Schmerzen für Tech-Anleger

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    KI-Blase wird platzen: "Leute werden Geld verlieren, wenn sie nicht aussteigen"

    Einige Strategen der Wall Street bezweifeln den Hype hinter der massiven Rallye von KI-Aktien und erwarten, dass die Blase bald platzen könnte. Die Gründe, und wann es so weit sein könnte.

    Für Sie zusammengefasst
    Schmerzen für Tech-Anleger - KI-Blase wird platzen: "Leute werden Geld verlieren, wenn sie nicht aussteigen"

    Jim Covello von Goldman Sachs hat keinen Zweifel daran, dass die KI-Blase platzen wird. Seiner Meinung nach werden die Hunderte von Milliarden US-Dollar, die die Unternehmen in die KI investieren, nicht die nächste wirtschaftliche Revolution auslösen. Wenn Anleger dies verstanden haben, würden auch all die Aktien, die auf dem Rücken dieser Versprechen in die Höhe geschossen sind, ins Rutschen kommen, so der Analyst gegenüber Bloomberg.

    Covello und andere Marktbeobachter stellen einen entscheidenden Grundsatz der 16-Billionen US-Dollar-Rallye, die den S&P 500 überschwemmt hat, in Frage: die Vorstellung, dass großsprachige Modelle die nächste große Phase des Kapitalismus einläuten wird – eine Phase, in der die Unternehmensgewinne boomen werden, da immer mehr Arbeit an intelligente Maschinen übergeben wird, was die Effizienz steigern, und das Wachstum beschleunigen soll, so die allgemeine Annahme.

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    Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan, ist beispielsweise davon überzeugt, dass KI außergewöhnliche Veränderungen auslösen wird, die möglicherweise ebenso umwälzend sein werden wie die der Druckerpresse, der Dampfmaschine und der Elektrizität.

    Diese Spekulationen haben einen Boom ausgelöst, da die größten Technologieunternehmen der Welt massiv investieren, um ihre Vorherrschaft auf diesen Bereich zu erweitern. Unternehmen wie Nvidia, Broadcom und Super Micro Computer, die die für die KI-Modelle benötigte Hardware bereitstellen, haben davon profitiert.

    Mögliche "Katastrophe"

    Das Problem sei jedoch, so die Skeptiker, dass die kommerziellen Hoffnungen auf die Technologie möglicherweise deutlich übertrieben sind, so dass die Gefahr einer Börsenkorrektur besteht.

    David Bahnsen, Gründer und Chief Investment Officer der Bahnsen Group, hat sich auf dieses Szenario vorbereitet. Er meidet Nvidia und andere große Tech-Aktien, da er eine mögliche "Katastrophe" prognostiziert.

    Dotcom-Vergleiche

    "Die Art und Weise, wie wir Geld verdienen, besteht darin, dass wir nicht den Kopf hinhalten müssen, wenn der letzte Trottel im März 2000 auf Cisco gesetzt hat." Er bezieht sich dabei auf den steilen Fall, den die Aktien des Hardware-Unternehmens nach dem Platzen der Dotcom-Blase erlitten. "Eine Menge Leute werden Geld verlieren, wenn sie nicht aussteigen", warnt er nun.

    Bislang gibt es dafür allerdings nur wenige Anzeichen. Während die Tech-Aktien am Mittwoch aufgrund von Befürchtungen, dass die Chip-Hersteller noch tiefer in einen Handelskrieg zwischen den USA und China hineingezogen werden, nachgaben, halten sie sich immer noch in der Nähe ihrer Rekordstände.


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    Goldmans Covello bezweifelt, dass die meisten der Unternehmen mit ihren Investitionen in KI eine nennenswerte Rendite erzielen werden. Um eine angemessene Rendite aus den Investitionen in die KI-Infrastruktur in Höhe von etwa einer Billion US-Dollar zu erzielen, die er für die nächsten Jahre erwartet, müssten die Unternehmen in der Lage sein, die KI zur Lösung immer komplexerer Aufgaben einzusetzen.

    Seiner Meinung nach hat die KI das Versprechen abgegeben, einige Aufgaben wie die Programmierung effizienter zu machen, aber nicht annähernd genug, um die Kosten zu rechtfertigen.

    Wenn sich in den nächsten anderthalb Jahren keine bedeutenden Anwendungen abzeichnen, so Covello, werde sich das Blatt an der Börse wenden. Er glaubt jedoch nicht, dass es schon so weit ist, denn die fortgesetzte Entwicklung wird die Anleger wahrscheinlich weiterhin in Aktien wie Nvidia treiben. "Eine der wichtigsten Lektionen, die ich in den letzten drei Jahrzehnten gelernt habe, ist, dass es lange dauern kann, bis Blasen platzen", sagt er.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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