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    ROUNDUP  133  0 Kommentare Auftakt der Tarifverhandlungen für Gebäudereiniger

    Für Sie zusammengefasst
    • Tarifverhandlungen in Gebäudereinigung ergebnislos
    • Gewerkschaft fordert 3 Euro mehr pro Stunde
    • Arbeitgeber weisen Forderung als "abenteuerlich" zurück

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die erste Runde der Tarifverhandlungen für etwa 700 000 Frauen und Männer in der Gebäudereinigung ist am Dienstag ergebnislos beendet worden. Im September wollen sich beide Seiten wieder an einen Tisch setzen, ein genauer Termin wurde zunächst nicht genannt. Die Positionen liegen auch nach der ersten Verhandlungsrunde in Frankfurt liegen weit auseinander.

    Die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt fordert pauschal drei Euro mehr pro Stunde. Die IG BAU will so erreichen, dass vor allem die unteren Lohngruppen angesichts der gestiegenen Preise deutlich angehoben werden. Zudem will die Gewerkschaft für ihre Mitglieder ein 13. Monatsgehalt durchsetzen.

    Nach Gewerkschaftsangaben bekommen etwa 500 000 der Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk, davon ein Großteil Frauen, den Branchenmindestlohn von 13,50 Euro pro Stunde. Sollte die Gewerkschaft ihre Forderungen durchsetzen, würde in dieser untersten Lohngruppe das Gehalt um 22,2 Prozent auf 16,50 Euro steigen.

    Kein Annäherung

    Die Arbeitgeber hatten die Tarifforderung bereits zuvor als "abenteuerlich" zurückgewiesen. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) argumentierte, die Inflation normalisiere sich mehr und mehr. Zugleich seien die Wirtschaftsaussichten insgesamt und die Stimmung bei den Unternehmen in der Branche trüb. "Die IG BAU blendet den wirtschaftlich schwierigen Kontext für unser industrienahes Dienstleistungshandwerk völlig aus", kritisierte der Vorsitzende der BIV-Tarifkommission, Christian Kloevekorn.

    Die Gewerkschaft verteidigte ihre Forderung: "Nach einer jüngsten Erhebung ist die Branche mittlerweile am untersten Ende der Einkommensskala angekommen, im Schnitt werden 2.400 Euro brutto pro Monat bezahlt", rechnete IG-BAU-Verhandlungsführerin Ulrike Laux, vor. Zudem hätten die Beschäftigten der Branche keinen Cent Inflationsausgleichsprämie bekommen. "Deshalb ist diese Forderung mehr als angemessen", betonte Laux./ben/DP/ngu





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