Warum Fondsmanager Wasser als wachstumsstarke Anlageklasse einschätzen
Wasser ist die Grundlage allen Lebens und eine unverzichtbare Ressource für Landwirtschaft, Industrie und private Haushalte. Obwohl zwei Drittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, sind nur rund 2,5 Prozent davon Süßwasser. Der Großteil davon ist als Eis gebunden oder nur schwer zugänglich. Nutzbares Wasser ist somit ein rares Gut, für das es keinen Ersatzstoff gibt. Auf der anderen Seite steigt der Bedarf ständig an: durch Bevölkerungswachstum, die steigenden Anforderungen von Industrie und Landwirtschaft sowie die Folgen des Klimawandels. Nach Einschätzungen der Vereinten Nationen werden bis zum Jahr 2050 rund zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Das bedeutet einen enormen Druck, in Wasserinfrastruktur und Wassertechnologien zu investieren – zumal Klimafolgeschäden die Ressourcen zusätzlich belasten.
Wasser ist ein Megatrend mit vielfältigem Anlagepotenzial
Die Anlageklasse Wasser hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Manche Marktexperten sprechen sogar von einem Megatrend. Diese Einschätzung vertritt auch Stefan Schütz. Er ist Leiter des Equity Research bei der Schweizer Investmentgesellschaft Tareno sowie Fondsmanager des Tareno Global Water Solutions Fund. Schütz sagt: „Wasser ist kein kurzfristiger Hype, sondern ein langfristiger Wachstumsmarkt, der von strukturellen Treibern wie Ressourcenknappheit, strengeren Umweltstandards und der zunehmenden Einsicht, dass eine nachhaltige Wasserversorgung auch wirtschaftliche Stabilität bedeutet, getragen wird.“ Er verweist darauf, dass in diesen Bereich deutlich mehr Kapital fließt als noch vor wenigen Jahren. „Viele institutionelle wie private Investoren messen Wasser-Investments eine strategische Priorität bei, wodurch sich der unterschätzte Sektor in ein dynamisch wachsendes Börsensegment wandelt“, so der Kapitalmarktexperte.
Wie sich die Anlageklasse noch auszeichnet
Die Kursentwicklungen von Unternehmen aus dem Wassersektor korrelieren in der Regel nur gering mit klassischen Branchen wie Energie, Finanzen oder Technologie. Das macht Wasser als Beimischung in Portfolios interessant, da sich so die Diversifikation verbessern lässt. Versorgungsunternehmen gelten zudem als relativ konjunkturresistent, da Wasser für Haushalte, Landwirtschaft und Industrie ein unverzichtbares Gut bleibt. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleibt die Nachfrage relativ stabil, was dem Sektor eine gewisse Krisenfestigkeit verleiht. „Wer langfristig investieren will, findet hier ein solides und wachstumsstarkes Anlagethema, welches sowohl krisenfeste Grundversorgung als auch innovative Technologien umfasst“, erklärt Anlageprofi Schütz.

