Edelmetall im Aufwind
Gold vor Kursexplosion? Das spricht jetzt dafür!
Der Goldpreis kann sich am Donnerstag das erste Mal seit mehr als einem Monat über 2.700 US-Dollar pro Feinunze steigern. Der Chart zeigt: Da geht noch mehr!
- Goldpreis über 2.700 USD, Aufwärtstrend intakt!
- Technische Indikatoren deuten auf weitere Gewinne hin.
- Rekordnotierungen bis 3.000 USD möglich, bullish!
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Mit einem Plus von 3 Prozent ist Gold durchaus schwungvoll in das neue Jahr gestartet – deutlich besser jedenfalls als der US-Aktienmarkt. Erst nach einer Rallye von fast 2 Prozent konnte der S&P 500 am Mittwoch nach moderat ausgefallenen Inflationsdaten das Vorzeichen wechseln.
Dass das Edelmetall den Rückenwind aus dem vergangenen Jahr mit in 2025 nehmen konnte, ist durchaus überraschend. Denn sowohl der gegenwärtige starke US-Dollar als auch der zuletzt kräftige Anstieg der Anleiherenditen bedeuten eigentlich fundamentalen Gegenwind: Hohe Zinsen sorgen für hohe Opportunitätskosten, was Gold im Verhältnis zu anderen Assetklassen weniger attraktiv macht.
Gold nimmt Kurs auf neue Rekordnotierungen, nur eine Hürde gibt es noch!
Diese relative Stärke hat am Donnerstag zu einem weiteren Erfolg geführt. Erstmals seit mehr als einem Monat hat sich Gold über die Marke von 2.700 US-Dollar verteuert und dabei von gemischt ausgefallenen Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten profitiert. Wird das Edelmetall jetzt nicht abverkauft, ist der Weg zu neuen Allzeithochs (fast) frei!
Aufwärtstrend trotz Korrektur nicht gefährdet
Um mehr als ein Drittel konnte sich Gold in den vergangenen 12 Monaten verteuern. Das bedeutet die beste Periode seit der Rallye zwischen August 2018 und August 2020. Hohe Zentralbankkäufe, politische Unsicherheit und anhaltend hohe Inflationsraten haben zu dem Anstieg beigetragen.
Dadurch gelangen Rekordnotierungen in Serie. Nur im Frühjahr sowie im Spätherbst setzten zeitweise Kursflauten ein. Selbst die jüngste Konsolidierung hat den im Juni gestarteten Aufwärtsimpuls nicht gefährden können, wenngleich dieser einige Male getestet wurde. Sowohl lang- als auch mittelfristig ist der Aufwärtstrend daher zuletzt zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.
Der Trend spricht für steigende Kurse
Mit dem Unterschreiten der 50-Tage-Linie ist den Bären zumindest ein Achtungserfolg gelungen. Auch dieser blieb jedoch folgenlos, denn mit Ausnahme eines kurzen Pullbacks im November blieb neben der Aufwärtstrendlinie auch der Unterstützungsbereich bei 2.600 US-Dollar ungefährdet. Diesen konnten die Käufer nun zu einem Anstiegsversuch in Richtung 2.700 US-Dollar nutzen.
Begleitet wird der Kursanstieg durch steigende technische Indikatoren. Sowohl der Relative-Stärke-Index (RSI) als auch der Trendstärkeindikator MACD sind mit dem Goldpreis gestiegen und bestätigen so dessen Aufwärtstrend. Das spricht aktuell dafür, dass Gold seine Gewinne ausweiten und in Richtung des bisherigen Allzeithochs ansteigen kann.
Trotz ersten Warnsignals: Neue Allzeithochs möglich!
Auch neue Rekordnotierungen sind denkbar, denn der RSI ist zwar bereits fortgeschritten, aber bei weitem noch nicht überkauft. Der MACD hingegen hat gerade erst seine Null- sowie seine Signallinie überwinden können, was auf einen nachhaltigen, mehrwöchigen oder sogar mehrmonatigen Kursimpuls hindeutet.
Die einzige Gefahr, die in Gold aus technischer Perspektive derzeit lauert, ist eine Entwicklung, die schon im vergangenen Jahr zu beobachten war. Trotz immer höherer Goldpreise sind den technischen Indikatoren im Tageschart keine neuen Hochs mehr gelungen. Solche bearishen Divergenzen können die Vorboten übergeordneter Trendwenden sein.
Im Wochenchart sind solche Divergenzen bislang jedoch noch nicht zu beobachten, daher könnte das von vielen Analysten ausgerufene Ziel von 3.000 US-Dollar je Feinunze durchaus erreicht werden.
wallstreetONLINE RedaktionMit dem Helikopter ausgeflogen
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Fazit: Long-Seite bevorzugen!
Gold klettert am Donnerstag nach mehr als einem Monat das erste Mal wieder über 2.700 US-Dollar und wird dabei von einer technisch verbesserten Ausgangslage begleitet. Das spricht für fortgesetzte Kursgewinne, insbesondere dann, wenn nun auch noch der Horizontalwiderstand bei 2.720 US-Dollar aus dem Weg geräumt werden kann.
Eine Eintrübung des bullishen Setups würde sich hingegen bei Kursen unterhalb von 2.600 US-Dollar ergeben. Dann dürfte ein Test der Unterstützung bei 2.500 US-Dollar, wo auch die 200-Tage-Linie verläuft, kaum zu vermeiden sein. Hierfür gibt es in der technischen Indikation derzeit jedoch keine Hinweise, Anleger sollten sich daher auf der Long-Seite engagieren.
Wer bei Minen-Aktien zugreifen möchte, sollte Barrick Gold aufgrund der Auseinandersetzung mit der Regierung in Mali derzeit meiden. Eine spannende Kombi-Chance gibt es dagegen bei Freeport-McMoRan, wo Anleger auch von steigenden Kupferpreisen profitieren können.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

