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    Das Wichtigste am Mittwoch  2913  1 Kommentar Rebound bei Evotec, TSMC bärenstark, Apple bleibt ein Kauf!

    Viel Neues ließ sich Fed-Chef Powell vor dem US-Kongress nicht entlocken. Die US-Aktienmärkte setzen ihre Rekordrallye ungebremst fort. Doch der Tipp des Tages kommt heute aus Italien!

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    Nach dem größten Rückgang des DAX seit Mitte Juni haben sich die Kurse am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte stabilisiert. Am Mittwoch notierte der DAX nach über einer Stunde Handel mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 18.302 Punkten.

    Der MDAX der mittelgroßen Börsentitel stieg am Morgen um 0,2 Prozent auf 25.300 Punkte. Der Leitindex der Eurozone, EuroStoxx 50, verzeichnete hingegen ein leichtes Minus.

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    Powell will mehr 

    Trotz Fortschritten bei der Bekämpfung der Inflation ist laut Notenbankchef Jerome Powell die Zeit für eine Zinswende in den USA noch nicht gekommen.

    Man benötige noch größere Zuversicht, dass sich die Inflation nachhaltig auf das Ziel der Federal Reserve von zwei Prozent zubewege, sagte Powell am Dienstag laut Redetext bei einer Anhörung im US-Kongress. Jüngste Daten hätten gezeigt, dass es weitere moderate Fortschritte gegeben habe. "Weitere gute Daten" würden die Zuversicht der Zentralbank stärken. Die Fed werde "von Sitzung zu Sitzung" über den weiteren Kurs entscheiden.

    Powell fügte hinzu, dass die Fed die eingehenden Daten sorgfältig prüfen werde, um den geldpolitischen Kurs anzupassen. Mit Blick auf die Ziele Preisstabilität und Vollbeschäftigung seien die Risiken mittlerweile besser ausbalanciert.

    Die US-Zentralbank kommt Ende des Monats zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammen. An den Finanzmärkten wird erwartet, dass sie noch abwartet und erst im September den Leitzins senken wird. Der Zinssatz liegt derzeit in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent.

    Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Inflation bleibt der Preisauftrieb noch immer deutlich höher als das Ziel der Fed von zwei Prozent. Für die am Donnerstag anstehenden Verbraucherpreisdaten für Juni wird jedoch ein weiterer Rückgang der Rate auf 3,1 Prozent von 3,3 Prozent im Mai erwartet.

    TSMC: Von wegen Schwächeanfall!

    Taiwan Semiconductor Manufacturing Company verzeichnete im Juni einen Umsatzsprung von 32,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 207,87 Milliarden NT$, womit der Wachstumstrend der Vormonate fortgesetzt wurde.

    Der große Chiphersteller, der führende Technologieunternehmen wie Apple und Nvidia beliefert, wird im zweiten Quartal voraussichtlich einen massiven Umsatzanstieg von fast 40 Prozent auf etwa 673,51 Milliarden NT$ verzeichnen (Monatsumsätze addiert). Im Vergleich dazu belief sich der Umsatz im zweiten Quartal 2023 auf rund 480,84 Milliarden NT$.

    Im Mai stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 229,62 Milliarden NT$, während die Umsätze im April im Jahresvergleich um etwa 60 Prozent auf 236,02 Milliarden NT$ zunahmen.

    Der Umsatz im Juni sank gegenüber dem Vormonat um 9,5 Prozent auf 207,87 Milliarden NT$. Im ersten Halbjahr 2024 gab es einen Anstieg von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 1,266 Billionen NT$.

    Morgan Stanley gab kürzlich bekannt, dass die Bank angesichts der anhaltenden Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen im Bereich der künstlichen Intelligenz bei TSMC eine Erhöhung der Umsatzwachstumsprognose für das dritte Quartal und das Gesamtjahr erwartet.

    Diese Annahme scheint sich aufgrund der vorläufigen Daten zu bestätigen. Wer TSMC im Depot hat, der gibt kein Stück aus der Hand. 

    Apple: KI-Fantasie an allen Ecken und Enden?

    Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC konnte Apple im 2. Quartal unter allen PC-Herstellern das größte Wachstum verzeichnen und sich weit vom schwachen Branchentrend absetzen. Insgesamt sollen die Auslieferungen an Desktops und Laptops weltweit im Juni-Quartal nur um 3 Prozent gestiegen sein. Für Apple sieht IDC jedoch ein Wachstum von 21 Prozent. 

