Aktie hochgestuft
Xiaomi zündet Bombe – Ende Mai kommt ein eigener Chip!
Xiaomi bringt zum Monatsende seinen ersten selbst entwickelten Mobilfunkchip auf den Markt – ein strategischer Meilenstein im harten Smartphone-Wettbewerb.
- Xiaomi bringt eigenen Chip XringO1 Ende Mai auf den Markt.
- MiMo KI-Modell übertrifft Konkurrenz in Mathematik.
- Neues F&E-Zentrum in München zur Europa-Expansion.
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CEO Lei Jun kündigte auf Weibo an, dass der Chip namens XringO1 Ende Mai veröffentlicht wird. Entwickelt wurde er auf Basis der ARM-Architektur und gefertigt von TSMC im fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren. Qualcomm bleibt laut Reuters dennoch der wichtigste Chip-Lieferant für Xiaomi. Die Aktie schloss den Freitagshandel in Hongkong 1,7 Prozent höher.
Auch beim Thema künstliche Intelligenz schlägt Xiaomi neue Wege ein. Mit dem kürzlich vorgestellten MiMo-Modell, einem LLM mit 7 Milliarden Parametern, will der Konzern den gesamten Produktkosmos von Smartphones über IoT-Geräte bis hin zu Elektroautos und humanoiden Robotern intelligenter machen. Laut Astrada Advisors, die Xiaomi von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft haben, "übertrifft [MiMo] OpenAI’s o1-mini und Alibabas QwQ-32B bei Mathematik und Programmierung." Die Analysten sehen darin "einen positiven Durchbruch für Xiaomi".
Künftig soll MiMo in Xiaomis E-Autos für autonomes Fahren eingesetzt werden, bei Robotern für Bewegungssteuerung und Interaktion. Laut Astrada sei das Unternehmen nun "in der Lage, auf Augenhöhe mit Apple, Amazon – und Tesla – zu agieren".
Strategisch greift Xiaomi auch Europa an: In München entsteht ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. IHK-Vertreter Christoph Angerbauer rechnet mit dem Start "möglicherweise schon Ende Mai". In Düsseldorf wird ein neues Vertriebsteam aufgebaut. Laut Autoexperte Prof. Stefan Bratzel sei ein solches Zentrum entscheidend, "um den Geschmack der Europäer zu treffen." Xiaomi wirbt gezielt deutsche Experten ab – darunter fünf ehemalige BMW-Manager und ein Ferrari-Aerodynamiker.
Trotz starker Perspektiven nennt Astrada auch Risiken: ein deflationäres Umfeld in China, Kritik nach einem Unfall mit dem SU7-Elektromodell und falsche Angaben bei einem Carbon-Feature. "Ein solches Missgeschick sollte in Zukunft vermieden werden. Andernfalls könnte Xiaomi […] seine Glaubwürdigkeit bei seinen Fans verlieren."
Astrada taxiert den fairen Wert auf das 25-fache EBITDA – was einem Kursziel von 63 HK$ und einem Aufwärtspotenzial von 23,5 Prozent entspricht. Aktuell wird Xiaomi etwa mit dem 20-fachen bewertet – ähnlich wie Apple.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

