Dolphinvest Capital
Vetomacht Kapitalmarkt
- Aktienmärkte auf Allzeithoch, wirtschaftliche Unsicherheit.
- Anleihemärkte warnen vor sinkender US-Schuldnerqualität.
- Europa profitiert von Chancen, US-Märkte unter Druck.
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Pressemitteilung Frankfurt, 04. Juni 2025 |
Vetomacht Kapitalmarkt
Viele Aktienmärkte notieren derzeit auf einem Allzeit-Hoch, wobei die Märkte von erheblicher wirtschaftspolitischer Unsicherheit geprägt sind. „Der fortschreitende Trend zur De-Globalisierung und Ent-Demokratisierung machen das Gespenst der Stagflation wieder real. Europa und die Schwellenländer könnten von dieser Unsicherheit profitieren“, ordnet Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Dolphinvest Capital, die aktuellen Marktentwicklungen ein.
„Aktuell dominiert von spekulationsfreudigen Privatanlegern und algorithmischem Handel reagieren Aktienmärkte in einer Art ‚Trade the Tweet‘-Modus auf jede Äußerung des Präsidenten. Die Anleihemärkte zeigen sich indes standhafter und halten offenbar an ihrer Einschätzung fest, dass die US-Schuldnerqualität jeden Tag sinkt und in der Konsequenz auf neue Staatsschulden höhere Zinsen zu zahlen sind“, erklärt Böckelmann. Nach Einschätzung des Experten sei es ein deutliches Warnsignal an die US-Administration, dass Anleiheinvestoren für 10-jährige Laufzeiten hartnäckig rund 4,5 % Rendite fordern, für 30-jährige Laufzeiten sogar 5 % und mehr, und scheint auch als solches verstanden worden zu sein. Nachdem die Rendite für 30-jährige US-Staatsanleihen von 4,4 % am Tag der Befreiung auf 5,1 % hochschnellte, musste die US-Regierung reagieren, um einen drohenden Kollaps am Finanzierungsmarkt für Staatsschulden abzuwenden.
Rentenmärkte als Spielverderber
Das „Veto“ des Rentenmarktes dürfte laut Experten eine oder sogar die Ursache dafür gewesen sein, dass quasi über Nacht eine 90-tägige Zollpause mit China erklärt wurde und auch sonst die Töne vorerst etwas freundlicher wurden. Zwar hat sich die Zinsfront seither etwas beruhigt, dennoch sind die US-Renditen vergleichsweise hoch geblieben, die Zinspapiere konnten sich kaum erholen.
„Während sich die Anleihemärkte unverändert in Habt-Acht-Stellung positionieren und damit einen nahezu einmaligen Vertrauensverlust in die US-Administration dokumentieren, konnten die US-Aktienmärkte ihre Aprilverluste nach den Zollankündigungen in einer fast V-förmigen rasanten Erholung nahezu vollständig ausgleichen und sind nur noch 3,5 % von den Allzeit-Höchstständen des Februars entfernt“, stellt Böckelmann fest.
