleich gezielt in
    Innovationen investieren will. Im Fokus stehen dabei in erster Linie Maßnahmen
    zur Verschlankung von Prozessen und die Reduzierung nicht geschäftskritischer
    Kosten. Durch die schrittweise Umsetzung verschiedener Maßnahmen wurden
    weltweit jährliche Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe realisiert, was
    es ermöglichte, nicht alle Kostensteigerungen in Preiserhöhungen an die Kunden
    weiter-geben zu müssen.

    Dr. Oetker steigerte im Vergleich zum Vorjahr seine Umsatzerlöse um 4,4
    Prozent. Gleichwohl wuchsen die Absätze vor allem bei Dekorations-artikeln in
    der Kategorie Kuchen und Dessert nicht im gewünschten Umfang. Die Ursachen
    lagen im Wesentlichen in der inflationsbedingten Konsumzurückhaltung der
    Verbraucher bei dieser Produktgruppe. Dies hat insbesondere bei Wilton, dem
    Marktführer für Tortendekoration in den USA, sowie im Geschäft mit den
    Backspezialartikeln der sogenannten Specialty-Retail-Unternehmen zu
    Umsatzeinbußen geführt. Insgesamt konnten allerdings die Umsatzerlöse der
    Kategorie Kuchen und Dessert gegenüber dem Vorjahr zulegen.

    In der Kategorie Pizza stiegen die Umsatzerlöse deutlich über das
    Vorjahresniveau. Neben erfolgreichen Innovationen, wie den Mini-Pizzen My Pizza
    Slice in den skandinavischen Ländern, haben auch gezielte
    Promotions-Aktivitäten zu den Absatzmengen beigetragen. Des Weiteren hat Dr.
    Oetker Konsumenten aus dem Out-of-Home-Sektor hinzugewonnen: Im Rahmen der
    Downtrading-Umschichtungen der Verbraucher ist die qualitativ hochwertige
    Tiefkühlpizza inzwischen eine gute Alternative zum Restaurantbesuch oder zu
    Lieferdiensten.

    Das Professional-Geschäft hat im Jahr 2023 seinen Erholungs- und Wachstumskurs
    nach dem Ende der Pandemie fortgesetzt. Die Umsätze legten im Vergleich zum
    Vorjahr erheblich zu, wobei auch hier ein Teil der Umsatzsteigerungen
    notgedrungen preisbedingt war. Wachstumsimpulse resultierten aber insbesondere
    aus dem erfolgreichen Angebot von Perfettissima-Pizzen sowie dem deutlich
    überplanmäßigen Geschäft mit Schnellrestaurantketten in Indien. Die
    Umsatzentwicklung in den weiteren Sortimenten lag ebenfalls deutlich über dem
    Vorjahresniveau. Einen besonderen Anteil hatte Vitalis Müsli, das im deutschen
    Markt durch Innovationen, neue Listungen und eine erweiterte Distribution, aber
    auch über alle Länder hinweg zulegen konnte. Teilweise kompensierende Effekte
    resultierten aus der ernte- und wetterbedingt schwächeren Einmachsaison, die
    sich entsprechend im Verkauf von Einkochprodukten widerspiegelte.

    Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: Die Region Deutschland erzielte
    ein moderates Wachstum. Neben Preiserhöhungen, die seit Mitte des Jahres 2022
    zur teilweisen Kompensation des Kostenauftriebs auf der Beschaffungsseite nicht
    vermeidbar waren, wirkten sich insbesondere die gestiegenen Absatzmengen im
    Pizzabereich positiv auf den Umsatzverlauf aus. Hingegen blieb die Kategorie
    Kuchen und Dessert aufgrund der beschriebenen Kaufzurückhaltung der Konsumenten
    und von Auslistungen hinter den Erwartungen zurück, obwohl im Vergleich zum
    Vorjahr die Umsätze auch hier moderat gesteigert werden konnten. Zudem trug die
    Akquisition des auf Tiefkühl-Mini-Pizzen und -Snacks spezialisierten
    Herstellers Galileo in den letzten Monaten des Jahres ebenfalls positiv zum
    Umsatzwachstum bei.
    Die Umsätze der Region Amerika waren durch das herausfordernde Geschäft von
    Wilton mit Backdekoren belastet. Die Geschäftsentwicklung in der Region 3A
    (Afrika/Asien/Australien) lag in Landeswährung erfreulich über Vorjahr, nicht
    aber in der Berichtswährung Euro, da alle Länder der Region negative
    Wechselkursentwicklungen, vor allem durch die Abwertung des ägyptischen Pfunds
    und des südafrikanischen Rands gegenüber dem Euro, zu verzeichnen hatten. Das
    organische Wachstum wurde in erster Linie in Indien aufgrund der erfreulichen
    Entwicklung im Professional-Geschäft sowie in Tunesien und Ägypten erzielt.

    Die Conditorei Coppenrath & Wiese erzielte im Jahr 2023 einen Umsatzanstieg um
    5,8 Prozent. Dieses Wachstum resultierte in Teilen aus Preiserhöhungen, die
    auch hier als Reaktion auf Kostensteigerungen trotz signifikanter interner
    Effizienzzuwächse nicht völlig zu vermeiden waren. Das Markengeschäft in
    Deutschland konnte sich insbesondere in den strategischen Segmenten Blechkuchen
    und Brötchen behaupten. Daneben ist das Handelsmarkengeschäft in Deutschland
    weitergewachsen. Auch im wichtigen Exportmarkt Großbritannien haben sich die
    Umsätze positiv entwickelt, trotz des noch immer ungünstigen Wechselkurses des
    britischen Pfunds zum Euro.

    Die Investitionen im Geschäftsbereich Nahrungsmittel lagen im Jahr 2023 mit 171
    Mio. Euro um 46 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres (125 Mio. Euro). Mit
    dem hohen Investitionsniveau schaffen die Unternehmen nicht nur die Basis für
    das Wachstum in den kommenden Jahren, sondern investieren ebenso massiv in
    Nachhaltigkeitsprojekte gemäß ihrer Sustainability Charter sowie in die
    zukunftsfähige, datengetriebene Digitalisierung aller Unternehmensprozesse. Ein
    wichtiger Teil der Investitionen bei Dr. Oetker entfiel zudem auf den Ausbau
    von Kapazitäten in den internationalen Pizzawerken. Die Conditorei Coppenrath &
    Wiese hat im abgelaufenen Geschäftsjahr in Projekte für nachhaltige
    Energielösungen investiert, nachdem in den Vorjahren die Investitionen
    maßgeblich in den Ausbau der Fertigungs- und Lagerkapazitäten geflossen waren,
    um Grundlagen für das mittel- und langfristige Wachstum zu legen.

    Die in Vollzeitäquivalenten angegebene Anzahl der Beschäftigten im
    Geschäftsbereich Nahrungsmittel betrug 16.510.

    Der Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke (Radeberger Gruppe)
    erreicht Umsatzplus im Rahmen der Erwartungen

    Die Umsatzerlöse der Radeberger Gruppe beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf
    über 2 Mrd. Euro und konnten im Rahmen der Erwartungen um 8,3 Prozent gegenüber
    dem Vorjahr gesteigert werden. Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen
    Rahmenbedingungen ist diese Entwicklung umso erfreulicher, wobei der
    Geschäftsverlauf innerhalb der einzelnen Unternehmensbereiche im Jahr 2023
    unterschiedlich ausgeprägt war.

