Chartanalyse
Nvidia nach der Zahlen-Enttäuschung: Nichts Ganzes und nichts Halbes!
Die Aktie von Nvidia handelt nach der enttäuschenden Kursreaktion auf das starke Quartalsergebnis in einer schwierigen Ausgangslage. Was technisch jetzt zu beachten ist.
- Nvidia-Aktie nach starkem Quartal enttäuscht gefallen.
- Aufwärtstrend bleibt, aber schwache Dynamik erkennbar.
- Unterstützung bei 115 US-Dollar, neue Verluste drohen.
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Die enttäuschten Hoffnungen der vielen Anleger, die sich im Vorfeld der Zahlen von KI-Highflyer Nvidia mit umfangreichen Optionswetten in Stellung gebracht hatten, war in der vergangenen Woche nach Verlusten von 6,4 Prozent allgegenwärtig.
Angesichts der Tatsache, dass der Geschäftsbericht erneut äußerst stark ausgefallen ist, war die Enttäuschung umso größer. Viele Anleger scheinen in ihrer Zuversicht vergessen beziehungsweise unterschätzt zu haben, dass hinter der Aktie bereits eine Erholungsrallye mit einem Umfang von 40 Prozent gelegen hatte und die Signallage vor den Quartalszahlen alles andere als eindeutig war.
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Die schwache Kursreaktion nach den Zahlen hat, wie der Blick in den Chart der Aktie zeigt, nicht dazu beigetragen, für eine weniger widersprüchliche Ausgangslage zu sorgen. Das Kursgeschehen dürfte mittelfristig schwierig bleiben.
Quelle: TradingView.com
Signallage auch nach den Zahlen gemischt
Als positiv zu bewerten ist, dass Nvidia noch immer in einem übergeordneten Aufwärtstrend handelt und sich trotz der Enttäuschung in der vergangenen Woche im Bereich der 50-Tage-Linie behaupten kann. Bestätigt wird die Aufwärtsbewegung der Aktie durch den Trendstärkeindikator MACD, der einen intakten Trend anzeigt.
Gleichzeitig deutet sowohl das mögliche Unterschreiten der Signallinie als auch das Aufgeben der 50-Tage-Linie auf einen Verlust von Aufwärtsdynamik hin. Dieses Bild wird vervollständigt durch die im Kursverlauf klar erkennbare Top-Bildung, die zum dritten Lower High in Folge führen könnte.
Starke Erholungsrallye, aber zunehmend schwacher Trend
Das wäre trotz der jüngst erfolgreichen Erholungsrallye ebenso wie die zu kippen drohende 50-Tage-Linie als bearish zu bewerten und könnte mittelfristig zu neuerlichen Kursverlusten führen. Kurzfristig haben die Käufer aber die Unterstützung im Bereich von 115 US-Dollar sowie den im Plusbereich verharrenden MACD auf ihrer Seite.
Deutlich verbessern würde sich das Chartbild, wenn Nvidia der Sprung über den Widerstand bei 130 US-Dollar gelingen würde. Damit könnte die gegenwärtige Top-Bildung neutralisiert werden. Selbst wenn Nvidia aber noch einmal neue Rekordhochs gelingen sollten, bleibt ein Problem.
Fazit: Zum Erfolg verdammt, ansonsten drohen neue Verluste
Schon die letzten Allzeithochs waren von der technischen Indikation nur noch teilweise bestätigt, so befindet sich der Relative-Stärke-Index (RSI) bereits seit Monaten im Gegensatz zur Kursentwicklung der Aktie in einem Abwärtstrend. Das Hoch bei 140 US-Dollar konnte zuletzt nur durch den MACD bestätigt werden.
Um Zweifel an der derzeit gemischten Signallage zu zerstreuen, müsste Nvidia also ein technisch möglichst überzeugendes Allzeithoch erreichen. Danach sieht es gegenwärtig jedoch nicht aus. Neben dem MACD deutet auch der RSI auf nachlassenden Schwung hin.
Daher sollten sich Anleger auf ein mögliches Unterschreiten der Unterstützung bei 115 US-Dollar und eine weiteren Abwärtsbewegung in Richtung der Marke von 100 US-Dollar gefasst machen.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen


