checkAd

    Gefährliche Überbewertung?  65337  2 Kommentare KI-Blase? Vermögensverwalter BlackRock hält dagegen!

    Die Kritik an hohen Bewertungen gegenüber KI-Aktien reißt nicht ab. Jetzt hat sich der größte Vermögensverwalter der Welt in die Diskussion eingeschaltet.

    Nvidia stößt Microsoft vom Thron: Die neue Cisco?

    Am Dienstag ist das vor wenigen Wochen noch Undenkbare geschehen: Halbleiter-Unternehmen Nvidia hat Microsoft als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt abgelöst. Das ist das sichtbarste Zeichen der unverändert großen Begeisterung, die der Markt KI-Werten derzeit entgegenbringt.

    Die anhaltende Rallye von KI- und Halbleiteraktien hat aber nicht nur Fans. Eine wachsende Zahl von Kritikern warnt vor hohen Bewertungen, überzogenen Erwartungen – und Parallelen zum Dotcom-Boom in den Jahren 1999 und 2000. Damals konnte der Netzwerkausrüster Cisco Microsoft vom Thron als wertvollstes Unternehmen der Welt stoßen.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu S&P 500!
    Short
    5.977,25€
    Basispreis
    4,72
    Ask
    × 11,03
    Hebel
    Long
    4.910,60€
    Basispreis
    5,21
    Ask
    × 10,94
    Hebel
    Präsentiert von

    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Branchenschwergewicht bringt sich in die Diskussion ein

    Jetzt bringt sich niemand Geringeres als BlackRock in die Diskussion ein. Der Finanzdienstleister ist der nach verwaltetem Kapital größte Vermögensverwalter der Welt. Die Einschätzungen von CEO Larry Fink und den Experten des Unternehmens besitzen in der Finanzbranche daher ein hohes Gewicht.

    Am Dienstagabend meldete sich Jean Boivin, der Chef von BlackRocks Analyse- und Research-Abteilung zu Wort und bekräftigte in einer Mitteilung an Anleger: "Die KI-Rallye ist unserer Ansicht nach durch [steigende] Unternehmensgewinne unterstützt und verfügt über weiteres Aufwärtspotenzial. Wir sehen keine KI-Blase."

    Vergleiche mit 1999/2000? Laut BlackRock unangemessen!

    Vergleichen mit der Dotcom-Bubble erteilte er eine Absage und verwies darauf, dass die Unternehmen von heute gegenüber den Dotcom-Titeln zur Jahrtausendwende eine hohe Profitabilität aufweisen und deshalb in einem starken Kontrast stehen würden:

    "Gesunde Unternehmensfinanzen und ein hohes Momentum bei den Gewinnen unterstützen eine risikoaffine Betrachtungsweise", bekräftigte Boivin seine Einschätzung. Trotzdem sieht er den KI-Boom nicht ohne Risiko: Die immensen Investitionen in die dafür nötige Infrastruktur könnten kurzfristig zu einem Anstieg der Inflation führen.

    "Der Boom von Investitionskosten und die hohe Nachfrage nach Rohstoffen könnte zu Flaschenhälsen führen, was bedeutet, dass KI kurzfristig wahrscheinlich inflationär wirkt, ehe langfristig Potenziale für nachlassenden Inflationsdruck freigesetzt werden dürften."

    US Tech 100

    -3,13 %
    +8,05 %
    +22,99 %
    +26,14 %
    +140,04 %
    +376,50 %
    +4.682,01 %
    ISIN:US6311011026WKN:A0AE1X

    KI-Werte sind aktuell der Markt

    Der Technologieindex Nasdaq 100 hat in diesem Jahr bereits um 18 Prozent zugelegt, während sich der US-Gesamtmarktindex S&P 500 um 15 Prozent steigern konnte.

    Allerdings sind die Kurszuwächse gegenwärtig sehr ungleich verteilt: Während einige wenige Indexmitglieder, allen voran Mega-Cap-Titel wie Apple, Microsoft und Nvidia, auf immer neue Höhen steigen, handelt eine wachsende Zahl an Einzelwerten in Abwärtstrends.

    Die fehlende Marktbreite gilt durchaus als Warnsignal, auch weil die Indexkonzentration besonders hoch bewerteter Unternehmen inzwischen tatsächlich so hoch ist, wie zuletzt vor dem Platzen der Dotcom-Blase.

    Fazit: Zweifel sind angebracht

    Dazu kommt, dass gerade Highflyer wie Nvidia, Broadcom und Super Micro Computer nur dann als fair bewertet gelten dürfen, wenn sich erstens die derzeit prognostizierten Gewinnsteigerungen tatsächlich einstellen und zweitens sich die Aktien jahrelang nicht mehr vom Fleck bewegen würden.

    Branchenübliche Bewertungen würden auf Basis der gegenwärtigen Gewinnschätzungen erst in vier bis sechs Jahren wieder vorliegen. Ein Beispiel: Das langjährige Bewertungsmittel für Broadcom liegt bei etwa 18. Gegenwärtig handelt die Aktie mit einem KGV von rund 48, während erst für das Geschäftsjahr 2027/2028 wieder ein für die Aktie übliches Bewertungsvielfaches erreicht wäre.

    Völlig von der Hand zu weisen ist die anhaltende Kritik über hohe Bewertungsniveaus daher nicht. Bei aller Begeisterung über scheinbar endlose Aufwärtstrends sollten Anleger nicht zu jedem Preis kaufen.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

    KI-Champions: Drei Top-Werte, die Ihr Portfolio revolutionieren! Fordern Sie jetzt hier den brandneuen Sonderreport an und erfahren Sie, wie Sie von den enormen Wachstumschancen im Bereich Künstliche Intelligenz profitieren können – 100 Prozent kostenlos.

    Der Analyst erwartet ein Kursziel von 20121,56Pkt, was eine Steigerung von +5,00% zum aktuellen Kurs entspricht. Mit diesen Produkten können Sie die Kurserwartungen des Analysten übertreffen.
    Übernehmen
    Für Ihre Einstellungen haben wir keine weiteren passenden Produkte gefunden.
    Bitte verändern Sie Kursziel, Zeitraum oder Emittent.
    Alternativ können Sie auch unsere Derivate-Suchen verwenden
    Knock-Out-Suche | Optionsschein-Suche | Zertifikate-Suche
    WerbungDisclaimer



    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!


    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.


    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.


    Mehr anzeigen

    Verfasst vonMax Gross
    Gefährliche Überbewertung? KI-Blase? Vermögensverwalter BlackRock hält dagegen! Die Kritik an hohen Bewertungen gegenüber KI-Aktien reißt nicht ab. Jetzt hat sich der größte Vermögensverwalter der Welt in die Diskussion eingeschaltet.

    Schreibe Deinen Kommentar

    Kommentare

    Avatar
    17.07.24 08:23:57
    Lediglich durchwachsene Zahlen von ASML, wenn der Sektor so boomt, wie kann es dann zu einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr kommen?!
    Avatar
    22.06.24 12:17:42
    Verfolgt Blackrock nun auch nur noch die von GS jahrzentelang praktizierte Strategie?
    Also im Hoch noch die allerletzten Lemminge in diese nun gnadenlos überbewertete KI-Gigabubble hineinziehen.
    War ja mal so klar, dass es damit dann auch umgehend zu einem Rücksetzer kommen mußte.
    Gier frisst Hirn. Das wissen, und genau das nutzen die Jungs am längeren Hebel!
    Nur meine Meinung!

    Disclaimer