    Die Bierbranche war weiterhin durch das hohe Niveau der Preise für Energie,
    Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Personaldienstleistungen belastet.
    Darüber hinaus führten höhere Tarifabschlüsse sowie die Anhebung des
    Mindestlohns zu weiteren Kostenbelastungen für die Radeberger Gruppe. Um dem
    entgegenzuwirken, wurden unternehmensweit Preiserhöhungen sowie Effizienz- und
    Kostenmaßnahmen umgesetzt. Darunter fällt auch die im Vorjahr beschlossene
    Schließung des Brauereistandorts Frankfurt am Main zum Ende des dritten
    Quartals 2023; Produktions- und Abfüllmengen der Binding-Brauerei wurden auf
    andere Brauereistandorte der Radeberger Gruppe verlagert. Da im Jahr 2023 die
    letzten Corona-bedingt geliehenen Absätze aus dem Handel wieder in die
    Gastronomie zurückgeflossen sind, konnte der Out-of-Home-Kanal im ersten
    Halbjahr noch spürbare Zuwächse verzeichnen. Im zweiten Halbjahr belasteten
    sowohl die schlechte Wetterlage in den für die Branche wichtigen Sommermonaten
    als auch im weiteren Jahresverlauf eine inflationsbedingt zunehmend spürbare
    Konsumzurückhaltung die Geschäftsentwicklung im Handel und im
    Out-of-Home-Bereich.

    Im Brauereigeschäft führten vor allem die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2023
    sowie eine bewusste Sortimentsbereinigung zu einem leichten Absatzverlust
    gegenüber dem Vorjahr. Zur Kompensation der signifikant gestiegenen
    Beschaffungs- und Transportkosten wurde die ab Dezember 2022 geltende
    Preiserhöhung im Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt.

    Nach den Corona-bedingten Rekordjahren musste die Getränkefachmarktkette
    Getränke Hoffmann einen Teil der Absätze erwartungsgemäß wieder an den
    Out-of-Home-Kanal abgeben. Im Jahr 2023 führten insbesondere die höheren
    Einstandspreise sowie gestiegene Personalkosten zu einer merklichen
    Ergebnisbelastung. Bei den auf die Belieferung der Gastronomie spezialisierten
    DrinkPort-Betrieben wirkten sich die insgesamt erfreuliche Absatzentwicklung im
    Außer-Haus-Konsum und die in den Vorjahren umgesetzten Maßnahmen zur
    Verbesserung der Kostenstruktur deutlich positiv auf die Ergebnisentwicklung
    des Unternehmensbereiches aus.
    Die Streckenlogistik, die die Radeberger Gruppe gemeinsam mit der Brauerei C. &
    A. Veltins über das Joint Venture Deutsche Getränke Logistik (DGL) betreibt,
    konnte ihre Kostenstrukturen optimieren und notwendige Preiserhöhungen
    umsetzen. Dies führte in der Summe zu einer Steigerung des Ergebnisses im Jahr
    2023.

    Die H. Leiter GmbH, Komplettdienstleister für Leergutlogistik, war im Jahr 2023
    wieder eine entscheidende Stütze für die Absicherung der Lieferfähigkeit der
    Radeberger Gruppe.

    Das Markenportfolio der Radeberger Gruppe entwickelte sich im abgelaufenen
    Berichtsjahr in der Summe besser als der allgemeine Markttrend. Allerdings
    konnte sich die Radeberger Gruppe der rückläufigen Absatzentwicklung des
    Gesamtmarktes nicht völlig entziehen. So verzeichneten die nationalen Marken
    insgesamt einen moderaten Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dabei
    entwickelte sich der Absatz der alkoholfreien Varianten Radeberger Alkoholfrei
    und Jever Fun positiv.

    Bei den nationalen Spezialitäten hat die Marke Allgäuer Büble Bier ihren
    erfolgreichen Wachstumstrend fortsetzen können. Auch die junge Marke Oberdorfer
    Helles überzeugte mit einem erfreulichen Wachstum gegenüber dem Jahr 2022. Das
    Segment der regionalen Premiummarken war durch die positive Entwicklung der
    stärksten Marke des Segments, Ur-Krostitzer, sowie der Marke Freiberger
    geprägt. Beide Marken erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche
    Absatzsteigerungen. Die alkoholfreien Getränke konnten sich im Kerngeschäft gut
    entwickeln. Durch eine bewusste Sortimentsstraffung verzeichnete das Segment in
    der Summe jedoch einen moderaten Absatzrückgang.