    Apple selbst kommentierte die Zahlen nicht und IDC hat in der Vergangenheit eine durchwachsene Bilanz bei seinen Prognosen. Dennoch stechen die Angaben für Apple weit heraus, was den Quartalsbericht, der am 01. August ansteht, umso spannender macht. An der Wall Street beginnt sich nun zudem die Hoffnung breit zu machen, dass die gesamte Branche wieder in einen neuen Wachstumszyklus hineinläuft.

    Mittlerweile Fragen sich die Anleger bei Apple nicht mehr: Ist eine Marktkapitalisierung von über drei Billionen US-Dollar zu hoch? Sie fragen sich: Wann erreicht Apple eine Marktkapitalisierung von vier Billionen US-Dollar? Daher gehört Apple einfach ins Depot. Schwache Tage sind Kauf-Tage. 

    Lithium: Ein Fass ohne Boden!

    Albemarle beendete den Handel am Dienstag als größter Verlierer im S&P 500 und fiel um 8,7 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2020, da zwei Wall-Street-Analysten ihre Kursziele für die Aktie senkten.

    Ben Kallo, Analyst bei Baird, reduzierte sein Kursziel von 170 auf 127 US-Dollar, behielt jedoch die Einstufung „Übergewichten“ bei. Er erklärte, dass die Lithiumpreise an oder unter der unteren Grenze der Prognose von Albemarle geblieben seien, was auf einen "schwachen Q2-Bericht" für das Unternehmen hindeute.

    Kallo äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der diesjährigen US-Wahlen auf den Markt für Elektrofahrzeuge, was wiederum die Nachfrage nach Lithiumbatterien beeinflussen könnte. Er vermutet, dass Automobilhersteller möglicherweise ihre Produktion zurückhalten oder sich zu strengeren Umstellungszielen verpflichten werden, während sie auf Klarheit bezüglich möglicher Änderungen der staatlichen Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge warten.

    Zusätzlich senkte UBS-Analyst Joshua Spector, der Albemarle (ALB) mit „Halten“ bewertet, sein Kursziel von 124 auf 109 US-Dollar.

    Auch andere Lithiumproduzenten verzeichneten am Dienstag Rückgänge, darunter Standard Lithium mit -7,6 Prozent, Sigma Lithium mit -6 Prozent, Lithium Americas mit -4,1 Prozent, Arcadium Lithium mit -3,5 Prozent und SQM mit -3 Prozent.

    Die Aktien von Albemarle (ALB) sind seit ihrem Rekordhoch Ende 2022, als Lithium für etwa 85.000 US-Dollar/Tonne gehandelt wurde, um mehr als 70 % gefallen. Heute liegen die Preise bei etwa 12.500 US-Dollar/Tonne.

    Das Forschungsunternehmen TrendForce berichtete, dass die Lithiumpreise im vergangenen Monat einen „signifikanten Rückgang“ auf den niedrigsten Stand seit Jahresbeginn verzeichnet hätten und dass die prognostizierte Nachfrage nach Lithium im Juli niedrig bleiben werde. Die Preise würden in den "sensiblen Bereich" von 80.000 bis 90.000 Yuan/Tonne (11.000 bis 12.375 US-Dollar) fallen.

    VW: Erste Werksschließung seit Jahrzehnten?

    Volkswagen prüft aufgrund der schwachen Nachfrage nach seinem Oberklasse-Elektroauto Audi Q8 e-tron die Zukunft seines Werks in Brüssel und senkt seine Prognose. Die VW-Tochter Audi hat einen "Informations- und Konsultationsprozess" für das Werk gestartet, um eine Lösung für den Standort mit etwa 3000 Mitarbeitern zu finden. Dabei könne es auch zu einer Einstellung des Betriebs kommen, falls keine Alternative gefunden werde, teilte Audi am Dienstag mit. Sollte das Werk tatsächlich geschlossen werden, wäre es das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Volkswagen ein Werk schließt.

