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    Druck im Kessel steigt  23909  0 Kommentare Brent-Öl könnte bald durchstarten 

    Die aktuelle Situation bei Brent Öl ist mit spannend nur unzureichend beschrieben. Es brodelt. Der Ölpreis scheint sich für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bereitzumachen. Allein das Startsignal fehlt noch.

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    Brent Öl kurz vor dem Ausbruch

    In der letzten Kommentierung "Brent Öl vor der Weichenstellung" wurde bereits eine überaus spannende charttechnische Konstellation bei Brent Öl thematisiert, die sich in den vergangenen Handelstagen weiter zuspitzte. Mit anderen Worten: Der Druck im Kessel steigt. 

    Brent Öl übte in den letzten Tagen massiven Druck auf den zentralen Widerstandsbereich von 84,5 US-Dollar / 85 US-Dollar aus. Trotz vielversprechender Ansätze wollte es dem Ölpreis bislang nicht gelingen, sich entscheidend von den 85 US-Dollar abzusetzen. Damit bleibt eine aus charttechnischer Sicht überaus relevante Frage unbeantwortet.

     

    Steht die Erholung womöglich doch vor ihrem Ende?

    Die aktuelle Konstellation lässt mehrere Interpretationsansätze zu. Das bisher gezeigte Unvermögen, die Bewegung deutlich über die 85 US-Dollar auszudehnen, lässt dabei durchaus den Schluss zu, dass die Erholung ihr Ziel gefunden haben könnte. Die Seitwärtsbewegung der letzten Handelstage könnte aber auch als Versuch bewertet werden, Kraft zu sammeln, um doch noch den entscheidenden Ausbruchsversuch zu lancieren. Um das zweite Szenario aufrechtzuerhalten, sollten etwaige Rücksetzer eng begrenzt bleiben. Bereits ein Rücksetzer unter die 81,7 US-Dollar würde das erste Szenario ins Spiel bringen.

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    Geopolitik als Zünglein an der Waage

    Geopolitik und Ölpreise sind miteinander eng verbunden. Geopolitische Risiken führen nicht selten zu deutlichen Preissteigerungen bei Brent Öl. Dagegen werden in Phasen der Entspannung die Risikoaufschläge für Öl zurückgefahren. Das war unter anderem während des bis Anfang Juni andauernden Preisrückgangs zu beobachten.

    Die geopolitische Lage mahnt allerdings – wieder einmal - zur Vorsicht. Am Ölmarkt rückt zunehmend die brenzlige Situation an der Grenze Israels zum Libanon in den Fokus. Eine Verschärfung des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah könnte die ohnehin vorhandene Nervosität am Ölmarkt und somit die Preise anheizen. 

    Ein Blick auf die US-Ölproduktion 

    Als Belastungsfaktor erweist sich nach wie vor die US-Ölproduktion. So belief sich die Ölproduktion in den USA in der Woche zum 14. Juni weiterhin auf 13,2 Mio. bpd. Bereits in der Woche zum 07. Juni erreichte die US-Ölproduktion dieses Niveau.

    Fazit  

    Das Warten auf das entscheidende Signal, auf den Ausbruch, geht weiter. Mit dem Verlassen des kurzfristigen Abwärtstrends (rot dargestellt) und der Rückeroberung der 200-Tage-Linie haben sich die charttechnischen Perspektiven für Brent Öl noch einmal verbessert. Doch es hilft nichts. Brent Öl muss nachhaltig über die 85 US-Dollar, um die Tür in Richtung 88 US-Dollar zu öffnen. Bei entsprechendem Momentum wäre auch eine Ausdehnung bis in den Preisbereich von 92 US-Dollar möglich. Dort liegt das April-Hoch. Etwaige Rücksetzer sollten auf 81,7 US-Dollar / 80 US-Dollar begrenzt bleiben. Anderenfalls wäre Obacht geboten.

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte 





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    Verfasst vonMarcel Torney
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