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     9909  0 Kommentare H2-Update: Plug Power schnappt sich europäischen Kunden. 25 MW Elektrolyseur als Appetizer?

    Bild BMW Group. Tweet vom 16.06. über „Hydrogen Fueled Logistics“ – mit erkennbarer Plug Power Brennstoffzelle

    Plug Power – Wasserstoffaktie mittlerweile mehrfach totgesagt an der Börse. Immer wieder neue Tiefs getestet in den letzten Monaten. Und die Analysten streichen quasi im Wochentakt ihre Kursziele zusammen. Vorbei die Zeiten als durch die Bank fast alle Analysten sich mit neuen Kurszielen überboten. The sky is the limit. Vorbei.
    Günstige Einstiege für die ewigen Optimisten, heisser Short für die Hedgefonds? Ein Unternehmen, das mit ihrem operativen Geschäft noch nie Gewinn gemacht hat. Mit angekündigt zukünftig kräftigen Umsatzsteigerungen und „potentiellen Auftragspipelines“, die auf Jahre Wachstumsraten im höheren zweistelligen Prozentbereich liefern könnten. Was natürlich bei entsprechenden Skalen- und Effizienzgewinnen den Break-Even bringen könnte. Aber eine „potentielle Auftragspipeline“, die seit Monaten zu keinem wirklichen Grossauftrag geführt hat.Dabei das Problem allerEelktrolyseur-Produzenten – ungelöst.

    FID’s lassen auf sich warten. Staatliche Programme sind gefordert. Schnellere Umsetzung. Wäre für Plug Power eine Segen. Gerade nach Barrasso’s Vetternwirtschfatsvorwürfen.

    Und nicht nur für die Amerikaner. Derzeit sind die entsprechenden Machbarkeitsstudien oder sogenannte Basic Engineering and Design Packages (BEDP) laut Plug Power für rund 7,5 GW Elektrolyseurkapazität „in Mache“. Wenn hier „demnächst“ Investitionsentscheidungen fallen sollten, sähe es möglicherweise für die Amerikaner wieder rosiger aus. Und das Vertrauen der Märkte in Plug Power stieg im Mai, als man die lang erhoffte Kreditgarantie des DoE über 1,66 Mrd USD erhielt – zur Finanzierung von bis zu 6 H2-Produktionsstätten in den USA. Aber vielleicht hatte man sich zu früh gefreut.

    Varta Aktie heute wieder einmal unter Druck. Prognose reduziert, Energiespeicher diesmal der Grund.Restrukturierung erschwert. Was kommt noch?
    PNE bewegt sich. Nach Verkauf der über 3 GW-US-Projektpipeline setzt man nun auf die Marktwirtschaft, um das Geschäft planbarer zu machen.
    Nordex braucht profitable Aufträge mit langen Wartungsverträgen. Und hier kann man in den letzten Wochen auf dem Heimatmarkt punkten.
    SMA Solar musste um 22:30 Uhr die weisse Fahne schwenken – Prognose nicht mehr zu halten. Mittwoch urteilte der Markt.

    Während die Anleger hoffnungsfroh darauf warteten, dass aus der bedingten Kreditgarantie eine unbedingte wird, gab es vor 14 Tagen Irritationen. Der US-Senator John Barrasso, Mitglied im Ausschuss für Energie und natürliche Ressourcen, äusserte Bedenken hinsichtlich der Kreditgarantie für Plug Power – er sah Interessenskonflikte  bei Jigar Shah, dem Direktor des Büros für Darlehensprogramme (Loan Programs Office). Auch wenn diese Vorwürfe vorerst zurückgewiesen wurden, bleibt eine gewisse Unsicherheit bis zur endgültigen Klärung.

    Heute mal was Positives – Plug Power gewinnt wohl grösseren Kunden mit einem Initialauftrag über 5 mal 5MW-Elektrolyseurcontainer.