    Die Investitionen der Radeberger Gruppe summierten sich auf 71 Mio. Euro und
    lagen damit um 9,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 65 Mio. Euro. Ein
    Großteil der technischen Investitionen betraf den Standort Radeberg. Zur
    Kapazitätserweiterung investierte auch der Standort Freiberg in zusätzliche
    Tanks und erhöhte damit sein Drucktankvolumen. Darüber hinaus gab es weitere
    standortspezifische Veränderungen zur Optimierung von Produktions- und
    Logistikprozessen sowie notwendige Investitionen in den Leergutpool der
    Wachstumsmarken. Im Vertrieb investierte die Gruppe zielgerichtet in die
    Bereiche Gastronomie und Eventgeschäft sowie in den weiteren Ausbau der
    Commerce-Cloud. Die Modernisierung von Filialen bei Getränke Hoffmann bildete
    den Schwerpunkt der Investitionen im vertikalen Geschäft.

    Im Jahr 2023 lag die in Vollzeitäquivalenten angegebene Anzahl der
    Beschäftigten mit 6.385 über dem Niveau des Vorjahres (6.122).

    Der Geschäftsbereich Weitere Interessen wächst weiter

    Der Geschäftsbereich Weitere Interessen umfasst den Online-Supermarkt
    flaschenpost sowie weitere Unternehmen für Beschaffungs- und
    Logistikdienstleistungen, den IT-Dienstleister OEDIV, die Hotels Brenner's
    Park-Hotel in Baden-Baden und Hôtel du Cap-Eden-Roc in Antibes, Frankreich,
    sowie Oetker Digital.

    Im Hinblick auf die verschiedenen Märkte haben sich die Unternehmen
    unterschiedlich entwickelt. Der Geschäftsbereich erzielte im Geschäftsjahr 2023
    einen Umsatzanstieg um 9,8 Prozent auf 754 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren
    in erster Linie die Entwicklung bei flaschenpost und OEDIV sowie
    Umsatzsteigerungen des Hôtel du Cap-Eden-Roc in Antibes. Die Investitionen im
    Geschäftsbereich Weitere Interessen betrugen insgesamt 61 Mio. Euro im
    Berichtsjahr gegenüber 41 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Anstieg um 47,3 Prozent
    war maßgeblich getrieben durch höhere Ausgaben in der Hotelsparte.

    Die Zahl der Beschäftigten auf Basis von Vollzeitäquivalenten reduzierte sich
    von 6.353 im Jahr 2022 auf 6.118, hauptsächlich durch effizientere Prozesse und
    den in der Folge geringeren Personalbedarf bei flaschenpost.

    Seit dem Jahr 2021 vollzieht flaschenpost die konsequente Transformation vom
    Getränkesofortlieferdienst zum vollständigen Online-Supermarkt. Das Unternehmen
    verfügt inzwischen über 32 Standorte und bietet ein attraktives
    Supermarkt-Sortiment an. Durch diese Transformation nutzt flaschenpost die
    Chancen des dynamischen Marktumfelds und partizipiert am Wachstum des
    Online-Lebensmittelhandels. Allerdings belasteten die durch den Krieg in der
    Ukraine deutlich gestiegenen Kosten für Material und Energie sowie für
    Transporte und Personal auch den Online-Handel mit Lebensmitteln und Getränken.
    Trotz der Inflation und des leichten Einbruchs der Konsumgüternachfrage war die
    Kaufbereitschaft der Konsumenten in Bezug auf Lebensmittel im Vergleich zu
    anderen Kategorien nach wie vor positiv. So konnte flaschenpost den
    durchschnittlichen Bestellwert weiter steigern. Wesentliche
    Investitionsprojekte wurden im Jahr 2023 im Bereich des Fuhrparks zur weiteren
    Elektrifizierung der Fahrzeugflotte sowie in der Lagerautomatisierung
    durchgeführt.