    Der Konzern stellt sich nun auf zusätzliche Belastungen in Milliardenhöhe ein. Die operative Umsatzrendite wird mit 6,5 bis 7 Prozent um einen halben Prozentpunkt geringer ausfallen als bisher vorhergesagt, erklärte Volkswagen. Ein Grund für die zusätzlichen Belastungen von bis zu 2,6 Milliarden Euro seien die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Werk in Brüssel, die im dritten Quartal zurückgestellt würden. Hinzu kämen auch weitere Kosten für die geplante Schließung des MAN-Gasturbinenwerks und Währungskursverluste im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Russland-Geschäft. Rückstellungen in Höhe von 0,9 Milliarden Euro für den Stellenabbau in der Verwaltung wurden bereits im zweiten Quartal verbucht. Weitere Details will das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen am 1. August bekanntgeben.

    Die gute Nachricht ist: Bis zum 1. August ist es nicht mehr ganz so lange hin. Die Schelchte Nachricht ist: Bis nicht alle Zahlen auf dem Tisch liegen, wird die VW-Aktie keine großen Sprünge machen. Wir warten ab, was am 01.08. rauskommt. 

    Evotec: Nächster Anlauf 

    Die Aktien des Pharmawirkstoff-Forschers Evotec nähern sich nach dem Rückschlag des Vortages wieder dem Widerstand um die 10-Euro-Marke. Die Erholung vom Tiefststand seit 2017 bei 7,22 Euro war in den letzten Handelstagen ins Stocken geraten. 

    Zuvor hatte Evotec eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Pfizer in den Bereichen Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten bekannt gegeben. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Ein Händler kommentierte: „Obwohl diese Zusammenarbeit kurzfristig keine signifikanten Umsatz- und Ergebnisbeiträge bringen wird, unterstreicht sie Evotecs starke wissenschaftliche Position in der frühen Arzneimittelentwicklung.“ Diese Position ziehe weiterhin bedeutende Kooperationspartner an.

    Am Montag hatte Evotec bereits bekannt gegeben, die Partnerschaft mit dem Schweizer Pharmakonzern Sandoz erweitert zu haben. RBC-Analyst Charles Weston lobte diesen Ausbau, da er die zukünftige Kapazitätsauslastung verbessern werde. Zudem sei Sandoz ein wichtiger Kunde, was die Fähigkeiten des Biologika-Segments von Evotec hervorhebe.

    Die Aktie steht bei uns auf der Watchliste. Knackt der Kurs die runde Marke von 10 Euro, springen wir auch auf den Zug auf. 

    Tipp des Tages

    Avio: Abheben mit der Trägerrakete Ariane 6

    Die Trägerrakete Ariane 6 hat ihren Jungfernflug vom Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana erfolgreich absolviert und mehrere Nutzlasten in die Umlaufbahn gebracht. An diesem Erfolg ist auch ein Konzern aus Italien beteiligt, der auch im Depot abheben könnte. 

    Avio trägt zum Ariane 6-Programm bei, indem es die P120C-Feststofftriebwerke und die Flüssig-Sauerstoff-Turbopumpen für den Vulcain 2.1-Hauptstufenmotor sowie den Vinci-Oberstufenmotor liefert. Die P120C-Triebwerke haben sich als äußerst zuverlässig erwiesen. Avio wird weiterhin die P120C-Triebwerke bereitstellen, die in einer Konfiguration mit zwei oder vier Triebwerken eingesetzt werden, um größere Nutzlasten zu transportieren.

    Avio entwickelt bereits eine leistungsstärkere Version der Booster, den P160, der die Schubkraft der Trägerrakete und damit die Ladekapazität erhöhen wird, um beispielsweise Missionen zur Kuiper-Satellitenkonstellation von Amazon durchzuführen. Der P160 wird das größte monolithische Kohlefasertriebwerk der Welt sein und auch von der Vega C genutzt werden.

    Giulio Ranzo, CEO von Avio, sagte: "Wir gratulieren der ESA und der ArianeGroup zum erfolgreichen Jungfernflug der Ariane 6. Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zu diesem Programm zu leisten, das Europa zusammen mit unserer Vega C weiterhin einen unabhängigen Zugang zum Weltraum ermöglichen wird."

    Autor: Markus Weingran, wallstreetONLINE Redaktion


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    Kommentare

    Avatar
    10.07.24 18:35:42
    Bei Apple glaube ich erst an Umsatzzuwachs, wenn er gemeldet wird.

    Trotz drastischer Preiserhöhungen stagniert in den letzten Jahren der Umsatz bei Appe (2021 bis heute).

    Apple ist bis dato KEIN Wachstumsunternehmen. Die Zeiten sind vorbei.

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