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    Earnings Season  4697  0 Kommentare Aurora Cannabis: Schmerzhafte Verluste nach neuen Zahlen!

    Das kanadische Hanf-Unternehmen Aurora Cannabis hat seine Verluste im vergangenen Quartal deutlich reduziert. Anleger honorierten das zunächst mit Kursgewinnen.

    Für Sie zusammengefasst

    Das auf Medizinalcannabis spezialisierte Unternehmen Aurora Cannabis hat am Donnerstagmittag seinen Geschäftsbericht für das abgelaufene Quartal präsentiert: Zwar bleibt die Ertragslage schwierig, gegenüber dem Vorjahr haben die Kanadier ihre Verluste aber deutlich verringern können.

    Gefragtes Medizinalcannabis sorgt für Umsatzwachstum

    Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,4 Prozent auf 67,4 Millionen kanadische Dollar (CAD), das entspricht umgerechnet rund 49 Millionen US-Dollar. Dank einer höheren Nachfrage aus Australien und Europa kletterten die Erlöse in der Medizinalsparte um 20 Prozent, während sie in der Konsumentensparte um rund ein Drittel niedriger ausgefallen sind.

    Gegenüber dem Vorjahr ist der bereinigte EBDITA-Gewinn leicht gefallen. Nach rund 2 Millionen CAD erwirtschaftete Aurora Cannabis nun einen operativen Ertrag von 1,9 Millionen CAD – das dürfte für den Handel am Donnerstag allerdings kaum eine Rolle spielen.

    Nettoverlust deutlich reduziert

    Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte dem deutlich reduzierten Nettoverlust gelten, denn den konnten die Kanadier von 76,2 Millionen CAD vor 12 Monaten auf 20,8 Million CAD in den vergangenen drei Monaten reduzieren.

    Damit ist das Unternehmen der dringend herbeigesehnten Profitabilität ein ganzes Stück nähergekommen. Derzeit verfügt das Unternehmen über eine liquide Reserve in Höhe von 180 Millionen CAD.

    Weiteres Wachstum erwartet

    Für das kommende Quartal zeigte sich Aurora Cannabis zuversichtlich, ein Umsatzwachstum im Bereich von 15 Prozent zu erzielen zu können. Auch soll der bereinigte EBITDA-Gewinn weiter ansteigen – einerseits durch den höheren Umsatz, andererseits auch aufgrund höherer Margen. Damit soll auch der Cashflow steigen und den Druck auf die finanziellen Reserven mindern.

    Aurora Cannabis

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    -1,48 %
    +17,68 %
    -19,38 %
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    -99,25 %
    -79,26 %
    -78,85 %
    ISIN:CA05156X8504WKN:A4ZZ0W

    Starke Eröffnung wird abverkauft

    Am Markt kam das von Aurora Cannabis vorgelegte Quartalsergebnis zunächst gut an. In der US-Vorbörse legte die Aktie zeitweise um mehr als 6 Prozent zu. Die starke Eröffnung wurde aber rasch abverkauft, sodass die Anteile das Vorzeichen wechselten und am Nachmittag mit einem Minus von rund 5 Prozent notierten.

    Übergeordnet befindet sich die Aktie jedoch auf Erholungskurs. Gegenüber dem Stand vor einem Jahr hat das Papier rund 2 Prozent zulegen können – daran hatte vor allem die Rallye im April großen Anteil, als Bewegung in die geplante Dekriminalisierung und die voranschreitende Legalisierung der Droge in den USA gekommen war.

    Fazit: Wichtiger Schritt, aber weiter kein Investment wert

    Dank einer deutlichen Steigerung in seinem Medizinalcannabis-Geschäft hat Aurora Cannabis seine Erlöse steigern und gleichzeitig seinen Nettoverlust signifikant reduzieren können. Das sind wichtige Schritte in die richtige Richtung.

    Auch der Ausblick auf das kommende Quartal ist ansprechend, dürfte aber kaum zum Erreichen von Profitabilität genügen, womit das Business der Kanadier ein defizitäres bleibt. Das ist angesichts der ausreichenden Finanzreserve des Unternehmens für den Moment verkraftbar – spricht aber nicht für einen Investment-Case.

    Das gilt ähnlich wie in der Wasserstoffbranche auch für die meisten Cannabis-Aktien. Daher verpasst man als Anleger derzeit nicht allzu viel, hier nicht investiert zu sein.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Die Aurora Cannabis Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -3,24 % und einem Kurs von 5,07EUR auf Tradegate (20. Juni 2024, 15:56 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonMax Gross
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