Abruptes Ende der Rallye?
Goldpreis taucht ab. Barrick Gold vor den Zahlen
Der Goldpreis geriet zuletzt ins Wanken. Statt die 2.800 US-Dollar in Angriff zu nehmen, muss es nun darum gehen, die 2.700 US-Dollar zu verteidigen. Die Produzentenaktien konnten sich dem nicht entziehen.
- Goldpreis fällt unter 2.800 US-Dollar, 2.700 verteidigen.
- Anleiherenditen steigen, belasten Goldmarkt stark.
- Barrick Gold vor Q3-Zahlen, kritische charttechnische Lage.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Goldpreis kommt zurück
Der Goldpreis kam in der zweiten Hälfte der abgelaufenen Handelswoche deutlich zurück. Das Vorhaben, über die 2.800 US-Dollar vorzustoßen, wurde fürs Erste abgeblasen. Obwohl der Rücksetzer aus bullischer Sicht durchaus ungelegen kam, sollte er noch nicht überbewertet werden.
Nicht nur Gold schwächelt gegenwärtig. Auch Silber tut sich schwer. Lesen Sie hierzu den Kommentar „Brechen jetzt die Dämme? - Silberpreis verliert kräftig. Kleiner Ausverkauf bei Produzentenaktien“. Mit Abstrichen trifft das auch auf Kupfer zu. Lesen Sie hierzu den Kommentar „Kupferpreis trotzt der Gemengelage. Kupferproduzent mit Zahlen“
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Anleiherenditen belasten
Der Druck vom Anleihemarkt wurde schließlich doch zu groß. Gold zeigte sich lange Zeit unbeeindruckt vom jüngsten Anstieg der Renditen, doch nun wurde das Edelmetall von den Entwicklungen eingeholt. So stiegen die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen am Freitag auf knapp 4,4 Prozent. Das war wohl der berühmt-berüchtigte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte bzw. einige Marktakteure nahmen den Anstieg zum Anlass, um Gewinne beim bis zuletzt so exzellent gelaufenen Gold mitzunehmen.
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Fazit
Im Vorfeld einer womöglich richtungsweisenden Handelswoche lässt es der Goldpreis etwas ruhiger angehen. Aus charttechnischer Sicht wäre es ideal, wenn der Rücksetzer auf 2.700 US-Dollar begrenzt werden könnte. Sollte es hingegen und die 2.600 US-Dollar gehen, wäre Vorsicht geboten. Aktuell bleiben nach wie vor die 3.000 US-Dollar das übergeordnet zu präferierende Preisziel. Die in der nächsten Woche anstehenden Termine (US-Wahl, Fed-Leitzinsentscheidung etc.) könnte jedoch kurzfristig für Verwerfungen sorgen.
Barrick Gold vor den Zahlen
In dieser anspruchsvollen Gemengelage muss der kanadische Gold- und Kupferproduzent Barrick Gold Farbe bekennen. Das Unternehmen hat die Veröffentlichung der Q3-Daten für den 7. November angekündigt. Nachdem Newmont so arg enttäuschte, ruhen die Hoffnungen nun auf Barrick Gold.
Wenige Tage vor der Zahlenveröffentlichung befindet sich Barrick Gold aus charttechnischer Sicht in einer sehr misslichen Lage. Die Aktie scheiterte zuletzt am Widerstandsbereich von 21+ US-Dollar und drehte daraufhin nach unten ab. Mittlerweile hat Barrick Gold den markanten Unterstützungsbereich von 19 US-Dollar erreicht. Sollte dieser signifikant unterschritten werden, würde eine Top-Bildung Form annehmen. Gleichzeitig würde sich der Aktie weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 18 US-Dollar bzw. 17 US-Dollar eröffnen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte


