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    Stark leerverkaufte Aktien  43749  0 Kommentare Auf diese Aktien haben es Shortseller derzeit abgesehen!

    Während der US-Gesamtmarktindex S&P 500 auf immer neue Höhen steigt, wächst gleichzeitig die Furcht vor einer Rezession – das ruft in diesen Aktien-Shortseller auf den Plan.

    Während sich Analysten, Experten und Marktbeobachter derzeit vor allem darüber streiten, wie viel Potenzial der in diesem Jahr bereits sehr gut gelaufene Aktienmarkt noch hat, machen Shortseller bereits Nägel mit Köpfen.

    Schwächere Wirtschaftsdaten rufen Leerverkäufer auf den Plan

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    Vor dem Hintergrund einer Reihe zuletzt schwacher Wirtschaftsdaten, darunter auch die am Dienstagmittag erneut unter den Erwartungen liegenden US-Einzelhandelsumsätze, haben Leerverkäufer in den vergangenen Wochen ihr Engagement vor allem in Konsumaktien verstärkt.

    Die im Mai zehn am stärksten leerverkauften Aktien aus dem US-Gesamtmarktindex S&P 500 waren nach einer Zusammenstellung der Börseninformationsplattform Seeking Alpha die folgenden (sortiert nach Leerverkaufsquote in aufsteigender Reihenfolge):

    Platz 10: Carnival (9,8 Prozent)

    Carnival Corporation

    +0,49 %
    +4,56 %
    +18,86 %
    +23,94 %
    +2,08 %
    -18,74 %
    -60,82 %
    -50,85 %
    +297,14 %
    ISIN:PA1436583006WKN:120100

    Mit einer Leerverkaufsquote von derzeit knapp 10 Prozent drückt die Kreuzfahrt- und Tourismusaktie die wachsende Sorge vor einer Rezession und nachlassenden Verbraucherausgaben aus. Urlaubsreisen sind einerseits kostspielig und andererseits leicht verzichtbar, sobald es im Geldbeutel der Konsumenten enger wird. Zuletzt deuteten niedrigiere Preise auf eine Nachfrageschwäche hin. Das Unternehmen ist nach der Corona-Pandemie außerdem stark verschuldet und von den anhaltend hohen Marktzinsen besonders stark betroffen.

    Platz 9: Enphase Energy (10,3 Prozent)

    Enphase Energy

    -5,26 %
    +15,85 %
    -9,60 %
    -3,85 %
    -38,35 %
    -34,08 %
    +470,13 %
    +1.066,15 %
    +1.440,33 %
    ISIN:US29355A1079WKN:A1JC82

    Mit Ausnahme der Aktie von First Solar bleibt die Ausgangslage für Titel aus der Solarbranche angespannt. Ausdruck hiervon ist neben einem Short-Interest von über 10 Prozent beim Hersteller von Wechselrichtern Enphase Energy auch die anhaltende Talfahrt der Aktie von SolarEdge, einem Mitbewerber. Die ist zum Wochenauftakt auf ein neues Mehrjahrestief gefallen. Auch hier lassen hohe Zinsen schwächere Geschäfte über einen längeren Zeitraum hinweg befürchten.

    Platz 8: Pool (10,6 Prozent)

    Pool

    -0,47 %
    +8,30 %
    -4,63 %
    -11,77 %
    -10,17 %
    -28,85 %
    +76,58 %
    +496,77 %
    +1.751,42 %
    ISIN:US73278L1052WKN:A0JMVJ

    In eine ähnliche Kerbe wie bei Carnival schlagen die Leerverkäufer bei Pool. Der Name des Unternehmens ist sein Geschäftsmodell: die Planung, die Installation und der Verkauf von privaten Swimmingpools und dem dafür nötigen Zubehör. Ein solchen Luxus dürften sich zunehmend weniger US-Amerikanerinnen und -Amerikaner leisten, sollte sich die Konjunktur eintrüben.

    Platz 7: Fox (10,9 Prozent)

    Fox Registered (A)

    +0,81 %
    +4,40 %
    +7,71 %
    +18,64 %
    +8,56 %
    +0,50 %
    -2,68 %
    -5,21 %
    ISIN:US35137L1052WKN:A2PF3K

    Beim als rechtskonservativ geltenden Fernsehsender Fox ist die Idee hinter der Wette auf fallende Kurse schnell ersichtlich. Hier wird auf eine Niederlage von Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gewettet, als dessen Haussender Fox gilt. Nach dem Abgang von Tucker Carlson hat die Mediengruppe außerdem ein wichtiges Aushängeschild verloren.

    Platz 6: Paramount (11,3 Prozent)

    Paramount Global Registered (B)

    +0,35 %
    +3,76 %
    +17,90 %
    +6,53 %
    -27,38 %
    -71,94 %
    -78,19 %
    -80,92 %
    -58,77 %
    ISIN:US92556H2067WKN:A2PUZ3

    Die Aktie des Medienkonglomerats Paramount Global ist ein ehemaliges Investment von Börsen-Guru Warren Buffett. Auf den ersten Blick bieten die Anteile sehr viel Value, derzeit ist das Unternehmen mit dem achtfachen seiner für dieses Jahr erwarteten Gewinne bewertet. Auf den zweiten Blick zeigt sich aber ein stark defizitäres Streaming-Geschäft. Auch die Erlöse aus Kinofilmen sind noch nicht wieder auf dem Niveau von vor der Corona-Pandemie. Zu allem Überfluss droht die geplante Übernahme des Konzerns zu scheitern.

    Platz 5: Etsy (12,5 Prozent)

    Etsy

    +1,77 %
    +5,65 %
    +4,36 %
    -7,99 %
    -33,31 %
    -66,33 %
    -5,47 %
    +105,23 %
    ISIN:US29786A1060WKN:A14P98

    Die Aktie der auf Kleinkunst und privat hergestellte, handwerkliche Erzeugnisse spezialisierten Shopping-Plattform war einer der Stars der Corona-Pandemie. Zeitweise legten Anleger hier pro Aktie fast 300 US-Dollar auf den Tisch. Inzwischen sind es nur noch knapp 60 US-Dollar, denn das Interesse an der Plattform hat stark nachgelassen, die Umsätze legen nur noch im einstelligen Prozentbereich zu. Leerverkäufer erwarten hier, dass die Geschäftsentwicklung schon bald rückläufig ist.

    Platz 4: CarMax  (12,5 Prozent)

    CarMax

    +1,98 %
    +13,59 %
    +17,56 %
    +15,77 %
    -2,65 %
    -38,75 %
    -8,16 %
    +57,00 %
    +429,37 %
    ISIN:US1431301027WKN:662604

    Der An- und Verkauf von Gebrauchtwagen ist ein kapitalintensives und zugleich zyklisches Geschäft, das mit hohen finanziellen Unsicherheiten verbunden ist. Angesichts der Lieferkettenprobleme und Produktionsausfälle während der Pandemie verkauften sich gebrauchte PKW wie geschnitten Brot, das Geschäft boomte. Inzwischen belasten hohe Kosten für Autokredite die Geschäfte, während gleichzeitig das Ausfallrisiko von Autofinanzierungen steigt.

    Platz 3: Charter Communications (12,7 Prozent)

    Charter Communications Registered (A)

    +4,36 %
    +7,55 %
    +18,42 %
    +23,94 %
    -14,36 %
    -53,94 %
    -21,92 %
    +42,73 %
    ISIN:US16119P1084WKN:A2AJX9

    Der Breitbandanbieter Charter Communications verfolgt eine aggressive Expansionsstrategie und nimmt dafür viele Milliarden US-Dollar in die Hand. Die Zahl der neuen Vertragsabschlüsse entwickelte sich in den vergangenen Quartalen aber nicht nach dem Wunsch des Unternehmens, das hat die Aktie schwer getroffen. Im aktuellen Hochzinsumfeld schiebt Charter inzwischen einen Schuldenberg von fast 100 Milliarden US-Dollar vor sich her – Leerverkäufer wetten hier darauf, dass das Unternehmen aufgrund hoher Refinanzierungs- und Kreditkosten unter Druck bleiben wird.

