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     117  0 Kommentare Vierte DRV-Ernteschätzung 2024 / Niederschläge wirken sich nicht auf Erntemenge aus (FOTO)

    Berlin (ots) - Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet durch die
    regionalen Starkregenereignisse der vergangenen Wochen keine nennenswerten
    Auswirkungen auf die bundesweite Erntemenge beim Getreide. "Die teilweise
    sintflutartigen Regenfälle haben regional zu erheblichen Schäden geführt. Dies
    wirkt sich jedoch nicht auf die Gesamtmenge aus", erklärt
    DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler. Im Gegenteil: In vielen Regionen
    Deutschlands haben sich die Bestände aufgrund ausreichender Niederschläge und
    milder Temperaturen weiterhin positiv entwickelt.

    Was fehlt, ist Sonne. Seedler: "Das Pflanzenwachstum und damit auch die
    Erntemenge und -qualität werden stark von der Anzahl der Sonnenstunden
    beeinflusst. Diese fällt in diesem Jahr geringer als in den Vorjahren aus."
    Unterm Strich geht der DRV derzeit von einer geringfügig höheren Ernteprognose
    als im Vormonat aus. Konkret erwartet der Verband aktuell gut 42 Millionen
    Tonnen Getreide und rund 3,9 Millionen Tonnen Raps.

    Gefahr von Fusarium-Befall steigt

    Mit Blick auf die Qualität der Ernte betont Seedler: " Aufgrund der feuchtwarmen
    Witterung können wir nicht ausschließen, dass es zu einem höheren Befall mit
    Schadpilzen wie zum Beispiel Fusarium kommt." Der Weizen als wichtigste
    Getreideart in Deutschland besitzt eine hohe Anfälligkeit für diesen Pilz,
    Roggen und Gerste sind weniger betroffen. "Die Raiffeisen-Genossenschaften
    nehmen dieses Risiko sehr ernst und prüfen die Situation auf den Äckern
    regelmäßig durch Vorerntemonitorings. Darüber hinaus bereiten sie ihre
    Mitarbeitenden durch zusätzliche Schulungen auf die besondere Situation vor. So
    stellen sie sicher, dass bei der Annahme des Ernteguts belastete von
    unbelasteten Partien sicher getrennt und eingelagert werden", verdeutlicht der
    DRV-Experte.

    Mähdrescher stehen in den Startlöchern

    Sollte das Wetter warm und sonnig werden, wird in den Frühdruschgebieten die
    Ernte in den kommenden Tagen starten. Als erstes wird die Wintergerste
    gedroschen. Sie reift bundesweit zügig ab. Im Norden und Osten, wo die Ernte
    witterungsbedingt später beginnt, dürfte sie in nennenswertem Umfang Anfang Juli
    starten.

    Nach der Wintergerste werden Raps, Weizen und Roggen sowie anschließend das
    Sommergetreide gedroschen. Seedler: "Der konkrete Erntezeitpunkt wird vom
    Witterungsverlauf bestimmt. Alle erhoffen sich nun warmes und sonniges Wetter,
    das das Getreide schnell reifen lässt."

    Details zur Schätzung: Siehe Tabellen (https://www.raiffeisen.de/sites/default/f
    iles/2024-06/2024-06-19_PM_DRV_Vierte%20Erntesch%C3%A4tzung_Tabellen_Presse.pdf)

    Hier (https://www.youtube.com/watch?v=wRxLbOJYmfE) gelangen Sie zum
    Video-Interview zur vierten DRV-Ernteschätzung mit Guido Seedler.

    Weitere Informationen: Guido Seedler, DRV-Warenwirtschaft,

    Tel. 030 856214-410, E-Mail: mailto:seedler@drv.raiffeisen.de

    Über den DRV

    Der DRV ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften und
    genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und
    Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel
    erzielen die 1.656 Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der
    Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Produkte mit 114.000 Mitarbeiterinnen
    und Mitarbeitern sowie 6.000 Menschen in Ausbildung einen Umsatz von 82,6
    Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit
    Eigentümer der Genossenschaften.

    Der DRV ist registrierter Interessenvertreter im Sinne des Lobbyregistergesetzes
    (Registernummer: R001376) und hat den Verhaltenskodex des Deutschen Bundestages
    und der Bundesregierung akzeptiert.

    Pressekontakt:

    Marcus Gernsbeck
    Deutscher Raiffeisenverband e.V.
    Pressesprecher
    Pariser Platz 3
    10117 Berlin
    Mobil: +49 172 7196856
    mailto:presse@drv.raiffeisen.de
    http://www.raiffeisen.de

    Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6949/5804829
    OTS: Deutscher Raiffeisenverband



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