    Das Geschäftsjahr 2023 war für den IT-Premiumdienstleister OEDIV von einer
    strategischen Weiterentwicklung geprägt. Der Fokus lag hierbei in erster Linie
    auf der Erweiterung des Geschäftsmodells um die Schwerpunktbereiche
    Cloud-Technologien sowie Cyber Security und einem in der Konsequenz deutlichen
    Personalaufbau. Durch die erfreuliche Entwicklung im Geschäft mit Drittkunden
    erzielte OEDIV 2023 entsprechende Umsatzzuwächse. Ebenso konnten die
    Lizenzumsätze im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Investitionen tätigte
    OEDIV in die Erweiterung und Ertüchtigung der Rechenzentren in Bielefeld. Zudem
    wurde neben technischen Ersatzinvestitionen die IT-Infrastruktur um
    technologisch modernste Großrechner erweitert.

    Die beiden Hotels der Oetker-Gruppe, das Brenner`s Park Hotel und das Hôtel du
    Cap-Eden-Roc, konnten zusammen ihre Umsätze erheblich gegenüber dem Vorjahr
    steigern und somit das Geschäftsjahr besser als ursprünglich erwartet
    abschließen. Das resultiert vor allem aus der positiven Entwicklung des Hôtel
    du Cap-Eden-Roc, das mit einer hohen Belegung erfreute und in den Sommermonaten
    durchgehend ausgebucht war. Zusammen mit einer höheren Durchschnittsrate pro
    Nacht trugen so vor allem die Logiserlöse zu einem Umsatz und Ergebnis oberhalb
    des Vorjahres bei. Im Brenner's Park-Hotel stand das Jahr 2023 im Zeichen des
    bevorstehenden Infrastrukturprojekts. Die umfangreichen Sanierungs- und
    Modernisierungsarbeiten der Zimmer des Hauptgebäudes starteten im vierten
    Quartal 2023 und führten zu erheblich höheren Investitionsausgaben im Vergleich
    zum Vorjahr. Die Umsätze entwickelten sich weitgehend planmäßig, lagen jedoch
    aufgrund der baulichen Einschränkungen und der reduzierteren Anzahl an
    verfügbaren Zimmern wesentlich unter dem Vorjahreswert.

    Vermögens- und Finanzlage der Oetker-Gruppe

    Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2023 reduzierte sich gegenüber dem
    Vorjahresstichtag um 294 Mio. Euro auf 5.401 Mio. Euro. Der Rückgang auf der
    Aktivseite resultierte in erster Linie aus der Abnahme liquider Mittel, unter
    anderem infolge von Investitionen, Akquisitionen und Darlehenstilgungen sowie
    aus Veränderungen im Anlagevermögen.

    Das immaterielle Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 201 Mio. Euro auf
    617 Mio. Euro gesunken. Ursächlich hierfür sind vor allem die Abschreibungen in
    Höhe von 288 Mio. Euro, davon entfiel der überwiegende Teil planmäßig auf
    Geschäfts- und Firmenwerte sowie Markenrechte aus früheren Akquisitionen.

    Der Buchwert des Sachanlagevermögens betrug zum Bilanzstichtag 1,65 Mrd. Euro
    und lag damit 106 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Den Zugängen von 311
    Mio. Euro, davon waren 31 Mio. Euro akquisitionsbedingt, standen Abschreibungen
    von 201 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 gegenüber.

    Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind um 16 Mio. Euro auf 389 Mio.
    Euro zum Bilanzstichtag gestiegen. Der Anstieg des Buchwerts resultierte in
    erster Linie aus der Equity-Bewertung der S. A. Damm, Barcelona (Spanien), und
    der Deutschen Getränke Logistik GmbH & Co. KG (DGL). Als weitere wesentliche
    Beteiligung, die nach der At-Equity-Methode bilanziert wird, zählt die Moers
    Frischeprodukte GmbH & Co. KG.
    Während das Festkapital der Dr. August Oetker KG mit einem Buchwert von 1.125
    Mio. Euro unverändert geblieben ist, lagen die Rücklagen des Konzerns bei 1.246
    Mio. Euro zum Bilanzstichtag. Die Eigenkapitalquote lag wie im Vorjahr bei 40
    Prozent.