    Mit einem Auftrag über 25 Megawatt PEM-Elektrolyseure für einen ungenannten Kunden in Europa kann man zufrieden sein – wenn auch nicht, oder noch nicht, im dreistelligen MW-Bereich. Im Rahmen des Projekts sollen im ersten Schritt fünf 5-MW-PEM-Elektrolyseure von Plug in Containern eingesetzt, um die CO2-Bilanz des Unternehmens durch die Nutzung von grünem Wasserstoff zu verbessern.

    „Die Auswahl der Technologie von Plug für dieses Projekt ist ein klares Beispiel für unsere etablierte Branchenexpertise und bewährte Technologie„, sagte Andy Marsh, CEO von Plug. „Branchenexperten haben das immense Marktpotenzial für grünen Wasserstoff in Europa als Schlüsselfaktor für das Erreichen der Dekarbonisierungsziele der Europäischen Union hervorgehoben. Dies stellt eine große Chance für Plug dar, und wir verfügen über das Marktwissen und die Technologie, um einen wesentlichen Beitrag zu leisten.“

    Plug Power relativ gut in Europa unterwegs.

    Unter anderem arbeite Plug Power derzeit an einem 100-MW-PEM-Elektrolyseur für Galp, ein Öl- und Gasunternehmen in Südeuropa, und nehme mehrere 5-MW-Elektrolyseursysteme für Branchen wie Glasherstellung, Aluminiumrecycling und Stahlherstellung in Betrieb. Darüber hinaus führe das Unternehmen derzeit 7,5 Gigawatt (GW) an Basic Engineering and Design Package (BEDP) Verträgen aus. Und der Rest steh twohl auf Hold – wie die Pläne der Green Hydrogen Produktion in Belgien – bis entsprechende Zuschüsse belastbar bestätigt sind. Womit wir wieder beim Anfangsproblem sind – ohne berechenbare, staatliche Garantien, Zuschüsse ist grüner Wasserstoff noch nicht wirtschaftlich zu gewinnen oder einzusetzen. Und es bleibt dabei: Die Ungeduld der Player steigt, gerade bei den finanziell schwachbrüstigen – reicht es noch bis zu den erhofften Grossaufträgen.

    Adobe Aktie KAUFEN. Denn Experten vom Platow Brief sehen bei den Amerikanern Perspektiven – KI-Investitionen sollen der Aktie Flügel verleihen.
    The Platform Group hat ehrgeizige Wachstumspläne. Und für das „anorganische“ würden 25 Mio EUR aus geplanter Anleiheemission passen. Attraktiv?
    SFC Energy Aktie 2. Blick wert? Denn Folgeauftrag bestätigt den Eindruck durch die starken Q1-Ergebnisse – Gewinn verdreifacht! Und Umsatz plus 50%!
    United Internet hat sowieso an seiner Telecolumbus Beteiligung wenig Freude gehabt. Und jetzt gibt’s noch Ärger mit dem Co-Investor.
    Ob Plug Power dazugehört – den schwachbrüstigen – entscheidet auch das DoE durch die Antwort an senator Barrasso.

    Auf jeden Fall soll allein der heute gemeldete Initialauftrag auf bis zu 2 GW erweitert werden können – wenn die Förderlandschaft stimmt. Was ungesagt bleibt in der heutigen Unternehmensmeldung aus Richmond. So bleibt es bei der Aussage, dass dieser Vertrag den Beginn einer langfristigen Partnerschaft markiere und der erste Schritt zur Dekarbonisierung des Betriebs des Kunden sei. Und dann: Das Projekt werde in Phasen entwickelt, mit der Möglichkeit einer Erweiterung der Elektrolyseur-Kapazität auf bis zu zwei GW. Schön wäre es für Plug Power und alle Stakeholder der Amerikaner.

    Carl Zeiss Meditec Aktie heute tiefrot. Prognose musste gesenkt werden. Insbesondere Ertragsprobleme belasten. Temporär? Längere Zeit?

