checkAd

    Unfälle mit autonomen Fahrzeugen  265  0 Kommentare Abbiegen und Dämmerung sind problematisch

    Für Sie zusammengefasst
    • Autonome Fahrzeuge haben geringeres Unfallrisiko als Menschen.
    • Ausnahmen bei Dämmerung und Abbiegen, hier höheres Risiko.
    • Fortschritte bei Sicherheit, aber noch unklare Unterschiede.

    ORLANDO (dpa-AFX) - Autonome Fahrzeuge sind einer Analyse zufolge in den meisten Situationen mit einem geringeren Unfallrisiko unterwegs als von Menschen gesteuerte. Doch es gibt Ausnahmen: Bei Dämmerung und beim Abbiegen seien Unfälle mit einem automatisierten Fahrzeug deutlich wahrscheinlicher, schreiben US-Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Communications".

    Mohamed Abdel-Aty und Shengxuan Ding von der University of Central Florida in Orlando hatten die Umstände von mehr als 37 000 Unfällen ausgewertet. An 2100 davon waren hoch- oder teilautomatisierte Fahrzeuge beteiligt - bei teilautomatisierten Autos muss stets jemand hinter dem Lenkrad sitzen und die Assistenzsysteme kontrollieren.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu BMW - Bayerische Motoren Werke AG!
    Short
    94,96€
    Basispreis
    0,61
    Ask
    × 14,61
    Hebel
    Long
    83,22€
    Basispreis
    0,62
    Ask
    × 14,37
    Hebel
    Präsentiert von

    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Zwar gebe es Fortschritte bei autonomen Fahrzeugen in Bezug auf die Sicherheit, schreiben die Studienautoren. Die genauen Unterschiede zwischen autonomen und von Menschen gesteuerten Fahrzeugen beim Unfallrisiko seien aber weitgehend unklar, weil es erst wenige Unfalldaten zu autonomen Fahrzeugen gebe.

    Die Forscher trugen nun aus mehreren amerikanischen Datenbanken Angaben zu Unfällen mit autonomen Fahrzeugen zusammen und verglichen sie mit mehr als 35 000 Unfällen von Fahrzeugen mit menschlichen Fahrern. An gut 15 Prozent der Unfälle mit menschlichen Fahrern waren demnach Fußgänger beteiligt, während es bei den autonomen Fahrzeugen nur 3 Prozent waren. Bei fast 20 Prozent der Unfälle von Menschen war vorher Unaufmerksamkeit oder schlechtes Fahrverhalten erkennbar.

    Andererseits passierten 5,5 Prozent der Unfälle mit autonomen Gefährten in Baustellenbereichen oder im Zusammenhang mit speziellen Vorfällen, etwa bei Unfällen anderer Verkehrsteilnehmer. Bei menschlichen Fahrern lag diese Quote nur bei etwas über 1 Prozent. Bei Auffahrunfällen entfielen 79 Prozent auf von Menschen gesteuerte Fahrzeuge. Und wenn autonome Fahrzeuge die Verursacher waren, fuhren sie in fast drei Viertel der Fälle (72 Prozent) nicht im automatisierten Modus - es war also ein Mensch verantwortlich.

    "Wir können daraus schließen, dass menschliche Fahrer im Vergleich zum autonomen Modus möglicherweise nicht so schnell reagieren oder das Objekt nicht rechtzeitig bemerken, um entsprechend zu reagieren", merken Abdel-Aty und Ding an.

    In einer speziellen Analyse berücksichtigten die Forscher auch die Verkehrsbelastung, das Wetter, die Fahrbahn, den Ort des Geschehens und andere Merkmale der Unfälle. Daraus erstellten sie Prognosen für die Wahrscheinlichkeit von Unfällen in bestimmten Situationen.

    Demnach liegt die Unfallwahrscheinlichkeit bei Regen für ein hochautomatisiertes Fahrzeug nur bei rund einem Drittel derjenigen eines vom Menschen gesteuerten Gefährts. Die Wissenschaftler erklären dies unter anderem damit, dass Radarsensoren autonomen Fahrzeugen einen Weitblick von bis zu 150 Metern ermöglichen, während der Mensch unter Umständen mit einem Zehntel der Sichtweite auskommen muss.

    Ein merklich höheres Unfallrisiko besteht bei autonomen Fahrzeugen allerdings bei schwierigen Sichtverhältnissen in der Dämmerung und beim Abbiegen. In der Dämmerung ist die Unfallwahrscheinlichkeit mehr als fünfmal so hoch, beim Abbiegen immer noch doppelt so hoch wie bei einem Fahrzeug, das von einem Menschen gesteuert wird.

    Insgesamt bewerten die Forscher das Unfallrisiko durch autonome Fahrzeuge positiv: "Basierend auf den Ergebnissen der Modellschätzung lässt sich der Schluss ziehen, dass hochautomatisierte Fahrsysteme aufgrund ihrer Objekterkennung und -vermeidung, präzisen Steuerung und besseren Entscheidungsfindung in den meisten Szenarien sicherer sind als von Menschen gesteuerte Fahrzeuge."/fm/DP/mis





    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    Unfälle mit autonomen Fahrzeugen Abbiegen und Dämmerung sind problematisch Autonome Fahrzeuge sind einer Analyse zufolge in den meisten Situationen mit einem geringeren Unfallrisiko unterwegs als von Menschen gesteuerte. Doch es gibt Ausnahmen: Bei Dämmerung und beim Abbiegen seien Unfälle mit einem automatisierten …

    Schreibe Deinen Kommentar

    Disclaimer