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    Big Blue  33585  0 Kommentare KI und Dividende in einer Aktie? Das geht!

    Die Aktie von IBM verbindet das Beste aus zwei Welten: KI-Exposure und eine attraktive Dividendenrendite sowie eine solide Ausschüttungshistorie.

    Für Sie zusammengefasst
    • IBM-Aktie vereint KI-Exposure und hohe Dividendenrendite mit solider Ausschüttungshistorie.
    • Auf dem Weg zum Dividendenaristokraten: IBM steht kurz davor, den Adelsstand zu erreichen.
    • IBM bietet mit KI und Quantencomputern Zukunftstechnologien und fairen Wert.
    • Report: 3 europäische Dividendenkracher mit mehr als 9 % Rendite

    Auf dem Weg zum Dividendenaristokraten

    Als Dividendenaristokraten, also gewissermaßen den Adeligen und damit ehrbarsten Zahlern von Dividenden, werden Unternehmen bezeichnet, die ihre Ausschüttungen 25 Jahre oder mehr erhöht haben, und zwar ohne Unterbrechungen.

    In der vergangenen Ausgabe des Dividenden-Radas von wallstreetONLINE haben wir Ihnen mit British American Tobacco den Dividendenaristokraten mit der aktuell höchsten Ausschüttungsrendite von stolzen 9,9 Prozent präsentiert.

    An diesem Wochenende möchten wir Ihnen eine Aktie vorstellen, die unmittelbar davor ist, zum Dividendenaristokraten geschlagen zu werden: Ein Jahr fehlt IBM noch, ehe die Aktie ebenfalls in den Adelsstand erhoben wird. Derzeit verzeichnet die Aktie 24 Jahre Dividendenerhöhungen in Folge.

    IBM vereint Dividende ...

    Mit einer Dividendenrendite von aktuell 3,82 Prozent mag es zwar eine Vielzahl an Aktien geben, die höhere Ausschüttungen versprechen. Nichtsdestotrotz erhalten Anleger in der Aktie von "Big Blue" (in Anspielung auf die Unternehmensfarbe Blau) eine Dividende weit über dem Gesamtmarktniveau, das für den S&P 500 derzeit bei 1,47 Prozent liegt.

    Auch bietet längst nicht jede Aktie mit einer vergleichbaren oder höheren Dividendenrendite, die Zuverlässigkeit, die IBM bietet: Nicht nur hat das Unternehmen inzwischen 24 Jahre hintereinander seine Ausschüttung erhöht, es zahlt auch bereit seit 1989 und damit seit 34 Jahren ununterbrochen eine Dividende.

    Deren Wachstum war in den vergangenen 10 Jahren mit einer jährlich durchschnittlichen Steigerungsrate (CAGR) von 5,8 Prozent ansehnlich, wenngleich die letzte Anhebung im April zugegeben sehr überschaubar war: Die vierteljährlich ausgezahlte Dividende wurde um genau einen Cent beziehungsweise 0,2 Prozent auf 1,67 US-Dollar pro Anteilsschein angehoben.

    ... mit Künstlicher Intelligenz ...

    Was die Aktie des Unternehmens derzeit so spannend macht ist, dass sie neben einer überdurchschnittlich hohen und sicheren Dividende auch Exposure gegenüber gleich zwei Schlüsseltechnologien bietet: Künstlicher Intelligenz und Quantencomputern.

    Während es um letztere in den vergangenen Monaten ruhig geworden ist, hält die Begeisterung um Künstliche Intelligenz an – und hier ist das Unternehmen, dessen Geschichte bis 1896 als Hersteller von Lochkarten zurückreicht, mittendrin statt nur dabei.

    2011 machte IBM mit seinem KI-Modell Watson, benannt nach dem früheren Unternehmenslenker Thomas Watson, dessen Aussage "Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer" zu einem legendären Irrtum wurde, auf sich aufmerksam. In der beliebten US-Gameshow Jeopardy! schlug das Programm zwei menschliche Mitspieler deutlich.

    Inzwischen wurde das Modell wesentlich weiterentwickelt und soll zukünftig beispielsweise beim Annehmen von Bestellungen in den Filialen des Burgerbraters McDonald's zum Einsatz kommen. So soll Personal eingespart und Effizienzgewinne erzielt werden können.

    Unter watsonx bietet IBM außerdem seit dem vergangenen Jahr eine KI-Dienstleistungsplattform für Unternehmen und Entwickler an. Damit hat der Konzern einen Schritt zum AIaaS-Anbieter (AI-as-a-Service) vollzogen: Experten erwarten hier zukünftig besonders hohe Margen.

    ... und Quantencomputern!

    Bekannt ist IBM auch als Anbieter von Großrechnern sowie der hierfür nötigen Infrastruktur und Hardware. Früher stellte das Unternehmen beispielsweise auch Laptops (ThinkPad) her, das Geschäft wurde aber bereits 2005 an den chinesischen Hardware-Hersteller Lenovo verkauft.

