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    Chartanalyse  14449  0 Kommentare Albemarle: Wie viel tiefer denn noch?

    Zwischenzeitlich sah die Bodenbildung der Aktie von Albemarle vielversprechend aus. Davon kann nach einem neuen Mehrjahrestief aber keine Rede mehr sein.

    Das Jahr hatte für Lithium-Werte durchaus vielversprechend begonnen: Nach einer mehr als einjährigen Talfahrt schienen sich die Preise für Lithium und Verbindungen wie Lithium-Carbonat zu stabilisieren.

    Hoffnungen auf eine Erholung der Lithium-Preise sind dahin

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    Außerdem zeigten sich Analysten und Branchen-Insider wie der CEO von Rio Tinto, einem der weltweit größten Bergbaukonzerne, zuversichtlich für ein Comeback des weißen Goldes.

    Das verhalf der Aktie von Albemarle, dem größten Hersteller von Lithium-Verbindungen zu einer Bodenbildung und mehreren vielversprechenden Anstiegsversuchen.

    Von diesen ist aktuell aber nichts mehr zu sehen. Unter dem Eindruck nun doch wieder fallender Lithium-Preise hat auch Albemarle an Boden verloren – im wahrsten Sinne des Wortes.

    Wie schlimm steht es um die Aktie von Albemarle?

    Wie tief kann es für die Aktie jetzt gehen, nachdem in den vergangenen Tagen ein wichtiger Unterstützungsbereich aufgegeben wurde?

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    Übergeordneter Abwärtstrend unverändert intakt

    Die grundsätzliche Ausgangslage der Aktie ist ein Abwärtstrend. Gemeinsam mit den Lithium-Preisen erzielte Albemarle im November 2022 ein Allzeithoch, seither befindet sich das Papier auf Talfahrt.

    In den letzten Monaten gelang es den Käufern, den in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres noch sehr dynamischen Abwärtstrend etwas auszubremsen. Die erhoffte Trendwende gelang jedoch nicht.

    Bodenbildung unter schwierigen Vorzeichen

    Wenngleich der Aktie eine Bodenbildung mit der Basis zwischen 110 und 115 US-Dollar gelungen war, deuteten die niedrigeren Hochs auf anhaltendes Verkaufsinteresse hin, wenngleich die Käufer Abwärtstendenzen immer wieder auch bereits an der 50-Tage-Linie einfangen konnten.

    Genau das ist vor drei Wochen nicht mehr geglückt, was auch damit zu tun hatte, dass sich die 50-Tage-Linie an einer Trendwende versuchte und damit etwas höher lag als bei früheren Abwärtsbewegungen.

    Folgenschwerer Kursrutsch

    Das Unterschreiten der 50-Tage-Linie unterhalb der Unterstützung bei 125 US-Dollar sowie nach einem erfolglosen Ausbruchsversuch über die Oberkante des Abwärtstrends führten schließlich gemeinsam mit den fallenden Preisen für Lithium-Carbonat zu einem hohen Verkaufsdruck.

    Dem fiel auch der im vergangenen halben Jahr bewährte Unterstützungsbereich bei 110 US-Dollar zum Opfer, was zum Aufsetzen auf der Marke bei 100 US-Dollar führte. Hier liegt eine im Jahr 2020 gebildete Unterstützung.

    Neue 52-Wochen- beziehungsweise in diesem Fall sogar neue Mehrjahrestiefs gelten als technische Verkaufssignale. Das bedeutet, dass mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden muss. Darauf deutet auch der Trendstärkeindikator MACD hin, der gegenwärtig weit im Minusbereich liegt und damit einen Abwärtstrend der Aktie anzeigt.

    Aktie inzwischen stark überverkauft

    Es besteht allerdings der berechtigte Verdacht, dass der Aktie trotz der schwer angeschlagenen Situation ein Konter gelingen könnte, denn der Relative-Stärke-Index ist mit einem Wert von 21,7 Punkten tief im überverkauften Bereich angelangt. Ein kurzfristiger Rebound wird dadurch zunehmend wahrscheinlich.

    Der weitere Kursverlauf würde dann durch die Folgereaktion bestimmt werden: Prallt die Aktie an ihrer vorigen Unterstützung bei 110 bis 115 US-Dollar ab, wäre dieser als neuer Widerstand bestätigt und die Aktie dürfte Kurs auf 90 US-Dollar nehmen, wo auch die Unterkante des gegenwärtigen Abwärtstrends liegt.

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    Fazit: Die Lage ist angespannt, aber nicht aussichtlos

    Gelingt es Albemarle hingegen, ihre alte Unterstützung zurückzuerobern, ist eine Erholung bis zur 50-Tage-Linie oder 125 US-Dollar denkbar. Das entspräche einem Kurspotenzial von immerhin 25 Prozent bei einem gegenwärtigen Abwärtsrisiko von rund 10 Prozent.

    Prozyklische Kaufsignale hingegen liegen erst jenseits von 125 US-Dollar wieder vor. Da sich hier neben der Abwärtstrendoberkante auch die 200-Tage-Linie in Schlagdistanz tummelt, sollten prozyklisch agierende Anleger das Überspringen dieses Kursbereiches für ein Engagement abwarten.

    Wer noch nicht investiert ist, das aber tun will, kann das gleich mit einem Stopp-Loss bei 90 US-Dollar tun oder sich noch etwas gedulden und die mögliche Wiedereroberung der Unterstützung zwischen 110 und 115 US-Dollar abwarten.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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