Anleger schmeißen hin
Biotech-Blutbad! Diese Aktie hat sich gerade halbiert!
Die Altimmune-Aktie hat nach neuen Studiendaten über 50 Prozent an Wert verloren. Die Studie trifft ein Ziel – aber nicht das erhoffte. Experten sind sich uneins: Panik oder Einstiegschance?
- Altimmune-Aktie verliert über 50% nach Studiendaten.
- Pemvidutide zeigt positive Effekte, aber keine Signifikanz.
- Analysten sehen Einstiegschancen trotz Kurssturz.
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Die Aktie von Altimmune ist am Donnerstag um über 50 Prozent eingebrochen. Der Grund: Die neue Studie zur Leberarznei Pemvidutide brachte zwar teilweise gute Nachrichten – doch eine zentrale Hoffnung der Anleger erfüllte sich nicht.
Das Medikament wird gegen MASH getestet – das ist eine Lebererkrankung, bei der sich Fett in der Leber ansammelt, Entzündungen auslöst und langfristig zu Narbengewebe führen kann. Der medizinische Begriff dafür lautet metabolisch bedingte Steatohepatitis. Bleibt diese unbehandelt, drohen ernste Folgen wie Leberversagen oder Krebs.
In der Phase-2b-Studie – also einer mittleren Teststufe vor einer möglichen Zulassung – zeigte Pemvidutide bei 59,1 Prozent der Teilnehmer einen positiven Effekt: Die Entzündung der Leber ging zurück, ohne dass sich die Fibrose verschlechterte. Fibrose bedeutet in diesem Zusammenhang: Narbenbildung im Lebergewebe – ein Warnzeichen für die Schwere der Krankheit.
Ein zweiter wichtiger Punkt blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück: Zwar kam es bei rund einem Drittel der Patienten zu einer Verbesserung der Fibrose – aber dieser Unterschied zur Placebo-Gruppe war nicht statistisch signifikant, um wissenschaftlich als Wirkung zu gelten.
Viele Anleger hatten genau darauf gehofft – schließlich geht es bei MASH nicht nur um Entzündung, sondern auch um das Stoppen oder Rückbilden von Narbengewebe.
Auch beim Thema Gewichtsverlust lieferte Pemvidutide solide Ergebnisse: Die Probanden verloren im Schnitt 5 bis 6 Prozent ihres Körpergewichts – ein Pluspunkt, da Fettleibigkeit oft mit MASH einhergeht.
Der medizinische Leiter Scott Harris zeigte sich dennoch optimistisch. "Schon die Verbesserung der Leberentzündung könnte für eine Zulassung durch die US-Behörde FDA ausreichen." Und: Eine längere Studiendauer oder höhere Dosis könnte laut den Forschern auch die Wirkung auf die Fibrose noch verbessern.
Bis Ende des Jahres soll die Studie auf 48 Wochen ausgeweitet werden – dann könnten klarere Ergebnisse folgen. Einige Analysten halten den Kurssturz deshalb für übertrieben. B.Riley-Analyst Mayank Mamtani sieht in Pemvidutide "eines der attraktivsten Wirkstoffprofile gegen MASH".
Ob das reicht, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt offen – denn der Wettbewerb ist groß: Der erste zugelassene MASH-Wirkstoff in den USA kommt von Madrigal, weitere Big Player wie Novo Nordisk und Eli Lilly arbeiten an eigenen Lösungen.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

