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    Wells-Fargo-Studie  4781  0 Kommentare Steigende Kurse nach Zinssenkungen? Das spricht dagegen!

    Viele Anleger fiebern in der Hoffnung auf weiter steigende Aktienkurse der ersten Zinssenkung durch die US-Notenbank entgegen. Doch so einfach ist es nicht.

    Neben der anhaltenden Begeisterung für Künstliche Intelligenz wird die Rallye am US-Aktienmarkt auch durch die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen befeuert.

    Die Erwartungen an eine Zinswende sind hoch

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    Dass der Markt seine Erwartung von sechs Zinsschritten zu Beginn des Jahres auf inzwischen nur noch ein bis zwei Senkungen der US-Leitzinsen reduziert hat, scheint dabei nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.

    Längst hat sich unter den Anlegern das Narrativ verbreitet, dass sinkende Zinsen zu steigenden Aktienkursen führen würden – etwa, weil institutionelle Anleger Kapital aus Geldmarkt- in Aktienfonds umschichten könnten.

    Zinssenkungen = Steigende Kurse?

    Doch so einfach ist es nicht, wie eine jüngst veröffentlichte Studie der US-Großbank Wells Fargo ergeben hat. Austin Pickle, ein Analyst für Investmentstrategien, hat untersucht, wie viel Zeit zwischen der ersten Zinssenkung und dem anschließenden Tief darauffolgender Korrekturen vergangen ist.

    Das Ergebnis gibt wenig Anlass zur Hoffnung, dass Aktien tatsächlich von einer möglichen Zinswende noch in diesem Jahr profitieren könnten.

    ... so einfach ist es nicht!

    Bei insgesamt zehn untersuchten Zinswenden der US-Notenbank folgte ein mittlerer Drawdown von 20 Prozent nach durchschnittlich 250 Tagen. Positive Ausnahmen bildeten nur die Jahre 1980, 1994 und 1995. Hier kam es nach kurzer Zeit zu nur geringen Korrekturen.

    In der Mehrheit sind aber kräftige Korrekturen, so etwa 1974, 1981 und 2019, als der Markt jeweils rund 20 Prozent gefallen ist und nur die Dauer der Drawdowns variierte – zwischen 100 und 450 Tagen.

    Besonders brutal ging es nach Zinssenkungen 2001 und 2007 zur Sache: Hier verlor der S&P 500 über 40 beziehungsweise sogar über 50 Prozent an Wert, während das Bärenmarkttief erst eineinhalb Jahre später erreicht wurde.

    S&P 500

    -0,19 %
    -1,62 %
    +1,49 %
    +10,95 %
    +22,46 %
    +27,27 %
    +86,08 %
    +179,77 %
    +405,29 %
    ISIN:US78378X1072WKN:CG3AA5

    Motive unter Ursachen für Zinssenkungen entscheidend

    Anleger sollten sich laut dem Wells-Fargo-Analysten darauf konzentrieren, was die Überlegungen hinter Zinssenkungen seien: "Sollte die Fed ihre Geldpolitik anpassen, um fallenden Inflationsraten mit einem niedrigeren Realzins zu folgen, dürften Aktien wahrscheinlich weiterhin gut performen."

    "Sollte andererseits die Fed aber dazu gezwungen sein, ihre Zinsen aggressiv zu senken, etwa in Reaktion auf eine Verschlechterung der makroökonomischen Bedingungen oder einem unerwarteten Marktereignis, erwarten wir eine schwache Aktienmarktperformance", so Austin Pickle in seiner Studie.

    Entscheidend ist aus der Perspektive des Research-Teams also nicht das "Ob", sondern das "Warum" hinter möglichen Leitzinssenkungen. Diese Fragestellung sollten sich Anleger zu Herzen nehmen, denn Notenbanken senken ihr Zinsniveau nicht aus Gefälligkeit gegenüber Aktienanlegern, sondern in aller Regel, um auf konkrete (Geld-)Marktbedingungen zu reagieren.

    Fazit: Anleger sollten aus anderen Gründen optimistisch bleiben

    Der pauschale Schluss, sinkende Zinsen seien gut für Aktienkurse, greift daher viel zu kurz. Ungeachtet seiner mahnenden Worte kann der Analyst von Wells Fargo aber nicht als Bär bezeichnet werden. Für 2024 sieht er einen Jahresendwert von 5.100 bis 5.300 Punkten für den S&P 500.

    Dieser soll sich dann in 2025 auf bis zu 5.800 Punkte steigern. Steigende Kurse am Aktienmarkt sieht Austin Pickle durch eine eingehegte Inflationsentwicklung und ein "solides Wirtschaftswachstum" abgesichert.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonMax Gross
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