Die Luft wird dünner

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    Goldpreis schmiert ab. Werden Barrick Gold, Newmont & Co nach unten geprügelt?

    Der Goldpreis taucht zur Stunde in Richtung 3.300 US-Dollar ab. Der Silberpreis gibt ebenfalls nach und nimmt die wichtige Marke von 32,2 US-Dollar ins Visier. Das rückt die Gold- und Silberproduzenten in den Fokus.

    Für Sie zusammengefasst
    Die Luft wird dünner - Goldpreis schmiert ab. Werden Barrick Gold, Newmont & Co nach unten geprügelt?

    Gold, Silber, Kupfer und Brent Öl in entscheidender Phase

    Gold, Silber, Kupfer und Brent Öl befinden sich im Hinblick auf die weitere Preisentwicklung in einer wichtigen Phase. Während konjunktursensible Rohstoffe - allen voran Kupfer und Brent Öl  - ob der aktuellen Gemengelage schwächeln, profitiert Gold von dieser von Unsicherheit geprägten Phase. Anleger und Investoren flücht(et)en in den sicheren Hafen Gold. Lesen Sie hierzu unter anderem die aktuellen Kommentare „Trügerische Ruhe - Crash-Szenario für Brent Öl nicht vom Tisch. Ölpreis droht nächstes Preisbeben“ und „Kupferpreis in Schockstarre - Brechen jetzt die Dämme? Situation bei Kupfer mahnt zur Vorsicht“. Silber sitzt bekanntlich zwischen den Stühlen – konjunktursensibel und als Absicherung geeignet. 

    Warum befinden sich Gold, Silber, Kupfer und Brent Öl in einer entscheidenden Phase?

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    Da sei in erster Linie auf das anstehende Treffen zwischen den USA und China in der Schweiz verwiesen. Das Ziel soll die Deeskalation der angespannten Lage zwischen den beiden Ländern sein. Sollten die Gespräche zur Handels- und Zollpolitik erfolgreich verlaufen und sich eben jene Entspannung tatsächlich einstellen, könnte dies zu einer höheren Risikobereitschaft unter Anlegern führen. Der Goldpreis könnte stattdessen (temporär) unter Druck geraten. Eine gegensätzliche Entwicklung ist allerdings zu erwarten, sollten die Gespräche scheitern. Die Finanzmärkte scheinen vorerst auf eine Annäherung zwischen den USA und China zu setzen. Die Risikobereitschaft steigt. Die Aktienmärkte, nicht zuletzt Dax, S&P 500 und Nasdaq 100, präsentieren sich stark. Der Goldpreis kommt zur Stunde zurück.  

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    Gold vs. Goldaktien

    In der aktuellen Phase könnte es sich auszahlen, statt auf Gold auf Goldaktien zu setzen. Kurzfristig könnte es dem Goldpreis nach der furiosen Preisrallye schwer fallen, die Aufwärtsbewegung weiter auszudehnen. Auf mittlere Sicht bleiben die 4.000 US-Dollar aber das zu präferierende Preisziel. 

    Die Gründe, die für Goldaktien sprechen, sind vielfältig. Zum einen ist die Kursrallye noch nicht so weit fortgeschritten. Gegenüber Gold besteht ein gewisses Nachholpotenzial. Zum anderen strotzen die Unternehmen nur so vor Kraft. Vor ein paar Jahren sah das freilich noch ganz anders aus. Aber diese Phase ist vorüber. 

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    Auch die aktuellen Quartalsberichte unterstreichen – von ein paar Ausnahmen abgesehen – die immense Stärke der Produzenten. Die meisten Anleger fokussieren sich bei den Kennzahlen auf den Umsatz und auf den Gewinn der Unternehmen. Dabei sollte man sich auch immer die Zahlen zum cashflow – sowohl zum operativen als auch zum freien – ansehen. Dabei geht es um „cash“ und somit um Liquidität. Vereinfacht ausgedrückt zeigt der operative cashflow, wie viel „cash“ das Unternehmen durch seine Geschäftstätigkeit generiert. Ist der operative cashflow negativ, verbrennt das Unternehmen Liquidität. Und dann ist Obacht geboten. Der freie cashflow zeigt an, was an „cash“ übrigbleibt, nachdem Investitionsausgaben berücksichtigt wurden. Je höher der freie cashflow ist, desto besser, denn umso größer ist der finanzielle Spielraum des Unternehmens. Und dieser kann genutzt werden, um etwa Schulden – sofern vorhanden – zu tilgen, Aktienrückkaufprogramme aufzulegen, eine ansprechende Dividendenpolitik zu gestalten oder aber Übernahmen zu stemmen. In den letzten Quartalen verbesserten sich bei zahlreichen Gold-Silberproduzenten genau diese Kennzahlen zum cashflow. Und das macht die Aktien für Anleger aus den genannten Gründen so interessant.

    Doch nicht nur Produzenten, wie die hier so oft thematisierten Barrick Gold (bzw. bald Barrick Mining), Newmont Corp., Agnico Eagle Mines oder aber Kinross Gold beeindrucken durch ihre fundamentale Stärke. Das Streaming- und Royalty-Unternehmen Royal Gold steht den genannten Unternehmen in nichts nach. Royal Gold veröffentlichte am gestrigen Mittwoch (07. Mai) die aktuellen Quartalsergebnisse. Und auch hier bestachen die Zahlen zum cashflow. 

    Zusammengefasst

    Kurz und knapp: Wie auch bei Gold sind bis auf weiteres etwaige Rücksetzer bei Goldaktien als mittel- bis langfristige Kaufgelegenheiten zu begreifen. 

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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