Revolution oder Milliardengrab

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    Nvidias Einstieg ins Quantencomputing: Ist das der Durchbruch?

    Nvidia plant, ein Forschungszentrum für Quantum Computing in Boston zu eröffnen. Kommt jetzt der Durchbruch für die bisher unprofitablen Tech-Visionäre?

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    Revolution oder Milliardengrab - Nvidias Einstieg ins Quantencomputing: Ist das der Durchbruch?

    Der Einstieg eines sehr profitablen und erfolgreichen Unternehmens wie Nvidia, das zudem über gewaltige finanzielle Mittel verfügt, könnte ein wichtiger Schritt für die Quanten-Computer-Forschung darstellen. Hilft es womöglich auch der Nvidia-Aktie?

    Trotz der erheblichen Investitionen in das Quantencomputing und der zunehmenden Anzahl von Start-ups in diesem Sektor sind profitable Anwendungen noch weit entfernt. Die meisten Unternehmen in diesem Bereich verzeichnen weiterhin massive Verluste, und ein vollständig funktionsfähiger Quantencomputer, der herkömmliche Systeme in nützlichen Anwendungen übertrifft, wurde bisher nicht realisiert.

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    Erst Donnerstagabend hat Quantum Computing (QCi) katastrophale Zahlen berichtet, was die Aktie auf Talfahrt geschickt hat. Und eine Woche davor hatte D-Wave Quantum einen Umsatzrückgang von knapp 21 Prozent berichtet – unangenehm viel für ein Unternehmen in einem vermeintlichen Wachstumssektor. Auch wenn Google Ende 2024 einen bedeutenden Fortschritt in der Fehlerkorrektur verkündete, bleibt die Frage offen, wann diese Technologie breitflächig einsetzbar sein wird.

    Im Rahmen dieser Entwicklung hat Nvidia seine Pläne bekannt gegeben, die auf eine Integration von Quantentechnologie und herkömmlichen Supercomputern abzielen. Das neu angekündigte Nvidia Accelerated Quantum Research Center (NVAQC) soll eine führende Rolle in der Forschung und Entwicklung des Quantencomputings übernehmen.

    NVIDIA

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    Durch die Zusammenarbeit mit Harvard und dem MIT sowie mehreren Quantenfirmen wie die Honeywell-Tochter Quantinuum, Quantum Machines und QuEra Computing, strebt Nvidia danach, grundlegende Probleme wie das Qubit-Rauschen zu adressieren, das bisher eine kommerzielle Nutzung der Quantencomputer verhindert hat. Am Freitag gab zudem das französische Quanten-Startup Pasqal eine Partnerschaft in dem Bereich mit Nvidia bekannt.

    Quantencomputing selbst basiert auf einer völlig anderen Logik als traditionelle Computing-Technologien. Während klassische Computer mit Bits arbeiten, die entweder den Zustand 0 oder 1 annehmen, operieren Quantencomputer mit Qubits, die mehrere Zustände gleichzeitig einnehmen können. Diese Eigenschaft könnte es Quantencomputern ermöglichen, komplexe Probleme wie das Entschlüsseln von Codes oder die Simulation von Molekülen effizienter zu lösen.

    Nvidia-CEO Jensen Huang hat seine frühere Skepsis gegenüber der kurzfristigen Realisierbarkeit von Quantencomputern revidiert. Auf der jährlichen GTC-Konferenz räumte er ein, dass die Entwicklung schneller vorangehen könnte, als er ursprünglich angenommen hatte. Diese Äußerungen markieren einen signifikanten Perspektivwechsel für Huang, der die Quantentechnologie früher als Jahrzehnte entfernt von praktischen Anwendungen sah.

    Für Nvidia könnte das Quantencomputing neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Das Unternehmen ist bereits ein führender Anbieter von GPUs, die nicht nur in herkömmlichen Computern, sondern auch in den Infrastrukturen für das Quantencomputing verwendet werden. Die Fähigkeit, Quantentechnologie mit Nvidias bestehenden Supercomputing-Kapazitäten zu integrieren, könnte eine Synergie schaffen, die sowohl die KI-Algorithmen effizienter macht als auch neue Märkte für Nvidia erschließt.

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    Nvidias Vorstoß in das Quantencomputing ist zwar vielversprechend, aber die Technologie selbst und ihre Markttauglichkeit stehen noch vor erheblichen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Während das Potenzial für transformative Veränderungen in verschiedenen Industrien besteht, wird sich erst in vielen Jahren zeigen, ob Nvidias Investitionen in das Quantencomputing sich als visionär erweisen oder ob sie nur ein Milliardengrab für den Chip-Konzern bedeuten werden.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonIngo Kolf

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