Nach dem Rücksetzer

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    Gelingt Brent Öl die Trendwende oder droht ein weiteres Preisdebakel?

    Brent Öl musste in den letzten Handelstagen Federn lassen. Dass es so kommen würde, zeichnete sich bereits zum Zeitpunkt der letzten Kommentierung ab. Gelingt Brent Öl nun aber die Trendwende?

    Für Sie zusammengefasst
    Nach dem Rücksetzer - Gelingt Brent Öl die Trendwende oder droht ein weiteres Preisdebakel?

    Konjunktursorgen belasten

    Die immer wieder aufflammenden Konjunktursorgen und damit einhergehend Sorgen im Hinblick auf die Öl-Nachfrage belasteten zuletzt Brent Öl. Vor allem die chinesischen Konjunkturdaten schürten diese Befürchtungen in den letzten Tagen immer wieder. So ganz abschütteln kann der Ölmarkt dieses Thema offenkundig nicht. Auch die zuletzt überraschend vorgenommene Leitzinssenkung in China beruhigte die Gemüter dahingehend nicht. Dass die US-amerikanische BIP-Daten positiv ausfielen, half da nur bedingt. 

    Potenzielle Preistreiber fehlen

    Dem Markt fehlen aktuell die potenziellen Preistreiber. Das Thema Geopolitik, das zurückliegende Aufwärtsbewegungen oftmals befeuerte, spielt gegenwärtig nur eine untergeordnete Rolle. Gleiches gilt für Wetterunbilden, die Förderanlagen beeinträchtigen könnten, so wie zuletzt der Hurrikan „Beryl“. Auch diese spielen aktuell keine Rolle. 

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    US-Daten im Blick

    Die US-Daten senden weiterhin ambivalente Signale. So vermeldete die EIA (Energy Information Administration) zwar für die Woche zum 19. Juli einen Rückgang der US-Rohöllagerbestände um 3,7 Mio. Barrel auf 436,5 Mio. Barrel, doch die Ölförderung in den USA liegt unverändert auf Rekordniveau. Wie bereits in den Vorwochen gab die EIA die Ölförderung für die Woche zum 19. Juli mit 13,3 Mio. bpd an. Eine Entspannung ist von dieser Seite vorerst nicht zu erwarten.

    Brent Öl charttechnisch angezählt

    Der schwache Wochenausklang mahnt zur Vorsicht. Die zentrale Unterstützungszone 81,7 US-Dollar / 80 US-Dollar steht im Feuer. Das Risiko, dass Brent Öl die 80 US-Dollar aufgeben muss, ist nach dem schwachen Wochenschluss nicht gerade gering. Vieles wird vom Start in die neue Handelswoche abhängen. Gelingt Brent Öl ein robuster Wochenstart und die rasche Rückkehr über die 81,7 US-Dollar, dann könnte sich das Ganze als temporärer Ausrutscher erweisen. Obacht ist hingegen geboten, sollten sich die aktuellen Entwicklungen manifestieren und Brent Öl den Kontakt zu den 80 US-Dollar verlieren. In diesem Fall müsste mit weiteren Abgaben in Richtung 77 US-Dollar / 75 US-Dollar gerechnet werden. 

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    Fazit

    Für Brent Öl geht es in den nächsten Handelstagen um viel. Eine Stabilisierung der Lage hat oberste Priorität. Die Vielzahl der anstehenden Konjunkturdaten könnte das Unterfangen erschweren. Bricht man das Ganze auf die charttechnischen Aspekte herunter, dann gilt: Brent Öl muss über die 81,7 US-Dollar zurückkehren, um dem aktuellen Rücksetzer den Schwung zu nehmen. Anderenfalls droht eine Ausdehnung der Abwärtsbewegung in Richtung 75 US-Dollar. 

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte


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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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