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    Aktien Frankfurt  305  0 Kommentare Dax-Erholung geht weiter - Hoffnung im Zollstreit mit China

    Für Sie zusammengefasst
    • Dax profitiert von Hoffnung auf Lösung im Zollstreit mit China
    • Autowerte steigen um 0,51 Prozent, MDax legt sogar 1,29 Prozent zu
    • Markt hofft auf weitere Zinssenkungen durch EZB, Frankreich-Wahlen im Blick

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine Lösung im Zollstreit zwischen der Europäischen Union (EU) und China hat dem Dax zu Wochenbeginn Rückenwind gegeben. Der Leitindex profitierte am Nachmittag mit einem Anstieg um 0,51 Prozent auf 18 255,59 Punkte von steigenden Autowerten. Der MDax legte sogar 1,29 Prozent auf 25 621,89 Zähler zu, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,6 Prozent stieg.

    In der Vorwoche hatte der Dax schon fast ein Prozent zugelegt und einen Puffer zur 100-Tage-Durchschnittslinie aufgebaut. Laut dem Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets zog die jüngste Stabilisierung des Leitindex über der Marke von 18 000 Punkten zuletzt spekulative Käufe nach sich.

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    Am Markt wurden die Kursgewinne auch mit der Hoffnung auf weitere Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) begründet. Forciert wurden diese laut der Helaba von einem schwachen Ifo-Index, der am Vormittag veröffentlicht wurde. Laut dem Experten Ralf Umlauf nehmen mit diesem die Zweifel an einer allmählichen Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland im zweiten Halbjahr zu.

    Allerdings schwebt weiter das Damoklesschwert der anstehenden Frankreich-Wahlen über den Märkten. Die Aktienmarktstrategen von JPMorgan befürchten, dass die davon ausgehenden Risiken noch einmal für einen Rückschlag sorgen könnten. Noch schreckt das Team um den Analysten Mislav Matejka deshalb vor einem "Overweight"-Votum für europäische Aktien gegenüber den USA zurück. Die Experten stellen die Anleger aber für das zweite Halbjahr auf eine nahende Chance zum Einstieg in Aktien der Eurozone ein.

    Im Dax profitierten die Aktien von Autobauern davon, dass China und die EU im Streit um E-Auto-Zölle miteinander verhandeln wollen. Auch wenn die Chance auf eine Einigung kritisch gesehen wird, reichten die avisierten Gespräche den Anlegern zunächst für etwas Erleichterung. Die Titel von Volkswagen , BMW , Mercedes-Benz sowie der Porsche AG erholten sich um bis zu vier Prozent.

    Die Autowerte wurden aber von Covestro übertrumpft, hier sprang der Kurs um 6,7 Prozent nach oben. Auf Basis eines in Aussicht gestellten Angebotspreises von 62 Euro je Aktie bestätigte der Konzern, dass konkrete Verhandlungen mit dem staatlichen Ölkonzern Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen werden. Der Spitzenkurs blieb mit 55 Euro aber noch etwas auf Abstand zur kolportierten Offerte.

    Als weitere Dax-Stütze waren die Aktien von Siemens Energy großer Gewinner. Sie bauten nach einem vermeldeten Großauftrag ihr Plus auf vier Prozent aus. Saudi-Arabien hat den Energietechnikkonzern mit dem Bau von Kraftwerken im Milliardenwert beauftragt.

    Um 16 Prozent nach oben sprangen die zuletzt gebeutelten Aktien von Deutz wegen der Fantasie der Anleger, dass der Motorenbauer in das Rüstungsgeschäft einsteigen könnte. Das Unternehmen erwäge die Lieferung von Motoren für radgetriebene Rüstungsfahrzeuge, schrieb die "Welt am Sonntag" nach einem Gespräch mit Vorstandschef Sebastian Schulte.

    Ansonsten gab es noch Aufmerksamkeit für Analystenkommentare: Die Zalando -Aktien sackten um 6,4 Prozent ab nach einer Abstufung durch Morgan Stanley. Mit einer weiteren Annäherung an die 20-Euro-Marke rutschten die Papiere des Onlinehändlers in der Jahresbilanz wieder ins Minus. Analyst Luke Holbrook setzte in seiner Studie ein Fragezeichen hinter die mittelfristigen Wachstumsambitionen des Online-Modehändlers.

    Eine Kaufempfehlung gab es dagegen von Jefferies für Hochtief , woraufhin der Kurs um acht Prozent hochschnellte. In Anspielung an das Börsenkürzel "HOT" erwartet Analyst Graham Hunt vom Baukonzern "heißes Gewinnwachstum". Er erwähnte das Geschäftspotenzial durch den steigenden Bedarf für Datenzentren-Infrastruktur.

    Der Euro kehrte über die Marke von 1,07 US-Dollar zurück. Zuletzt wurden 1,0730 Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs vor dem Wochenende auf 1,0688 Dollar festgesetzt.

    Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,42 Prozent am Freitag auf 2,46 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozent auf 125,05 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,16 Prozent auf 132,40 Punkte nach./tih/jha/

    --- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---





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