Anleger atmen auf
Plus 8 Prozent: Intel-Aktie bärenstark
Getragen von der Hoffnung auf eine Entspannung im US-China-Handelskonflikt und den Reformen des neuen CEO Lip-Bu Tan stürmt die Intel-Aktie am Dienstag an die S&P 500-Spitze.
- Intel-Aktie steigt um 7,8% und führt S&P 500 an.
- CEO Lip-Bu Tan leitet erfolgreiche Umstrukturierung ein.
- Handelskonflikt USA-China zeigt Fortschritte in Verhandlungen.
- Report: Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Mit einer Mischung aus Branchenoptimismus, der Hoffnung auf eine Lockerung der Handelsbeschränkungen zwischen den USA und China sowie einem erneuten Vertrauen in die strategische Ausrichtung des Unternehmens unter dem neuen CEO hat sich die Aktie von Chip-Urgestein Intel am Dienstag an die Spitze des S&P 500 gesetzt.
Die Papiere legten im regulären Handel an der Wall Street um 7,8 Prozent zu. Seit Jahresanfang konnten die Papiere rund 10 Prozent zulegen, notieren aber auf 12-Monats-Sicht immer noch tief im roten Bereich. Im Juli 2024 war Intel aufgrund einer Kombination aus enttäuschenden Quartalsergebnissen, strategischer Unsicherheit und der Aussetzung der Dividende ins Rutschen geraten. Die Aktie brach innerhalb weniger Wochen teilweise um die Hälfte ein.
Inzwischen zeigen sich Investoren zunehmend zuversichtlich in Bezug auf den neuen Intel-CEO Lip-Bu Tan, der im März das Ruder übernahm. Tan hat eine umfassende Umstrukturierung eingeleitet, um das Unternehmen stärker auf seine Kernkompetenzen wie Foundry-Dienstleistungen und AI-Infrastruktur auszurichten. Diese strategische Neuausrichtung hat das Vertrauen in die Aktie wiederbelebt.
Nachbörslich kamen weitere positive Nachrichten hinzu. So haben Vertreter der USA und Chinas einen Durchbruch bei den Handelsverhandlungen in London erreicht und unter anderem einen Plan zur Wiederbelebung des Handels mit sensiblen Rohstoffen vorgelegt – ein Vorschlag, der nun die Zustimmung von Donald Trump und Xi Jinping abwarten muss.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Nach rund 20 Stunden Verhandlungen in London steht offenbar ein Kompromiss: China will die Lieferung seltener Erden, die für US-Auto- und Verteidigungsunternehmen entscheidend sind, beschleunigen, während Washington seine Exportkontrollen teilweise lockern will.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