    Und zur Erinnerung Plug Power wurde neben der Kreditgarantie, bedingt, vom DoE auch mit Subventionen bedacht. Denn es gab Geld für insgesamt neun Projekte mit Plug Power Beteiligung im Rahmen des Bipartisan Infrastructure Law. „Plug schätzt die Initiativen des DOE zur Herstellung sauberer Energie und die angekündigten Fördermassnahmen und ist begeistert davon. Wir glauben, dass sie einen tiefgreifenden Einfluss auf die branchenführenden Fertigungskapazitäten von Plug im Bereich der Brennstoffzellen- und Elektrolyseure MEAs (Membrane Electrode Assemblies) und Stacks haben werden„, sagte dazu damals Andy Marsh, CEO von Plug.

    Der Kongress hat diese Richtlinien erlassen und diese Programme ermöglicht, um Wasserstoff und Brennstoffzellen als wichtige Bestandteile der Energie- und Klimastrategie der Vereinigten Staaten zu fördern. Diese Programme mit Kostenteilung werden die Fertigungskapazitäten von Plug für Brennstoffzellen und Elektrolyseure vorantreiben, gut bezahlte Arbeitsplätze in New York schaffen und die Führungsrolle der Region bei der nationalen Umstellung auf saubere Energien stärken.“ Von den neun vergebenen Fördermassnahmen wurde Plug bei drei als Hauptauftragnehmer und bei sechs als Unterauftragnehmer ausgewählt. Jetzt müssen das DOE und die ausgewählten Bewerber in einem Verhandlungsprozess die Bedingungen vereinbaren, bevor eine Finanzierung endgültig gewährt wird.

    3 mal Lead für Plug Power – Schub für Andy Marsh.

    Bingo für Förderung der Großserienfertigung von Brennstoffzellen, Stack-Montage und Endtest: Dieses Projekt wird eine zusätzliche inländische Fertigungskapazität von 20.000 Brennstoffzellenstacks pro Jahr ermöglichen und eine innovative Erweiterung der derzeitigen Fertigungslinie von Plug darstellen. Und das zweite Förderprojekt mit Plug als Hauptnutzniesser: Herstellung von Elektrolyseur-Komponenten im Gigawatt-Maßstab und Stack-Montage: Dieses Projekt soll die Herstellung von PEM-Stacks auf den Multi-GW-Maßstab ausweiten und die notwendigen Kostenvorteile bringen, um die CO2-Ziele des DoE durch vermehrten Einsatz von grünem Wasserstoff zu erreichen. Dieses Projekt soll die Herstellung von Membranelektroden und den Zusammenbau von Stacks automatisieren und eine automatisierte Inspektion mit maschinellem Lernen ermöglichen, um die Qualitätskontrollen im Werk zu beschleunigen.

    Drittes Förderprojekt mit Plug als Hauptnutzniesser. Fortgeschrittene PEM-Membranen für die Abschwächung von Wasserstoffübergängen: Im Rahmen dieses Projekts werden Membranen für einen PEM-Elektrolyseur entwickelt, die die Verwendung perfluorierter Materialien vermeiden. Zu den Entwicklungen gehört auch die Einbindung von Zusatzstoffen, die einen sicheren Betrieb des Elektrolyseurs unter Druck ermöglichen.

    Auf Dauer werden Aufträge, Realisierung von Skaleneffekten, Produktivitätssteigerung bei der Herstellung der FC’s und Elektrolyseure und damit das Erreichen der schwarzen Null über Wohl und Wehe entscheiden. Und davor/dafür müssen Aufträge her. Oder Plug Power wird als eienr der Pioniere der Wasserstoffwirtschaft gegenüber den kapitalstarken, grossanlagenerfahrenen Konzernablegern das Nachsehen haben. Wie eine Siemens Energy, die mit Air Liquide gerade eine Gigawatt-Produktion für Elektrolyseure in Berlin hochziehen. Oder thyssenKrupp nucera, die beispielsweise 2 GW Elektrolyseure an NEOM, 700 MW an H2 GreenSteel verkauft haben.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     



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