Chartanalyse

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    Alphabet-Aktie: Das sieht nicht gut aus ...

    Von der Kurserholung bei US-Technologiewerten hat Alphabet zuletzt nicht profitieren können. Um die Aktie sieht es aus technischer Perspektive zunehmend schlecht aus.

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    Chartanalyse - Alphabet-Aktie: Das sieht nicht gut aus ...

    Während US-Technologiewerte gemessen am Nasdaq 100 nach dem von den USA verhandelten Waffenstillstand zwischen Israel und Iran unmittelbar vor neuen Rekordnotierungen stehen, hat eine Aktie das Nachsehen: Alphabet.

    Trotz einer moderaten Bewertung, die das Papier positiv von vielen anderen Werten auch aus den Magnificent Seven abhebt, konnte die Aktie von der im April gestarteten Gesamtmarkterholung kaum profitieren. Auf der einen Seite wird das lukrative Suchmaschinengeschäft von KI-Modellen und Chatbots bedroht, während auf der anderen Seite die Zerschlagung des Unternehmens und die Abspaltung der Browser-Sparte drohen.

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    Es drohen bereits die nächsten Verluste

    Angesichts ihrer anhaltend schwachen Performance schwebt auch die Aktie in Gefahr, wie der Blick in den Chart zeigt. Gelingt den Käuferinnen und Käufern nicht umgehend eine Gegenreaktion auf die jüngsten Verluste, droht bereits die nächste Abwärtswelle.

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    Keine Anschlussrallye nach neuen Rekordnotierungen

    Mit Verlusten von knapp 13 Prozent seit dem Jahreswechsel kann Alphabet bislang nicht überzeugen. Auch gegenüber dem Stand vor einem Jahr ist die Performance mit einem Minus von etwa 8 Prozent enttäuschend. Zwar hatte das Jahr mit einem neuem Allzeithoch vielversprechend begonnen, doch dieses war nicht durch Hochs in den technischen Indikatoren unterstützt. Die bearishen Divergenzen zwangen die Aktie schließlich gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump und der von ihm gestifteten Unsicherheit in die Knie.

    Dabei wurden zahlreiche Unterstützungen, allen voran die gleitenden Durchschnitte unterschritten. Auch der Supportbereich bei 150 US-Dollar hielt dem Verkaufsdruck nicht stand, ehe die Aktie bei 140 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr fiel. Da sich für diesen Kurs im Relative-Stärke-Index (RSI) erste bullishe Divergenzen gezeigt hatten und die Aktie technisch überkauft war, setzte jedoch eine Gegenbewegung ein.

    Erholung steht auf wackeligen Beinen

    Wenngleich diese im Verhältnis zum Gesamtmarkt unterdurchschnittlich verlief, konnten in den vergangenen Wochen einige Erfolge erzielt werden. Dazu gehören neben der Etablierung eines Aufwärtstrendkanals mit einer Breite von etwa 15 US-Dollar die Rückeroberung der zuvor aufgegebenen Unterstützungen. Auch die für langfristige Trends wichtige 200-Tage-Linie konnte so zurückgewonnen werden.

    Doch wie fragil diese Erholung ist, haben die Verluste der vergangenen Tage gezeigt. Am Freitag wurde die 200-Tage-Linie deutlich unterschritten, während sich Alphabet am Montag nur knapp oberhalb der 50-Tage-Linie behaupten konnte, wo auch die Unterkante des Aufwärtstrends verläuft.

    Sollte die Aktie diesen Bereich unterschreiten, drohen weitere Verluste, da in diesem Fall der Kursverlauf seit Anfang Februar als Bärenflagge interpretiert werden müsste.

    Technische Indikatoren liefern keine Unterstützung

    Mit Blick auf die technischen Indikatoren ist die Lage ernst. Der RSI hat seinen Aufwärtstrend beendet und kann die Erholung der Aktie somit nicht mehr unterstützten. Gleichzeitig ist er noch nicht im überverkauften Bereich angelangt, sodass eine Gegenbewegung nicht zwingend erforderlich ist. Außerdem bestätigen seine Lower Highs die mittelfristige Abwärtsbewegung der Aktie.

    Auch im Trendstärkeindikator MACD droht sich die Lage weiter zu verschlechtern. Dieser bestätigt mit einem eigenen Abwärtstrend bislang die schwache Performance der Aktie. Währenddessen ist er in der vergangenen Woche unter seine Signallinie gefallen, was den Verlust von Aufwärtsmomentum bedeutet und zu weiteren Verlusten führen dürfte. Noch zeigt er zwar einen kurzfristigen Aufwärtstrend der Aktie an, allzu groß ist der Abstand zur Nulllinie jedoch nicht.

    Fazit: Aktie meiden und Verbesserungen abwarten

    In der Alphabet-Aktie stehen die Käuferinnen und Käufer vor ihrer womöglich letzten Chance, den Erholungstrend zu verteidigen, denn das Papier ist an der Unterkante des Trendkanals angelangt – und das unter technisch denkbar ungünstigen Voraussetzungen. Entpuppt sich das mittelfristige Chartbild tatsächlich als Bärenflagge, sind Verluste bis mindestens 150 US-Dollar zu befürchten.

    Auch die vermeintlich günstige Bewertung liefert aktuell keine überzeugenden Argumente für einen Kauf der Aktie. Die nämlich beruht auf der Annahme, dass der Konzern in seiner aktuellen Struktur fortbesteht. Genau das steht jedoch in Zweifel, sollte die Browser-Sparte abgespalten werden müssen. Außerdem sind die Geschäftsaussichten als zunehmend unsicher zu bewerten, weil immer mehr Suchanfragen mithilfe von Chatbots beantwortet werden.

    Anlegerinnen und Anleger sollten um die Alphabet-Aktie daher einen Bogen machen und anderen Werten den Vorzug geben. Ein Kauf ist die Aktie erst dann wieder, wenn sich entweder prozyklische Kaufsignale, günstigere Einstiegskurse oder mehr Klarheit über die weitere Geschäftsentwicklung ergeben haben.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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