Zollkrieg
3 Wege, das Portfolio vor einem Trump-Crash zu schützen
Hohe Zölle reduzieren das Wirtschaftswachstum und können in einer Rezession münden. So lässt sich die schwierige Phase gut überstehen.
- Hohe Zölle schaden Wirtschaft und erhöhen Inflation.
- Diversifikation senkt Risiken und stabilisiert Portfolios.
- Defensive Aktien und Zinsanlagen bieten Sicherheit.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
US-Präsident Donald Trump möchte mit Zöllen auf alle Produkte und Länder, die seiner Meinung nach nur Vorteile aus dem US-Markt ziehen, mehr Produktion in sein Land zurückholen. Doch die Historie und viele Studien zeigen, dass Zölle immer Wirtschaftswachstum kosten und die Inflation erhöhen. Sie könnten dem durchschnittlichen amerikanischen Haushalt bereits jetzt 1.200 US-Dollar pro Jahr zusätzlich kosten.
Auch Starinvestor Warren Buffett ist sehr skeptisch, hat bereits Aktien abgebaut und dafür kurzlaufende Anleihen gekauft. In einem kürzlich erschienenen Interview bezeichnete er Zölle sogar als „eine Art Kriegshandlung“, und die „Zahnfee wird sie nicht bezahlen“.
Der Aktienmarkt, der als einer der besten der Wirtschaft vorlaufenden Indikatoren gilt, prognostiziert derzeit bereits einen Abschwung. So ist der S&P-500-Index seit Donald Trumps Amtsantritt am 20. Januar 2025 schon um 8,2 Prozent gefallen (31.03.2025).
Für Anleger stellt sich deshalb die Frage, wie sie den Börsenabschwung überstehen können.
1. Diversifikation
Eine der einfachsten und besten Möglichkeiten ist eine breite Depotstreuung.
So profitieren beispielsweise Gold und Anleihen häufig in schwachen Börsenphasen. In der aktuellen Situation könnten einerseits die Inflation und anderseits die rezessiven Wirtschaftstendenzen sogar beide Vermögensklassen antreiben.
Die Historie und viele Studien zeigen, dass die Portfolioschwankungen mit einer Diversifizierung deutlich sinken. Während der breite US-Aktienmarkt seit 1871 maximale Schwankungen von bis zu 84,6 Prozent aufweist, sind es für ein gleichgewichtetes Aktien-Anleihen-Gold-Portfolio nur 40,03 Prozent. Zudem verkürzt sich so die Zeit, bis das Depot wieder neue Hochs erreicht, um mehrere Jahre.
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2. Defensive Aktien
Während derzeit vor allem die zuvor stark gestiegenen Technologie-, Magnificent-7- und Wachstumsaktien deutlich fallen, gewinnen viele defensive Werte, deren Unternehmen Güter des täglichen Bedarfs produzieren, und zeigen relative Stärke.
Dazu zählen beispielsweise Dividendenaristokraten, die in Krisen weiter ausschütten, oder Warren Buffetts Holding Berkshire Hathaway. Sie legte auch zwischen den Jahren 2000 und 2002 zu, während der breite Aktienmarkt verlor.
3. Zinsanlagen
Auch Tagesgeld und weitere Zinsanlagen sind eine gute Möglichkeit, in einem Aktienabschwung dennoch Erträge zu erzielen. Zeitgleich lässt sich das Kapital auf diesem Weg kurzfristig parken, um es später wieder in günstig bewertete Wertpapiere guter Unternehmen investieren zu können.
Eher meiden
Vor allem Privatanleger sollten Spekulationen auf fallende Aktienkurse besser meiden. Zum einen bergen verschiedene Derivate ein unbegrenztes Verlustrisiko, und zum anderen gelingt selbst Profis nur selten das richtige Timing, sodass sich die Verluste über einen langen Zeitraum summieren und die Gesamtrendite mindern.
Fazit
Defensive Aktien, eine breite Depotdiversifizierung und Zinsanlagen sind drei gute Möglichkeiten, um schwierige Börsenphasen gut zu überstehen, um danach umso stärker vom nächsten Aufschwung zu profitieren.
Autor: Christof Welzel, wallstreetONLINE-Redaktion
Die Berkshire Hathaway Registered (B) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,08 % und einem Kurs von 493,2USD auf Tradegate (01. April 2025, 11:25 Uhr) gehandelt.

