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Wie man künstlich Gold herstellt

Gastautor: Bernd Niquet
13.02.2006, 14:00  |  23013   |   |   
Die Kernphysik hilft weiter

Der gestiegene Goldpreis bringt natürlich das Thema „Alchemie“ wieder auf die Tagesordnung. Sie ist sicherlich eine der ältesten Wissenschaften. Schon seit jeher ist es der Traum des Menschen, aus unedlen Metallen edle zu machen. Bisher ist das noch nicht geglückt. Neulich habe ich jedoch mit einem Physiker gesprochen, der mir gesagt hat, dass es grundsätzlich allerdings möglich ist, Gold künstlich herzustellen. Es ist nur sehr schwer, zu kalkulieren, ob es sich beim gegenwärtigen Goldpreis schon rechnet.

Also, wie geht das mit der künstlichen Gold-Herstellung? Gold kann, so sagt mein Physiker, über verschiedene Kernreaktionen aus anderen Elementen vergleichbarer Massen hergestellt werden. Um beispielsweise ein Gramm Gold auf Basis von Quecksilber der Masse 199 herzustellen, muss man dieses etwa 30 Jahre lang mit Deuteronen beschießen. Die Kosten dafür für Strom, Wartung und Abschreibung belaufen sich dabei nach seinen Aussagen auf ungefähr zehn Millionen Euro. Doch was sind zehn Millionen Dollar?

Für ein Gramm lohnt sich dass ganze Unterfangen jedoch ganz sicher nicht. Doch was ist mit den Skalenerträgen? Wie sehr steigen die Kosten an, wenn wir mehr als ein Gramm mit Deuteronen beschießen? Und was ist, wenn wir gleich den allerseits bekannten Würfel mit der Kantenlänge von sechzehn Metern beschießen?

Ich habe keine Antwort darauf. Und dennoch fasziniert mich diese Möglichkeit. Hängen bleibe ich auf jeden Fall am Zeitraum von 30 Jahren. Denn das ist die Laufzeit der am längsten laufenden Bonds. Was wäre also, wenn man jetzt 30jährige Staatsanleihen kauft, und zur Absicherung ein paar Kilo Gold in die Deuteronenschussanlage legt. Wäre das nicht ein prima Hedging? Eine perfekte Portfolioallokation!


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