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    Höhere Staatsschulden sind gut für Aktien – aber nicht immer

    Der vorgestrige Text von Torsten Ewert (siehe „Das Schuldenproblem – eine Polemik“) hat mich an einen Satz erinnert, den ich kürzlich von Zacks Investment Research gelesen habe:

    Für Sie zusammengefasst
    • Höhere Staatsschulden fördern Aktienkurse vorerst.
    • Zinskosten steigen, langfristige Risiken für USA.
    • Marktbeobachtung wichtig, Kipppunkt ungewiss.

    Höhere Staatsschulden sind gut für Aktien – aber nicht immer
    von Sven Weisenhaus

    Der vorgestrige Text von Torsten Ewert (siehe „Das Schuldenproblem – eine Polemik“) hat mich an einen Satz erinnert, den ich kürzlich von Zacks Investment Research gelesen habe: „Warum die verschiedenen Agenturen so lange warteten, um zum gleichen Ergebnis zu gelangen (14 Jahre gegenüber Standard & Poor's und fast zwei Jahre gegenüber Fitch), ist merkwürdig.

    Liegen die Ratingagenturen falsch?

    Sicherlich, man könnte argumentieren, dass Standard & Poor's mit seiner Ratingabstufung der USA von 2011 und der damit verbundenen Warnung vor ausufernden Staatsschulden vollkommen daneben lag, weil die Vereinigten Staaten auch heute noch kaum Probleme haben, ihren Haushalt zu finanzieren. Aber wie Torsten Ewert vorgestern schrieb, „ist auch das zweithöchste Rating immer noch top“. Von einer Staatsschuldenkrise der USA sind wir also womöglich noch weit entfernt.

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    Das Tempo bei den Staatsschulden wird bedenklich

    Allerdings wird die Lage durchaus schlechter. Im vergangenen Jahr musste die US-Regierung aus ihrem Haushalt bereits mehr als 1 Billionen (!) US-Dollar für Zinsen aufbringen. Im Jahr zuvor waren es „nur“ 875 Milliarden. Die Tendenz ist also stark steigend. Und der Trend wird anhalten, weil auslaufende Staatsanleihen derzeit zu höheren Zinsen refinanziert werden müssen. Zudem sind sinkende Zinsen nicht in Sicht.

    Einige Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Zinskosten bis 2034 noch verdoppeln und bei 2,2 Billionen Dollar liegen werden. Die Zinsen könnten dadurch einen Rekordwert von 5,3 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen und etwa 30 % aller Staatseinnahmen ausmachen. Die Ratingagenturen sehen daher ein Risiko für die langfristige Finanzstabilität der USA.

    Für Unternehmen sind steigende Staatsschulden positiv

    Für die Aktienmärkte sind stark steigende Staatsschulden aber zunächst eine positive Nachricht. Denn die hohen Fiskalausgaben ersetzen derzeit die (abnehmende) Notenbankliquidität, die unter anderem nach der Corona-Krise zu stark steigenden Kursen geführt hatte. Gibt der Staat viel Geld aus, profitieren davon die Unternehmen. Gleiches gilt für niedrige Steuersätze. Die Gewinne der Unternehmen steigen in der Tendenz, und somit gewöhnlich auch die Aktienkurse.

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    Sven Weisenhaus
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    Sven Weisenhaus ist seit Jahren Trader und Börsenexperte. Seine Erfahrungen und Analysen veröffentlicht er als Redakteur in verschiedenen Börsenpublikationen. Unter anderem veröffentlicht er seit Dezember 2012 den kostenlosen Börsendienst "Geldanlage-Brief". Zudem gehört er seit einigen Jahren zum Team von www.stockstreet.de und schreibt dort seit Anfang 2016 für den kostenlosen Börsendienst "Börse - Intern". Er hat außerdem die Bücher Das Internet vergisst nie: Chancen und Risiken im Umgang mit persönlichen Daten im Internet* und IT-Prüfungen im Rahmen von Jahresabschlussprüfungen* geschrieben. *Werbelink
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    Verfasst von Sven Weisenhaus
    Höhere Staatsschulden sind gut für Aktien – aber nicht immer Der vorgestrige Text von Torsten Ewert (siehe „Das Schuldenproblem – eine Polemik“) hat mich an einen Satz erinnert, den ich kürzlich von Zacks Investment Research gelesen habe:

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