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    Aktienbewertung  41645  0 Kommentare Sartorius-Aktie: Ist sie nach 63,9 Prozent Kursrückgang jetzt ein Kauf?

    Sartorius-Aktien haben deutlich korrigiert. Wie geht es mit ihnen und dem Unternehmen weiter?

    Für Sie zusammengefasst

    Sartorius-Aktien erlebten nach der Finanzkrise 2008 bis Ende 2021 einen beispiellosen Boom. Der Anbieter von Labor- und Bioprozesstechnologien profitierte vom Wachstum des Biopharma-Marktes, strategischen Akquisitionen und einer damit verbundenen Erweiterung des Produktportfolios sowie einer Stärkung der Marktposition, neuen Innovationen, einem Ausbau der Kapazitäten, den niedrigen Zinsen, der Coronapandemie und einem daraus resultierenden starken Ertragswachstum.

    Doch was nur eine detaillierte Analyse aufzeigt, ist, dass die Aktien während dieses Zeitraumes auch deutlich stärker als die Ergebnisse stiegen. Infolgedessen kletterte die Bewertung langsam in die Höhe. Während beispielsweise das Kurs-Gewinn-Verhältnis 2008 noch bei 9,5 lag, erreichte es Ende 2021 einen Rekordwert von 136,5.

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    Warum sind Sartorius-Aktien gefallen?

    Neben der Bewertung spielen die gestiegenen Leitzinsen und eine Geschäftsnormalisierung nach der COVID-19-Pandemie eine entscheidende Rolle.

    Sartorius besaß Ende 2023 eine Eigenkapitalquote von 28,2 Prozent und finanziert sich hauptsächlich über Fremdkapital. Aufgrund der gestiegenen Zinsen sind die Finanzierungskosten zuletzt gestiegen, die wiederum das Ergebnis belasten.

    Sartorius war aber auch ein Profiteur der Coronapandemie. So ist der Gewinn zwischen 2019 und 2022 von 157 auf 678 Millionen Euro gestiegen. Da die Nachfrage nach Laborinstrumenten und -verbrauchsmaterialien anschließend einbrach, konnte Sartorius seinen hohen Gewinn nicht mehr halten, der 2023 auf 205,2 Millionen Euro zurückfiel.

    Sartorius Vz.

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    ISIN:DE0007165631WKN:716563

    Exzellente Marktstellung

    Sartorius verfügt dennoch über eine exzellente Investmentqualität, die langfristig für eine überdurchschnittliche Aktienkursentwicklung entscheidend ist.

    So gehört der Konzern im Bereich der Bioprozesstechnologie zu den führenden Anbietern. Dazu gehören Produkte und Lösungen für die Herstellung von Biopharmazeutika wie Filtration, Fermentation, Zellkultur, Medien- und Puffervorbereitung sowie Reinigungsverfahren. Sie sind für die Entwicklung und Herstellung von Medikamenten unentbehrlich.

    Im Segment Lab Products & Services produziert Sartorius Laborinstrumente und -verbrauchsmaterialien für Forschungs- und Qualitätskontrollanwendungen einschließlich Waagen, Pipetten, Mikroplatten und Reagenzien, die langfristig ebenfalls weiterhin gefragt bleiben und genießt darüber hinaus eine gute Marktstellung.

    Hinzu kommt, dass sich der überwiegende Teil der Aktien weiterhin im Besitz der Gründerfamilie befinden, die auch zukünftig eine positive Geschäftsentwicklung anstrebt.

    Wie es weitergehen könnte?

    Im ersten Quartal 2024 baute Sartorius seinen Lagerbestandsüberhang weiter ab, verbuchte aber bereits einen wieder anziehenden wechselkursbereinigten Auftragseingang von knapp zehn Prozent.

    Für das Gesamtjahr 2024 geht das Management „unverändert von einer moderat verlaufenden ersten Jahreshälfte und einer unterjährig zunehmenden Geschäftsdynamik“ aus. Vorsichtige Investoren könnten deshalb abwarten, bis sich eine Geschäftsbelebung tatsächlich in den Ergebnissen abzeichnet.  

    Die Aktienbewertung hat sich hingegen bereits verbessert. Dennoch ist sie aus meiner Sicht auch heute noch nicht günstig.

    Fazit Sartorius

    Sartorius verfügt in seinen Segmenten Bioprocess Solutions und Lab Products & Services weiterhin über eine sehr gute Marktstellung und langfristig über positive Wachstumsperspektiven. Dennoch bleibt es abzuwarten, wann sich die Ergebnisse tatsächlich stabilisieren.  

    Autor: Christof Welzel, wallstreetONLINE Redaktion


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