    Dafür ist IBM einer der Technologieführer bei Quantencomputern und stellte im Januar 2019 mit Q System One seinen ersten kommerziell verfügbaren Quantencomputer vor. Noch sind die Anwendungsmöglichkeiten solcher als besonders leistungsfähige Geräte geltender Rechner zwar begrenzt, weil herkömmliche Algorithmen und Programme hierauf nicht durchgeführt und berechnet werden können.

    Einzelne, vielversprechende Anwendungsfälle gibt es aber bereits, so nutzt etwa die Polizei in New York Q System One, um seine gesammelten Daten zur Kriminalitätsstatistik in der Stadt zu visualisieren.

    In puncto Verbrechensbekämpfung und -prävention gelten Quantencomputer außerdem als Schlüssel zur nächsten Generation der Cybersicherheit mit von außen praktisch nicht mehr zu knackenden Sicherheitssystemen und Firewalls.

    IBM

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    -0,31 %
    +5,20 %
    +0,67 %
    +32,06 %
    +30,60 %
    +22,17 %
    -5,23 %
    +4.723,16 %
    ISIN:US4592001014WKN:851399

    Jahrelanger Bullenmarkt dank riesiger Untertassenformation?

    Der Aktie hat es zuletzt sehr gut getan, im Mittelpunkt von gleich zwei bedeutenden Zukunftstechnologien zu stehen. Viel war für Anleger in den vergangenen 10 Jahren über die Dividende hinaus nämlich nicht zu holen:

    Während der US-Gesamtmarktindex, unter Berücksichtigung erheblicher Schwankungen in den vergangenen Jahren, inklusive Dividende eine Rendite von 235 Prozent abgeworfen hat, waren es in der Aktie von IBM bescheidene 53 Prozent. Und die basieren tatsächlich vollständig auf der Ausschüttung, denn der Kurs der Aktie hat sich nach erheblichen Schwankungen in den vergangenen Jahren wieder beim selben Kurswert wie vor 10 Jahren eingependelt.

    Das gilt allerdings nur für das Niveau und nicht den Verlauf der Aktie. Hier zeichnet sich im ganz großen Chartbild eine U-förmige Bodenbildung, auch bekannt als Untertassenformation oder Cup-and-Handle-Pattern ab.

    Das sind sehr bullishe Formationen, die im Falle eines Ausbruchs über das jeweils vorherige Hoch oft jahrelange Bullenmärkte nach sich ziehen können. Mit einem Plus von fast 30 Prozent in den vergangenen 12 Monaten hat die Aktie von IBM einen großen Schritt gemacht, hinzu genau einem solchen großen Ausbruch.

    Aktie mit fairem Wert

    Die jahrelange Hängepartie der Aktie ging vor allem auf das Konto stagnierenden Wachstums. In den vergangenen 10 Jahren sanken die Erlöse von knapp 91 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2014 auf 61 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr.

    In den vergangenen zwei Quartalen gelang es IBM aber, bei den Umsätzen wieder zuzulegen. Das rechtfertigt aus der Perspektive der Anleger und Investoren ein höheres Bewertungsvielfaches als es in der Vergangenheit der Fall war: Gegenwärtig ist das Unternehmen mit dem 16,4-fachen seiner im kommenden Jahr erwarteten Gewinne bewertet. Der langfristige Bewertungsdurchschnitt liegt bei 14.

    Eine Überbewertung der Aktie erkennen Analysten aber nicht. Bei insgesamt 20 Empfehlungen beträgt das aktuell von Wall-Street-Experten als fair bezeichnete Kursniveau 178 US-Dollar. Das liegt drei Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag und deutet auf eine angemessene Bewertung der Aktie hin.

    Der 1.000-Euro-Fahrplan

    Wer mit der Aktie von IBM eine monatliche Dividende in Höhe von 1.000 Euro (brutto) erzielen möchte, muss eine Jahresdividende von 12.000 Euro anstreben. Nach der im April erfolgten Dividendenerhöhung ist für das laufende Geschäftsjahr mit einer Jahresausschüttung von 6,68 US-Dollar pro Aktie zu rechnen.

    Beim aktuellen Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar werden 12.840 US-Dollar benötigt, um 12.000 Euro zu erhalten, Demnach benötigen Anleger für ein passives Bruttoeinkommen von 1.000 Euro im Monat 1.922 Aktien von "Big Blue". Das erfordert zum Schlusskurs vom Freitag eine Investition in Höhe von rund 331.500 US-Dollar beziehungsweise umgerechnet etwa 309.700 Euro.

    Zum Vergleich: Mit British American Tobacco waren hierfür rund 121.200 Euro nötig, mit Rendite-König Hoegh sogar nur 52.920 Euro.

    Übersicht zur Dividende von IBM *

    Marktkapitalisierung: 159,8 Milliarden US-Dollar

    Dividende erhöht: 24 Jahre in Folge

    Dividende nicht reduziert: 25 Jahre in Folge

    Durchschnittliche Erhöhung der Dividende in zehn Jahren: ca. 5,8 Prozent p.a.

