Der günstigste Markt der Welt

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    Value-Investments in Asien: Potenzial und Chancen

    Trotz der Erholung asiatischer Märkte gibt es weiterhin attraktive Anlagemöglichkeiten. Entdecken Sie in der neuen Smart-Investor-Ausgabe, welche Unternehmen und Märkte für Value-Investoren interessant sind.

    Für Sie zusammengefasst
    • Asiatische Märkte bieten weiterhin attraktive Chancen.
    • NagaCorp profitiert von Tourismus-Erholung in Kambodscha.
    • Pakistan hat günstigsten Aktienmarkt mit hohem Potenzial.
    • Report: Platzt die Alles‑Blase?
    Der günstigste Markt der Welt - Value-Investments in Asien: Potenzial und Chancen

    In einem Kreis mit einem Radius von 4.000 Kilometern um die Metropole Hongkong, lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Die traditionell bevölkerungsreiche Region hat in den letzten Jahrzehnten nun auch noch historisch beispiellose ökonomische Fortschritte erzielt, sodass sich das frühere Armenhaus zur Lokomotive der Weltwirtschaft gewandelt hat.

    Die Region mit einem 50 Prozent-Anteil an der weltweiten Wertschöpfung, erreicht nun eine wirtschaftliche Bedeutung, die es für Anleger sehr schwer macht, sie zu ignorieren. Wir stellen Ihnen im Folgenden Value-Ideen aus verschiedenen Teilen Asiens vor.

    Der Casinomonopolist aus Kambodscha

    Nachdem der Tourismussektor stark unter der Corona-Hysterie gelitten hat, ist hier auch das Aufholpotenzial am größten. Einer der Profiteure einer Normalisierung dürfte die Casino- und Hotelkette NagaCorp werden. Vor der Krise konnte die Gesellschaft, die sich ein Casinomonopol in Kambodscha bis zum Jahr 2045 gesichert hat, regelmäßig Eigenkapitalrenditen von ca. 50 Prozent erzielen.

    Ermöglicht wurde dies neben der starken Marktstellung durch extrem niedrige Personalkosten und durch stetig wachsende Touristenströme. Mit der historischen Tempelanlage Angkor Wat verfügt Kambodscha über eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der Welt und einen Touristenmagneten, von dem NagaCorp einerseitsprofitiert und für den andererseits naturgemäß keine Kosten anfallen.

    NagaCorp

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    ISIN:KYG6382M1096WKN:A0LB2X

    Durch die Kombination mehrerer günstiger Faktoren wurde NagaCorp somit auch für Anleger zu einer Erfolgsgeschichte. Von 2010 bis 2020 konnte die Aktie um etwa 2.000 Prozent zulegen. Seitdem hat das Papier aus den bekannten Gründen den Rückwärtsgang eingelegt. Da die Erholung des Tourismussektors in Asien langsamer als in Europa vonstattenging, lagen die Umsätze 2023 immer noch fast 70 Prozent unter dem Niveau aus dem Rekordjahr 2019.

    Überaus bemerkenswert ist, dass das Unternehmen trotz dieses Umsatzrückgangs für das abgelaufene Geschäftsjahr noch immer eine Nettomarge von 40 Prozent und einen Gewinn von 180 Millionen US-Dollar ausweisen konnte. Bei einer Rückkehr der Touristen sollte sich diese Zahl zumindest auf das Vor-Corona-Niveau erholen, als 500 Millionen US-Dollar im Jahr verdient wurden. Da NagaCorp nur halbjährlich berichtet, liegen für das wichtige erste Quartal noch keine Zahlen vor.

    Das Tourismusministerium in Kambodscha veröffentlicht jedoch monatlich die Zahlen über die Ankünfte ausländischer Touristen. Für die ersten Monate des Jahres zeigen diese deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr und verfehlen das Vorkrisenniveau nur um wenige Prozentpunkte. Sollte diese Entwicklung auf die Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr durchschlagen, die für den Spätsommer erwartet werden, dürfte sich bei den Anlegern die Einsicht festigen, dass sich NagaCorps Erfolgsgeschichte fortsetzt.

    Dann dürfte einer Aufholjagd bis zum bisherigen Allzeithoch bei 1,60 Euro nichts mehr im Wege stehen. Langfristig dürfte noch wesentlich mehr möglich sein – dann nämlich, wenn die geplanten neuen Ressorts bei Angkor Wat und die Erweiterung des Casinokomplexes "NagaWorld" in Phnom Penh fertiggestellt werden.

    Deep Value – der günstigste Markt der Welt

    Die Krone für den günstigsten Aktienmarkt der Welt darf sich Pakistan aufsetzen. Die im Karachi Stock Index 100 enthaltenen Werte bringen mit einem durchschnittlichen KGV von vier gerade einmal halb so viel auf die Waage wie der zweitgünstigste Markt, nämlich die Türkei. Dabei hat sich der Index seit Jahresanfang sogar noch um über 80 Prozent erholt.

    In den Genuss noch günstigerer Einstiegskurse kamen nur hartgesottene Contrarians, die zugriffen, als im Herbst letzten Jahres die Nachrichten über den angeblichen "wirtschaftlichen Kollaps" Pakistans die Mainstreamblätter erreichte. Bei dem optisch günstigen Gewinnmultiplikator muss zudem berücksichtigt werden, dass die Gewinne aufgrund der rezessiven Wirtschaft gedrückt sind.

    Die Fantasie besteht also darin, dass sich sowohl die Gewinne als auch der Multiplikator ausweiten könnten. Zwar hat Pakistan zahlreiche unlösbar erscheinende Probleme – wie so oft, wenn die Stimmung für ein Land auf dem Tiefpunkt ist. Allerdings dürften sie auf diesem Bewertungsniveau mehr als eingepreist sein.

    Die größte Trumpfkarte Pakistans für seine weitere Entwicklung dürfte die strategische Partnerschaft mit China sein, welches durch Pakistan die Chance auf einen alternativen Zugang zum Indischen Ozean sieht. Dafür wurden in den letzten Jahren von chinesischen Firmen eine Autobahn über des Karakorum-Gebirge, Tiefseehäfen und sogar moderne Atomkraftwerke gebaut.

    Die Modernisierung der desolaten Infrastruktur hat das Potenzial, das ganze Land auf ein völlig neues Level zu heben. Leider sind pakistanische Unternehmen mit lustig klingenden Namen wie "Lucky Cement" oder "Al-Ghazi Tractors" für deutsche Privatanleger nicht handelbar. Nachdem VanEck sein Pakistanzertifikat ziemlich genau zum Tiefpunkt des Markts eingestellt hat, gibt es mit dem "XTRACKERS MSCI PAKISTAN" der DWS nur noch ein Produkt, das den pakistanischen Index abbildet.

    Versicherungsriese aus China

    Ping An ist im Sach- und Gebäudeversicherungsgeschäft, bei Kranken- und Lebensversicherungen, in der Vermögensverwaltung sowie im Fintech-Bereich tätig. In den letzten 20 Jahren konnte die Gesellschaft die eingenommenen Prämien auf umgerechnet über 100 Milliarden Euro mehr als verzwanzig- und seine Gewinne sogar fast vervierzigfachen. Damit wuchs Ping An zum größten Versicherer Chinas. Aufgrund der beeindruckenden Erfolgsgeschichte wurde die Gesellschaft in der Vergangenheit wie ein Wachstumsunternehmen bewertet.

    In den letzten drei Jahren musste Ping An jedoch mit Rückschlägen kämpfen und einige Federn lassen. Naturkatastrophen belasteten das Sachversicherungsgeschäft, die Immobilienkrise und der schwache Aktienmarkt in China drückten auf die Vermögensverwaltungssparte sowie auf das Lebensversicherungsgeschäft. Die Aktie gab deshalb von ihren Höchstständen fast 70 Prozent ab und notiert nun auf einem attraktiven Bewertungsniveau. So liegt das 2023er KGV gerade einmal bei sieben …

    Autor: Thomas Steinhauser  

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