    Der Anstieg der Rückstellungen um 64 Mio. Euro auf 1.395 Mio. zum
    Geschäftsjahresende resultierte in erster Linie aus Veränderungen bei den
    sonstigen Rückstellungen. Insgesamt erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen
    um 62 Mio. Euro auf 965 Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen betrugen zum
    Bilanzstichtag 393 Mio. Euro und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 Mio.
    Euro reduziert, da die Verbräuche höher waren als die Effekte aus der Zuführung
    und Aufzinsung.

    Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

    Die Gruppenleitung der Oetker-Gruppe geht in ihrer Prognose für das
    Geschäftsjahr 2024 davon aus, dass geopolitische Spannungen nicht eskalieren
    und die Engpässe in den Liefer- bzw. Versorgungsketten zurückgehen werden. Auf
    einem stabilen Fundament aufbauend wird die Oetker-Gruppe den eingeschlagenen
    Wachstumspfad auch künftig erfolgreich beschreiten. Für 2024 beruht die
    Umsatzplanung in erster Linie auf organischem Wachstum, das um die ganzjährige
    Berücksichtigung der Akquisitionen aus dem Vorjahr ergänzt wird. Insgesamt
    werden die Umsatzerlöse erneut moderat steigen. Die Konsumgütersparten
    Nahrungsmittel sowie Bier und alkoholfreie Getränke rechnen mit ordentlichen
    Umsatzsteigerungen, die bei Dr. Oetker auf einer angenommenen Erholung der
    Verbrauchermengen basieren. Die Entwicklung bei Radeberger wird überwiegend
    durch Preiseffekte bei stabiler Mengenentwicklung getrieben sein. Die
    Preisanpassungen bei den Produkten und Dienstleistungen der Oetker-Gruppe
    können die hohen Kosten auf der Beschaffungsseite, mit Folgeeffekten bei Löhnen
    und Gehältern, nur teilweise abfedern. Die verbleibende Lücke wird weiterhin
    durch ein striktes Kostenmanagement kompensiert, verbunden mit der Fortsetzung
    der Initiativen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung innerhalb der
    Gruppenfirmen.

    Das Investitionsbudget steigt auch 2024 und übertrifft die Ausgaben des
    vergangenen Jahres. Damit legt die Gruppe den Grundstein für künftiges
    Wachstum. Das Investitionsbudget ist Teil eines groß angelegten Plans über
    mehrere Jahre, mit dessen Hilfe Innovationen sowie der Ausbau von
    Digitalkompetenzen und Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter vorangetrieben werden.

    Anmerkungen:

    Die im Konzernlagebericht und Konzernabschluss enthaltenen Prozentzahlen
    beziehen sich auf die exakten Beträge, nicht auf die gerundeten Beträge.
    Aufgrund von Auf- bzw. Abrundung ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen
    (EUR, % usw.) nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren lassen.

    Diese Presseinformation sowie den aktuellen Geschäftsbericht können Sie ab dem
    18. Juni 2024 im Pressebereich der Oetker-Gruppe abrufen: www.oetker-gruppe.de

    Pressekontakt:

    Dr. August Oetker KG
    Group Communication
    Dr. Jörg Schillinger
    Tel.: +49 (0) 521/155-2619
    E-Mail: mailto:joerg.schillinger@oetker.com

    Dr. August Oetker KG
    Corporate Communication
    Thierry Krauser
    Tel.: +49 (0) 521/155-2349
    E-Mail: mailto:thierry.krauser@oetker.com

    Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/44091/5803910
    OTS: OETKER-GRUPPE
    N.C. State University: Jeff Bezos spendet 30 Millionen Dollar an Lab-Grown-Meat-Unternehmen




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