    Zeitplan

    30.04.2024: Dividendenankündigung

    09.05.2024: Notierung ex Dividende

    10.05.2024: Record Date

    10.06.2024: Dividendenzahlung

    GJ Div.rendite Dividende
    2026e 3,96 % 6,89 $
    2025e 3,90 % 6,78 $
    2024e 3,84 % 6,68 $
    2023 4,78 % 6,63 $
    2022 4,87 % 6,59 $
    2021 4,87 % 6,33 $
    2020 5,25 % 6,22 $
    2019 4,63 % 6,14 $
    2018 4,27 % 5,93 $
    2017 3,65 % 5,64 $

    * Quellen: Seeking Alpha, wallstreetONLINE

    Die optimale Dividendenstrategie

    Eine optimale langfristige Dividendenstrategie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dem individuellen Risikoprofil, den Anlagezielen und der finanziellen Situation. Hier sind jedoch einige allgemeine Prinzipien, die empfohlen werden können:

    Diversifikation: Investieren Sie in eine breite Palette von Unternehmen und Sektoren, um das Risiko zu streuen. Diversifikation kann helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, da nicht alle Sektoren gleichzeitig von Marktschwankungen betroffen sind.

    Qualitätsaktien wählen: Achten Sie auf Unternehmen mit einer starken Bilanz, stabilen Cashflows und einer Geschichte von zuverlässigen und wachsenden Ausschüttungen. Solche Unternehmen sind oft besser positioniert, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Dividenden zu zahlen.

    Reinvestition von Dividenden: Das Reinvestieren von Dividenden kann das Wachstum des Portfolios beschleunigen. Durch den Zinseszinseffekt können reinvestierte Dividenden über die Zeit einen signifikanten Beitrag zum Gesamtertrag des Portfolios leisten.

    Langfristige Perspektive: Dividendenstrategien sind oft langfristig ausgerichtet. Marktschwankungen sollten daher nicht zu überstürzten Entscheidungen führen. Geduld und Beständigkeit sind Schlüssel zum Erfolg.

    Steuereffizienz berücksichtigen: Die steuerliche Behandlung von Dividenden kann je nach Land und individueller Situation variieren. Es ist wichtig, Steuereffekte in die Strategie einzubeziehen.

    Überwachung und Anpassung des Portfolios: Portfolios sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um sicherzustellen, dass es weiterhin den eigenen Anlagezielen entspricht und gut diversifiziert bleibt.

    Bewertung: Achten Sie auf die Bewertung der Aktien. Hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein gutes Zeichen; sie können auch ein Hinweis auf Probleme im Unternehmen sein.

    Verwendung von Dividendenfonds, -ETFs: Für Anleger, die nicht direkt einzelne Aktien auswählen möchten, können Dividendenfonds eine praktikable Alternative sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation bieten.

    Fazit:

    Dividendeninvestitionen können eine großartige Möglichkeit sein, ein passives Einkommen aufzubauen. Indem Sie sich auf Unternehmen mit stabiler Dividendenhistorie konzentrieren, können Sie Ihr Portfolio schrittweise ausbauen. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass Investitionen in Dividendenaktien – wie alle Investitionen – mit Risiken verbunden sind.

    Weitere interessante Dividenden-Aktien befindet sich übrigens auch in der Dividenden-Watchlist unseres Börsenexperten Markus Weingran, dessen Börsenlounge sich täglich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

    Disclaimer: Ausdrücklich weist die Smartbroker AG darauf hin, dass ein Investment in Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente im Sinne des WpHG grundsätzlich mit erheblichen Chancen und Risiken (Preis-, Markt-, Währungs-, Volatilitäts-, Bonitäts- und sonstigen Risiken) verbunden ist und ein Totalverlust des investierten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Die Smartbroker AG empfiehlt deshalb jedem Leser sich vor einer Anlageentscheidung intensiv mit den Chancen und allen Risiken auseinander zu setzen und sich umfassend zu informieren. Sämtliche verwendeten Wertentwicklungsangaben, sei es für die Vergangenheit oder im Sinne einer Prognose bzw. Einschätzung sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse bzw. Wertentwicklungen. Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Alle Informationen sind sorgfältig zusammengetragen, haben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind unverbindlich sowie ohne Gewähr. Des Weiteren dient die Bereitstellung der Information nicht als Rechtsberatung, Steuerberatung oder wertpapierbezogene Beratung und ersetzt diese nicht. Eine an den persönlichen Verhältnissen des Kunden ausgerichtete Anlageempfehlung, insbesondere in der Form einer individuellen Anlageberatung, der individuellen steuerlichen Situation und unter Einbeziehung allgemeiner sowie objektspezifischer Grundlagen, Chancen und Risiken, erfolgt ausdrücklich nicht.

    Die IBM Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,78 % und einem Kurs von 161,2USD auf Tradegate (21. Juni 2024, 22:26 Uhr) gehandelt.

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    Verfasst vonMax Gross

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