    Platz 2: American Airlines (12,7 Prozent)

    American Airlines Group

    -0,37 %
    -2,83 %
    -7,16 %
    -17,85 %
    -41,38 %
    -48,04 %
    -68,37 %
    -75,68 %
    -4,10 %
    ISIN:US02376R1023WKN:A1W97M

    Die Leerverkaufsquote von fast 13 Prozent in der Aktie von American Airlines dürfte einen ähnlichen Hintergrund wie beim Anbieter von Kreuzfahrten Carnival haben. Dazu kommt, dass das Unternehmen erst vor wenigen Wochen seine Prognose revidieren und nach unten anpassen musste. Außerdem ist die Fluggesellschaft als großer Kunde von Boeing von dessen Qualitäts- und Lieferproblemen betroffen.

    Platz 1: Albemarle (13,6 Prozent)

    Albemarle

    -2,43 %
    -4,24 %
    -7,06 %
    -22,78 %
    -60,46 %
    -47,72 %
    +31,10 %
    +25,64 %
    +386,42 %
    ISIN:US0126531013WKN:890167

    Am stärksten von Leerverkäufen ist im S&P 500 aktuell das Papier von Albemarle mit einem Short-Interest von fast 14 Prozent betroffen. Offenbar sind Short-Seller nicht davon überzeugt, dass sich die Preise für Lithium nachhaltig erholen werden und haben in der Aktie ein geeignetes Vehikel gefunden, auf fallende Preise für das weiße Gold zu wetten. Tatsächlich hat Lithium nach einer Erholung im Frühjahr wieder den Rückwärtsgang eingelegt, der Preis für Lithiumcarbonat handelt in unmittelbarer Nähe zu den bisherigen Jahrestiefs.

    Weitere Unternehmen mit hoher Short-Quote: Plätze 20 bis 11

    Unternehmen Short-Quote Performance (YTD)*
    FMC 7,2 % -9,6 %
    Super Micro 7,3 % +212,2 %
    Franklin Resources 7,4 % -24,8 %
    C.H. Robinson 7,6 % +0,5 %
    Western Digital 7,6 % +52,5 %
    Live Nation Entertainment 8,0 % -3,1 %
    EQT 8,2 % -0,8 %
    Dayforce 8,7 % -25,3 %
    Campbell Soup 8,7 % +3,8 %
    Caesars Entertainment 9,4 % -22,2 %

    * Stand: Dienstag, 18. Juni, 15:45 Uhr (MESZ)

    Auch bei den Kandidaten hinter den Top 10 gibt es einige bekannte Namen – und plausible Fälle für Leerverkäufer, sich auf der Short-Seite zu positionieren: Der Konzertveranstalter Live Nation Entertainment dürfte von rückläufigen Konsumausgaben ebenso betroffen sein, wie Kasinobetreiber Caesars Entertainment.

    Bei Franklin Resources, einem Anbieter aktiv gemanagter Fonds, zeigt sich der anhaltende Trend hin zu passiven Indexfonds mit immer niedrigerer Kostenquote – und demnach geringeren Einnahmen für die Anbieter.

    Angesichts einer bereits sehr starken Performance setzen Short-Seller in den Aktien von Western Digital und Super Micro Computer auf Korrekturen. Insbesondere bei Super Micro dürfte die hohe Leerverkaufsquote in den vergangenen Tagen dazu beigetragen haben, dass die Aktie auch ohne Neuigkeiten stark gestiegen ist.

    Überraschend dagegen ist Campbell Soup auf der Liste zu finden. Das Unternehmen verfügt über eine solide Dividendenhistorie und ein krisensicheres Geschäft, den Verkauf von fertig verpackten Nahrungsmitteln. Außerdem hat das Unternehmen zuletzt gute Quartalszahlen präsentiert.

    Fazit: Nicht alle Leerverkäufer haben böse Absichten

    Bei vielen Anlegern genießen Leerverkäufer ein schlechtes Ansehen. Das Image dieser für die Preisfindung und der Bereitstellung von Liquidität wichtigen Anlegergruppe hat dabei vor allem durch "aktivistische" Leerverkäufer Schaden genommen, die wie Citron Research oder Hindenburg Unternehmen mit nicht immer richtigen Fakten niederschreiben – nachdem sie entsprechend große Short-Wetten eröffnet haben.

    Die Auswahl der im Mai am stärksten geshorteten Unternehmen des US-Gesamtmarktindex S&P 500 zeigt aber, dass es für das Eröffnen von Short-Positionen gute Gründe und nachvollziehbare Überlegungen geben kann.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonMax Gross
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