Start 2025
Gewonnen wie zerronnen – Chip-Aktien volatil zum Jahresauftakt
Volatilität voraus – Chip-Aktien starten gemischt ins neue Börsenjahr. Zudem reagieren sie äußert sensibel auf die Nachrichtenlage.
- Chip-Aktien starten 2025 volatil, stark schwankend.
- Foxconn meldet Rekordumsatz, Aktien steigen stark.
- US-Behörden prüfen KI-Prozessoren-Verkaufseinschränkungen.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Anteilsscheine der Halbleiterindustrie starteten das Jahr 2025 mit stark schwankenden Kursbewegungen.
Am Montag knallten die Aktien der Chip-Riesen nach oben. Das taiwanesische Unternehmen Foxconn hatte am Sonntag einen Rekordumsatz für sein viertes Quartal vermeldet.
Am Dienstag verkündete Microsoft zudem Pläne zur Investition von 80 Milliarden US-Dollar für den Ausbau von KI-Rechenzentren. Citigroup sagt, Microsofts Ausgabenplan entspreche zwar den Schätzungen der Analysten, sei aber nur eine "bescheiden positive" Aktualisierung der bisher vorgestellten Investments.
Die Anteile vieler Chip-Riesen kletterten, zeigt es doch nicht zuletzt die langfristige Nachfrage nach Halbleitertechnologien. Micron Technology führte das Feld an und verzeichnete einen Anstieg von rund 10 Prozent.
Auch Schwergewichte wie Applied Materials, Lam Research und KLA Corporation erzielten am Dienstag Kursgewinne von rund 5 Prozent.
Am Montag schoss die Nvidia-Aktie auf einem Rekordhoch von 149,43 US-Dollar, unter anderem angetrieben durch die Ankündigung neuer KI-gestützter Gaming-Chips und einer Partnerschaft mit Toyota und Zulieferen der Automobil-Industrie. Überraschend: Aurora, Continental und Nvidia wollen autonome Lkw in großem Stil auf die Straße bringen.
Am Mittwoch beeinflussten Medienberichten die Chipwerte, denen zufolge die US-Behörden erwägen, den Verkauf fortschrittlicher KI-Prozessoren an bestimmte Länder einzuschränken, um den indirekten Transfer fortschrittlicher Technologie über den Nahen Osten nach China zu verhindern.
Die Werte der meisten Chip-Aktien rutschten daraufhin zeitweise wieder deutlich in den Keller. Auch die europäischen Halbleiter-Riesen wie ASML tauchten ab, bevor sie mit einem moderaten Minus von rund 0,9 Prozent schlossen.
Der Halbleiter-Sektor zeigt sich derzeit äußert sensibel auf positive wie negative Nachrichten. Das zeigt die Unsicherheit der Anleger, die geneigt scheinen, Gewinne schnell mitzunehmen. Langfristig ist trotz der Volatilität hier aber noch viel Potenzial.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
