Hebel-Idee

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    Hohes Abwärtspotenzial: Steht diese US-Technologie-Aktie vor einem Crash?

    In der Aktie von Streaming-Dienstleister Netflix zeichnet sich eine Top-Bildung ab. Für risikoaffine Anleger ergibt sich daraus ein spektakuläre Trading-Chance.

    Für Sie zusammengefasst
    • Netflix-Aktie zeigt Top-Bildung, Korrektur droht.
    • Technische Indikatoren deuten auf Abwärtstrend hin.
    • Short-Positionen könnten riskante, aber lukrative Chance sein.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Hebel-Idee - Hohes Abwärtspotenzial: Steht diese US-Technologie-Aktie vor einem Crash?

    Die vergangenen zwei Jahre waren für US-Technologiewerte herausragend. Wenngleich KI- und Halbleiterwerte wie Broadcom und Nvidia die Schlagzeilen beherrschten, entwickelten sich auch etliche andere Titel hervorragend. Dazu gehört mit einem Plus von 80 Prozent in den vergangenen 12 Monaten auch das Papier von Streaming-Dienstleister Netflix.

    Der konnte seine marktbeherrschende Stellung festigen und ist innerhalb der hart umkämpften Branche der unangefochtene Margen- und Profitabilitätskönig. Durch strategische Initiativen wie das Vorgehen gegen Passwort-Sharing, werbefinanzierte Abonnements und strengere Kriterien für das Fortsetzen von Serien, die zu einigen unpopulären, aber finanziell erfolgreichen Absetzungen geführt haben, konnte der Unternehmensgewinn überproportional gesteigert werden.

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    Netflix: Ein Crash-Kandidat?

    Doch mit Blick sowohl auf die Bewertung als auch den Chart könnte die Aktie nun vor einer signifikanten Korrektur oder sogar einem Crash stehen. Aus technischer Perspektive gibt es bemerkenswerte Parallelen zur Situation unmittelbar vor dem letzten Einbruch der Aktie.

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    Trotz starker Entwicklung: Gefahr im Verzug

    Der 52-Wochen-Chart lässt auf den ersten Blick kaum Schwächen erkennen. Die Aktie handelte im zurückliegenden Jahr in einem Aufwärtstrendkanal mit einer Breite von rund 100 US-Dollar. Dieser konnte im November nach oben verlassen werden, was zu einer erkennbaren Zunahme des Momentums zur Oberseite geführt hatte.

    In den vergangenen Wochen trat Netflix auf der Stelle. Im Bereich von 900 US-Dollar ist es zu deiner Top-Bildung gekommen, der ein Doppel-Top im Bereich von 940 US-Dollar vorausgegangen ist. Hier war das Papier mit dem 39-fachen der in diesem Jahr erwarteten Gewinne bewertet.

    Ungeachtet der jüngsten Verluste zeigt der Trendstärkeindikator MACD aber noch immer einen intakten Aufwärtstrend an, wenngleich die Notierung unterhalb der Nulllinie ein inzwischen schwindendes Momentum bedeutet.

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    Gefährliche Parallele zu 2021/22

    Der Blick in den Wochenchart hingegen zeigt, dass die jüngste Korrektur nur der Auftakt zu einer größeren und nachhaltigeren Abwärtsbewegung gewesen sein könnte. Wenngleich der Relative-Stärke-Index (RSI) im Chart zuvor bereits nahe dem überverkauften Bereich notiert, hat er im Wochenchart gerade erst begonnen, von überkauften Niveaus zurücksetzen.

    Dazu kommt eine bearishe Divergenz. Trotz neuer Allzeithochs im vergangenen Jahr erzielte der RSI kein neues eigenes Hoch. Das gelang zwar im MACD, die technische Bestätigung der Rekordnotierungen ist aber unvollständig, was eine mittelfristige Trendwende bedeuten könnte.

    Eine solche Vermutung legt auch der Umstand nahe, dass der MACD im Begriff ist, unter seine Signallinie zurückzufallen. Das ist von einem ähnlich hohen Kursniveau ausgehend schon 2022 der Anlass für einen Crash der Aktie gewesen.

    20 Prozent Abwärtspotenzial

    Der inzwischen gewaltige Abstand zu den gleitenden Durchschnitten zeigt zwar einerseits den Erfolg der Aktie in den vergangenen zwei Jahren an, könnte aber in den kommenden Wochen und Monaten zu einem Boomerang werden, denn somit fehlen diese als Unterstützungen.

    Als solche kommt derzeit vor allem der Bereich um 700 US-Dollar infrage, der das alte Rekord- und damit Ausbruchsniveau darstellt. Außerdem verläuft hier die im Tageschart ermittelte 200-Tage-Linie sowie die auf Wochenbasis ermittelte 50-Tage-Linie. Selbst eine Korrektur bis hierher bedeutet jedoch ein Abwärtspotenzial von 20 Prozent – und selbst auf diesem Niveau wäre Netflix noch immer mit dem 29-fachen der in diesem Jahr erwarteten Gewinne bewertet.

    Fazit: Eine aussichtsreiche Short-Chance

    Neutralisiert würde die aktuelle Abwärtsgefahr erst im Falle neuer Allzeithochs, die dann als Kaufsignal fungieren würden. Dabei sollte das Hoch in der Aktie aber auch durch Hochs in beiden technischen Indikatoren bestätigt werden – hierfür bedürfte es aber deutlich höherer Notierungen, die aufgrund der ohnehin bereits sportlichen Bewertung eher auszuschließen sind.

    Anleger sollten sich daher auf eine kräftige Korrektur der Netflix-Aktie einstellen. Wer investiert ist, dürfte gut beraten sein, Gewinne zu realisieren. Risikoaffine Trader könnten außerdem das Eröffnen einer Short-Position erwägen. Hierfür stellt das KO-Zertifikat MJ1D77 eine hervorragende Option dar.

    MJ1D77 ist ein Endloszertifikat mit einer KO-Barriere bei 950,57 US-Dollar. Das liegt um ein Prozent über dem aktuellen Rekordhoch. Da Kurse darüber für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sprechen würden, ist das Halten einer Short-Position oberhalb davon nicht sinnvoll.

    Praktisch: MJ1D77 verfügt über einen eingebauten Stopp-Loss. Da Basispreis und KO-Barriere nicht identisch sind, verfällt das Zertifikat bei einem KO-Ereignis nicht wertlos, sondern bietet einen Rückzahlungsbetrag von 0,69 Euro. Das begrenzt die Verlustgefahr auf rund 54 Prozent.

    Szenariotabelle
    KO-Zertifikat
    MJ1D77 (KO-Barriere bei 950,57 $)
    Fall 1 Fall 2 Fall 3 Fall 4 Fall 5 Fall 6
    Verkaufspreis Aktie * 870,60 $
    Kaufpreis KO-Zertifikat * 1,49 €
    KO-Barriere 950,57 $
    Basispreis 1.022,08 $
    Laufzeit endlos
    Rückkaufpreis Aktie 950,57 $ 900,00 $ 850,00 $ 800,00 $ 750,00 $ 700,00 $
    Wertentw. KO-Zertifikat 0,69 € 1,19 € 1,67 € 2,16 € 2,64 € 3,13 €
    Rendite Aktie +9,2 % +3,4 % -2,4 % -8,1 % -13,9 % -19,6 %
    Rendite KO-Zertifikat -53,7 % -20,1 % +12,1 % +45,0 % +77,2 % +110,1 %

    * Stand: Donnerstag, 09. Januar, 17:15 Uhr (MEZ), Berechnungsgrundlage für die in der Tabelle angegebenen Renditen

    Wertlos verfallen würde das Zertifikat nur dann, wenn die Aktie über Nacht die KO-Barriere erreichen und dabei auch über den Basispreis von 1.022,08 US-Dollar klettern sollte. Umgekehrt bietet MJ1D77 jedoch ein beträchtliches Gewinnpotenzial, sollte sich das bearishe Szenario bewahrheiten.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion


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