Berkshires geheimer Deal
Buffett-Geheimnis: Ist Lockheed Martin seine 4,7-Milliarden-Dollar-Wette?
Berkshire Hathaway baut seit Monaten still und leise eine Milliardenposition auf. Neben Lockheed Martin werden auch andere Industriewerte als mögliche geheime Wette gehandelt.
- Berkshire Hathaway baut geheime Milliardenposition auf.
- Lockheed Martin und andere Industriewerte im Fokus.
- Enthüllung der Position könnte am Donnerstag erfolgen.
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Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen eine mysteriöse Aktienposition aufgebaut und dabei eine spezielle Vertraulichkeitsregelung der US-Börsenaufsicht SEC genutzt, um den Namen des Unternehmens zunächst geheim zu halten. Die Enthüllung könnte bereits am Donnerstag erfolgen, wenn der Mischkonzern seinen 13F-Bericht einreicht.
Aus den Quartalszahlen geht hervor, dass Berkshire im zweiten Quartal die Anschaffungskosten für "kommerzielle, industrielle und sonstige" Aktien um 2,8 Milliarden US-Dollar erhöht hat – nach einem ähnlichen Zuwachs im ersten Quartal. Analysten gehen davon aus, dass es sich in beiden Fällen um denselben Titel handelt, dessen Beteiligungswert im Berkshire-Portfolio inzwischen auf rund 4,7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.
Die vertrauliche Behandlung erlaubt es institutionellen Investoren wie Berkshire, große Positionen schrittweise aufzubauen, ohne den Kurs unnötig in Bewegung zu setzen. Zwar könnte Buffett die Geheimhaltung um ein weiteres Quartal verlängern, doch Marktbeobachter halten eine baldige Bekanntgabe für wahrscheinlich.
Buffett betont seit Jahren die Bedeutung eines "Burggrabens“"– eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils, der es Unternehmen ermöglicht, Marktanteile über Jahrzehnte hinweg zu verteidigen. Vor diesem Hintergrund haben Analysten mögliche Kandidaten eingegrenzt: Aktien mit breitem Moat (Burggraben) im Industriesektor, einer Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde US-Dollar, einem KGV von höchstens 20 und einer Notierung in den USA.
Ein Favorit ist der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin. Bill Stone, CIO der Glenview Trust Company und langjähriger Berkshire-Aktionär, nannte das Unternehmen als möglichen Kandidaten. Die Aktie ist zuletzt um etwa zehn Prozent gefallen und liegt damit hinter dem Gesamtmarkt zurück – ein Szenario, das Buffetts wertorientierter Anlagestrategie entgegenkommt. Weitere genannte Namen sind Huntington Ingalls Industries, ein weiterer Verteidigungs- und Luftfahrtkonzern, sowie Eisenbahngesellschaften wie Canadian National Railway oder Union Pacific. Letztere gelten jedoch als weniger wahrscheinlich, da Berkshire bereits die BNSF Railway besitzt.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion


