Prognose angehoben
GSK-Aktie mit bestem Handelstag seit drei Jahren?
Der britische Pharmakonzern Glaxo Smith Kline (GSK) hat am Mittwoch ein besser als erwartetes viertes Quartal gemeldet und seine Umsatzprognose für 2031 auf knapp 50 Milliarden US-Dollar angehoben.
- GSK übertrifft Erwartungen, Umsatzprognose angehoben.
- Aktienrückkäufe von 2 Milliarden Pfund angekündigt.
- Fokus auf Spezialmedikamente zur Umsatzsteigerung.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Die GSK-Aktie sprang im Handel um fast 6 Prozent nach oben. Zudem kündigte das in London notierte Unternehmen Aktienrückkäufe in Höhe von 2 Milliarden Pfund (2,5 Milliarden US-Dollar) innerhalb der nächsten 18 Monate an. Um Schwächen im Impfstoffgeschäft auszugleichen, setzt das Unternehmen verstärkt auf Investitionen in Spezialmedikamente.
Analysten sehen die starken Quartalsergebnisse, die optimistische Prognose und das Rückkaufprogramm als klare positive Signale für Investoren.
GSK übertraf die Gewinnerwartungen im vierten Quartal, da die starke Nachfrage nach HIV- und Onkologie-Medikamenten den Umsatzrückgang bei Impfstoffen gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) und Gürtelrose mehr als ausglich.
"Wir erhöhen gezielt unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung für vielversprechende langwirksame und spezialisierte Medikamente in den Bereichen Atemwegserkrankungen, Immunologie und Entzündungen, Onkologie und HIV", erklärte CEO Emma Walmsley.
Sollte der Kursanstieg anhalten, wäre dies der beste Handelstag für die GSK-Aktie seit Dezember 2022.
Walmsleys Strategie setzt stark auf den RSV-Impfstoff Arexvy, doch in den USA gibt es Hürden: Änderungen bei Empfehlungen öffentlicher Gesundheitsbehörden, eine Priorisierung anderer Impfstoffe wie COVID-19 sowie eine schwächere Infektionssaison haben den Absatz belastet.
Seit ihrem Amtsantritt 2017 hat Walmsley GSK wieder auf Wachstumskurs gebracht – mit einem klaren Fokus auf Krebs- und Infektionskrankheiten, um den absehbaren Umsatzrückgang durch Patentabläufe und sinkende Einnahmen aus bisherigen Bestsellern bis 2030 auszugleichen.
Für 2025 rechnet GSK mit einem Umsatzwachstum von 3 Prozent bis 5 Prozent, das langsamer wäre als die 7 Prozent, die das Unternehmen für 2024 gemeldet hat. Analysten hatten für 2025 ein Wachstum von rund 3,5 Prozent prognostiziert.
Die Umsatzprognose für 2031 wurde von zuvor 38 Milliarden Pfund auf über 40 Milliarden Pfund (49,9 Milliarden US-Dollar) angehoben.
Im vierten Quartal erzielte GSK einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 23,2 Pence bei einem Umsatz von 8,12 Milliarden Pfund. Analysten hatten lediglich mit 19 Pence Gewinn je Aktie bei einem Umsatz von 7,75 Milliarden Pfund erwartet.
Das Impfstoffgeschäft dürfte 2025 laut GSK voraussichtlich einen leichten Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich verzeichnen.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
Die GSK Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +5,91 % und einem Kurs von 17,65EUR auf Tradegate (05. Februar 2025, 11:17 Uhr) gehandelt.
