DAX+0,31 % EUR/USD+0,06 % Gold+0,06 % Öl (Brent)0,00 %

Geldparkplätze auf dem Prüfstand

Gastautor: Albert Reiter
16.05.2006, 10:03  |  1489   |   |   
ANALYSE: Wie gut sind Geldmarktfonds im Vergleich zum Sparbuch wirklich?

Wer sein Geld sehr kurzfristig und ohne Risiko anlegen will, freut sich in diesem Jahr endlich über steigende Zinsen. Sparbücher mit täglicher Fälligkeit bringen aktuell zwischen 0,1 und 2,5 Prozent, wobei die ING Diba Direktbank in Österreich sogar 2,75 Prozent bietet.

In Konkurrenz zu den oben genannten Möglichkeiten stehen Fondsprodukte, vor allem aus den Assetklassen Euro-Geldmarkt oder Euro-Anleihenfonds mit kurzer Restlaufzeit.

- Reine Euro-Geldmarktfonds erzielten im Zeitraum 2001-2006 (gemessen am Schnitt der Lipper-Fondskategorie) eine annualisierte Rendite von 2,2 Prozent. Auf Sicht der letzten ein bzw. drei Jahre waren es aufgrund des Niedrigzinsumfeldes aber nur mehr 1,6 Prozent. Dabei ist der Performance-Unterschied zwischen dem besten der insgesamt 181 Geldmarktfonds und dem schlechtesten mit 3,45 Prozent auffallend groß. Denn während der QIK Safe EUR im Zeitraum 9.5.2005-9.5.2006 2,8 Prozent zulegen konnte, verlor der Spängler Cash Trust als einziger Fonds und liegt mit 0,6 Prozent im Minus.

- Kurzlaufende Euro-Anleihenfonds kamen im 5-Jahres-Durchschnitt auf eine Jahresperformance von 2,4 Prozent. Aufgrund der höheren Duration (und der damit verbundenen Zinssensitivität) wirkten sich die zuletzt steigenden Zinsen stärker aus als bei Geldmarktfonds. Im Schnitt der letzten drei Jahre kamen diese Fonds nur mehr auf eine Rendite von 1,5 Prozent, im 12-Monats-Zeitraum liegt die Rendite bei mageren 0,8 Prozent. Auch hier ist das Performance-Spektrum zwischen 2,33 Prozent (COMINVEST Short Term Plus) und -1,28 Prozent beim LUX-Select sehr groß.

Welche Fonds liegen vorn?

Bei den Euro-Geldmarktfonds weist der ESPA Cash Euro-Plus auf Sicht der letzten fünf Jahre das beste Ertrags/Risikoverhältnis. Der bereits 1979 aufgelegte Fonds ist zudem der älteste Geldmarkfonds seiner Klasse. Mit einer Sharpe Ratio von 1,19 (risikofreier Zinssatz: 3-Monats-Euribor) liegt er auf Platz eins aller Geldmarktfonds. Auch die Performance kann sich mit 3,4 Prozent durchaus sehen lassen.

Steindorfer: Platz eins für den ESPA Cash Euro-Plus

Auf der Einkaufsliste des von Herbert Steindorfer verwalteten Fonds stehen zinsvariable Titel und je nach Zinseinschätzung Anleihen mit kurzer Restlaufzeit bzw. erstklassiger Bonität.

Auf Platz zwei findet sich der AXA Spread Court Terme von Philippe Billot. Im Vergleich zum ESPA Fonds, weist dieser mit einer jährlichen Volatilität von unter 0,2 Prozent weniger als die Hälfte der Schwankungen auf. In der Mitte des Volatilitäts-Spektrums finden sich der dritt- und viertplatzierte Tyrolcash bzw. der siemens/rich&liquid an. Beide Fonds erzielten in den letzten fünf Jahren bei einer jährlichen Volatilität von rund 0,35 Renditen um die drei Prozent.
Seite 1 von 2

0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Aus der Community
LUS Wikifolio-Index Performance von Kryptowährungen Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni
LUS Wikifolio-Index BITCOIN performance Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni
LUS Wikifolio-Index BITCOIN, ETHEREUM & GOLD Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni