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    Passives Einkommen  93561  0 Kommentare Top-Rendite: Finanzkonzern BAWAG glänzt mit zweistelliger Dividendenquote

    Viele Finanzdienstleister gibt es nicht, die eine zweistellige Dividendenrendite vorweisen können. Dennoch fliegt die österreichische BAWAG bei den meisten Investoren unter dem Radar.

    Für Sie zusammengefasst
    • Viele Finanzdienstleister bieten keine zweistellige Dividendenrendite. BAWAG Group ist eine Ausnahme.
    • BAWAG hat stabile Geschäftsentwicklung und zweistellige Dividendenrendite. Trotzdem oft unterschätzt.
    • BAWAG hat durch Akquisitionen Stabilität bewiesen. Aktie auf Rekordhoch, langfristige Aussichten positiv.
    • Report: Gold - Die besten Aktien für den nächsten Preisschub

    Im Zentrum des heutigen Dividenden-Radars steht die BAWAG Group, eine der größten Banken Österreichs. Eine zweistellige Dividendenrendite, kombiniert mit einer stabilen Geschäftsentwicklung, macht den Finanzdienstleister für renditeorientierte Investoren besonders interessant.

    Der Konzern aus Wien hat durch eine Reihe strategischer Akquisitionen und eine verlässliche Steigerung der Einnahmen seine Stabilität bewiesen. Dennoch fliegt er bei vielen Dividendeninvestoren noch unter dem Radar.

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    Dies kann nicht zuletzt auch daran liegen, dass die BAWAG nach der Betrugs-Affäre von 2006 noch einen schlechten Ruf bei Investoren hat. In deren Gefolge waren der ehemalige Vorstandschef und sein Nachfolger jeweils zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Seither aber haben sich die Wogen geglättet.

    Die Bank selbst wurde an die Private-Equity-Gesellschaft Cerberus verkauft und schließlich 2017 an die Börse gebracht. Aktuell ist der US-Finanzdienstleister T. Rowe Price mit 6,1 Prozent Beteiligung größter Minderheitsaktionär, gefolgt von BlackRock und Wellington mit jeweils 5 Prozent Anteil. 

    BAWAG Group

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    ISIN:AT0000BAWAG2WKN:A2DYJN

    Zuletzt machte die Bank Schlagzeilen mit der Übernahme des deutschen Privatkundengeschäfts der Barclays Consumer Bank Europe, einem Schritt, der ihr Portfolio deutlich erweitert und das Potenzial hat, das Ergebnis vor Steuern bis 2027 um mehr als 100 Millionen Euro zu steigern.

    Diese Expansion ist Teil einer breiteren Strategie, die auch die Akquisition der niederländischen Knab-Bank Anfang des Jahres umfasst, was die BAWAG in einem ihrer Kernmärkte stärker positioniert. Nicht nur durch Zukäufe, sondern auch durch solide finanzielle Ergebnisse hat die BAWAG ihre Position am Markt gefestigt.

    Rekordhoch und langfristige Aussichten

    Im letzten Quartal verzeichnete die Bank einen Nettogewinn von rund 167 Millionen Euro, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Für das Gesamtjahr anvisiert wird ein Ergebnis vor Steuern von über 920 Millionen Euro, ein "Return on tangible equity" von über 20 Prozent und eine Cost-Income-Ratio (CIR) unter 34 Prozent. Die positive finanzielle Entwicklung spiegelt sich auch in der Aktienperformance wider: Seit Jahresbeginn hat die BAWAG-Aktie um rund 34 Prozent zugelegt und notiert aktuell auf ihrem Allzeithoch.

    Langfristig bleibt das Management der BAWAG optimistisch. Die jüngsten Übernahmen sollen nicht nur das Wachstum in bestehenden Märkten fördern, sondern auch neue Geschäftsfelder erschließen. Dabei setzt die Bank auf ihre starke Kapitalbasis und ihre Fähigkeit, sich schnell an veränderte Marktbedingungen anzupassen.

    Dividendenpolitik

    Ein besonders attraktiver Aspekt für passive Investoren ist die Dividendenpolitik der BAWAG. Die Bank hat zuletzt für 2023 eine Dividende in Höhe von 5 Euro ausgeschüttet, was gemessen am Schlusskurs des vergangenen Jahres eine außergewöhnlich hohe Dividendenrendite von 10,4 Prozent bedeutet. Bei der Kapitalausschüttung strebt die BAWAG eine Ausschüttungsquote von 55 Prozent an, wobei wir die Dividende je Aktie des Vorjahres mindestens auf selbem Niveau gehalten oder erhöht werden soll (progressiver Dividendenansatz).

    Das Unternehmen hat seine Ausschüttungen drei Jahre in Folge erhöht. Aufgrund der Corona-Pandemie hatten Europäische Zentralbank und die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA der Bank - wie auch allen anderen Finanzdienstleistern ein "De-Facto-Verbot" auferlegt, Dividenden und Boni auszuschütten, um ihre Kapitalbasis nicht auszudünnen. Wäre dies nicht gewesen, hätte die BAWAG voraussichtlich sechs Dividendenerhöhungen in Folge vorweisen können, also eine kontinuierliche Anhebung seit dem Börsengang Ende 2017.

    Analysten

    Im Gegensatz zu vielen anderen Dividendenaktien, denen von den Experten nur wenig Wachstumspotenzial abgesehen von der Dividende bescheinigt wird. Sehen die Analysten, die primär auf die Kursentwicklung fokussiert sind, bei der BAWAG gute Chancen und raten zum Kauf der Aktie. Ihr mittleres Kursziel von 78,71 Euro entspricht einem Kurspotenzial von mehr als 22 Prozent, zeigen Daten von MarketScreener.

    Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen. Die Integration der akquirierten Unternehmen, insbesondere in neuen und wettbewerbsintensiven Märkten wie Deutschland und den Niederlanden, birgt Risiken. Zudem könnte die geopolitische und wirtschaftliche Lage, wie die jüngsten Turbulenzen auf den globalen Finanzmärkten zeigen, Einfluss auf die zukünftige Performance der Bank haben.

    Fazit

    Für Anleger bietet die BAWAG-Aktie eine interessante Kombination aus solidem Wachstumspotenzial und attraktiver Dividendenrendite. Während die kurzfristigen Marktbedingungen volatil bleiben können, deuten die strategischen Entscheidungen des Managements und die robuste finanzielle Basis auf eine positive langfristige Perspektive hin. Investoren, die auf der Suche nach Stabilität und stetigen Einkünften sind, könnten in der BAWAG einen wertvollen Bestandteil für ihr Portfolio finden.

    Um mit der BAWAG-Aktie auf ein monatliches passives Einkommen von 1000 Euro zu kommen, beziehungsweise auf 12.000 Euro im ganzen Jahr, benötigen Investoren bei einer Jahresdividende von 5,00 Euro exakt 2400 Anteilsscheine des Unternehmens. Diese kosten an der Wiener Börse aktuell 154.440 Euro. Zum Vergleich: Bei dem Versorger Southern Company aus dem Dividenden-Radar der vergangenen Woche waren es etwa 303.500 Euro und bei dem Branchenkonkurrenten Deutsche Bank sind es aktuell 417.600 Euro. 

    Übersicht zur Dividende der BAWAG*

    Marktkapitalisierung: 5,1 Milliarden Euro

    Dividende erhöht: 3 Jahre in Folge

    Dividende nicht reduziert: 3 Jahre in Folge

    Durchschnittliche Erhöhung der Dividende in 5 Jahren: ca. 20,3% p.a.

    Zeitplan

    08.04.2024: Dividendenankündigung

    10.04.2024: Notierung ex Dividende

    11.04.2024: Record Date

    15.04.2024: Dividendenzahlung

    * Quelle: BAWAG, wallstreetONLINE.

    GJ

     Dividendenrendite in % 

     Dividende in Euro 
    2026e       8,89e     5,72e
    2025e       8,42e     5,42e
    2024e       7,9e     5,11e
    2023     10,4     5,00
    2022       7,4     3,70
    2021       5,5     3,00
    2020     13,6     5,18
    2019       0,0     0,00
    2018       6,1     2,18
    2017       1,3     0,58

    * Quellen: BAWAG, FactSet, wallstreetONLINE.

    Die optimale Dividendenstrategie

    Eine optimale langfristige Dividendenstrategie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dem individuellen Risikoprofil, den Anlagezielen und der finanziellen Situation. Hier sind jedoch einige allgemeine Prinzipien, die empfohlen werden können:

    Diversifikation: Investieren Sie in eine breite Palette von Unternehmen und Sektoren, um das Risiko zu streuen. Diversifikation kann helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, da nicht alle Sektoren gleichzeitig von Marktschwankungen betroffen sind.

    Qualitätsaktien wählen: Achten Sie auf Unternehmen mit einer starken Bilanz, stabilen Cashflows und einer Geschichte von zuverlässigen und wachsenden Ausschüttungen. Solche Unternehmen sind oft besser positioniert, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Dividenden zu zahlen.

    Reinvestition von Dividenden: Das Reinvestieren von Dividenden kann das Wachstum des Portfolios beschleunigen. Durch den Zinseszinseffekt können reinvestierte Dividenden über die Zeit einen signifikanten Beitrag zum Gesamtertrag des Portfolios leisten.

    Langfristige Perspektive: Dividendenstrategien sind oft langfristig ausgerichtet. Marktschwankungen sollten daher nicht zu überstürzten Entscheidungen führen. Geduld und Beständigkeit sind Schlüssel zum Erfolg.

    Steuereffizienz berücksichtigen: Die steuerliche Behandlung von Dividenden kann je nach Land und individueller Situation variieren. Es ist wichtig, Steuereffekte in die Strategie einzubeziehen.

    Überwachung und Anpassung des Portfolios: Portfolios sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um sicherzustellen, dass es weiterhin den eigenen Anlagezielen entspricht und gut diversifiziert bleibt.

    Bewertung: Achten Sie auf die Bewertung der Aktien. Hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein gutes Zeichen; sie können auch ein Hinweis auf Probleme im Unternehmen sein.

    Verwendung von Dividendenfonds, -ETFs: Für Anleger, die nicht direkt einzelne Aktien auswählen möchten, können Dividendenfonds eine praktikable Alternative sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation bieten.

    Fazit:

    Dividendeninvestitionen können eine großartige Möglichkeit sein, ein passives Einkommen aufzubauen. Indem Sie sich auf Unternehmen mit stabiler Dividendenhistorie konzentrieren, können Sie Ihr Portfolio schrittweise ausbauen. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass Investitionen in Dividendenaktien – wie alle Investitionen – mit Risiken verbunden sind.

    Weitere interessante Dividenden-Aktien befindet sich übrigens auch in der Dividenden-Watchlist unseres Börsenexperten Markus Weingran, dessen Börsenlounge sich täglich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonIngo Kolf

    Passives Einkommen Top-Rendite: Finanzkonzern BAWAG glänzt mit zweistelliger Dividendenquote Viele Finanzdienstleister gibt es nicht, die eine zweistellige Dividendenrendite vorweisen können. Dennoch fliegt die österreichische BAWAG bei den meisten Investoren unter dem Radar.

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