Börsen-Nieten im Fokus
Diese 10 S&P-500-Aktien haben ein Jahrzehnt lang nur enttäuscht – bis jetzt!
Langfristige Verluste sind im S&P 500 eine Seltenheit – doch zehn Aktien haben in den vergangenen zehn Jahren klar enttäuscht. Welche dieser Nachzügler jetzt mit starken Erholungsbewegungen überraschen.
- Langfristige Verluste bei S&P 500 selten, 10 Aktien enttäuschen.
- Einige Nachzügler zeigen überraschende Kursgewinne.
- Anleger setzen auf Erholung bei schwachen Unternehmen.
- Report: Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Der S&P 500 gilt als einer der wichtigsten Leitindizes weltweit und umfasst die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen. In der Regel profitieren Anleger langfristig von der breiten Marktentwicklung – über Jahre hinweg Verluste zu schreiben, ist daher die Ausnahme.
Dennoch gibt es derzeit zehn Aktien, die über zehn Jahre eine negative Gesamtrendite aufweisen. Besonders spannend: Einige dieser Nachzügler erleben aktuell deutliche Kursgewinne.
Walgreens Boots (WBA)
Walgreens gehört zu den größten Verlierern der letzten Jahre. Trotz des Rückstands von über 14 Prozent in zehn Jahren legte die Aktie seit Monatsbeginn um 3,7 Prozent zu. Seit
Jahresanfang steht sie sogar deutlich höher, auch wegen des anstehenden Delistings im Rahmen der Übernahme durch Sycamore Partners. Anleger setzen darauf, dass der Neustart neue Impulse
bringt.
Viatris (VTRS)
Viatris hinkt langfristig hinterher, überraschte im laufenden Monat aber mit einem kräftigen Plus von 20,6 Prozent. Grund dafür ist unter anderem die FDA-Zulassung für die Iron Sucrose Injection
(USP), ein Generikum zum Produkt Venofer. Die positive Kursentwicklung zeigt, dass operative Fortschritte bei niedriger Ausgangsbasis für dynamische Bewegungen sorgen können.
PG&E (PCG)
Der kalifornische Energieversorger hat in den letzten zehn Jahren massiv an Wert verloren. Dennoch verzeichnete die Aktie im aktuellen Monat ein Plus von 7,7 Prozent. Anleger greifen wieder
selektiv bei defensiven Werten mit Sanierungspotenzial zu, auch wenn die Altlasten weiterhin auf der langfristigen Entwicklung lasten.
Norwegian Cruise Line (NCLH)
Trotz des wieder erstarkten Kreuzfahrtmarktes notiert NCLH langfristig im Minus. Im Monatsvergleich ging es sogar um 2,9 Prozent nach unten. Hohe Investitionskosten, zyklische Nachfrage und
volatile Margen machen die Aktie besonders anfällig.
Biogen (BIIB)
Biogen enttäuschte über die letzten zehn Jahre mit einer negativen Gesamtrendite von 6 Prozent. Im aktuellen Monat legte der Kurs allerdings um 7,8 Prozent zu. Das zeigt, wie schnell sich
Marktstimmungen bei forschungsintensiven Biotech-Werten ändern können, ohne dass die langfristige Schwäche damit schon überwunden ist.
Kraft Heinz (KHC)
Der Lebensmittelriese zeigt über zehn Jahre eine leichte Negativbilanz, konnte aber im aktuellen Monat um 0,9 Prozent zulegen. Trotz starker Marken und solider Preissetzungsmacht gelingt es
dem Unternehmen bislang nicht, dauerhaft über dem Branchendurchschnitt zu wachsen. Anleger sehen Kraft Heinz daher eher als defensives Stabilitätsinvestment.
Schlumberger (SLB)
Der Öldienstleister verzeichnet trotz des Rohstoffbooms der letzten Jahre über zehn Jahre hinweg ein Minus von 4,2 Prozent. Im Monatsverlauf gab es jedoch ein Plus von 4,9 Prozent. Der Kurs
reagiert stark auf Investitionszyklen in der Energiebranche – kurzfristige Rebounds sind daher keine Seltenheit, auch wenn der langfristige Trend noch fragil bleibt.
Mohawk Industries (MHK)
Der Bodenbelagshersteller liegt über zehn Jahre leicht im Minus, glänzte jedoch im aktuellen Monat mit einem satten Plus von 14,9 Prozent. Die Nachfrage im Bau- und Renovierungsmarkt scheint wieder
anzuziehen, und Anleger setzen auf eine Erholung nach einer Phase schwacher Ergebnisse.
APA Corp (APA)
APA verzeichnete über die Dekade eine negative Gesamtrendite von 3,4 Prozent, profitierte im aktuellen Monat aber von einem Kursanstieg von 14,4 Prozent. Als
Exploration-&-Production-Unternehmen hängt APA stark an der Rohstoffpreisentwicklung. Positive Preistrends können deshalb sehr schnell zu erheblichen Kursgewinnen führen.
Carnival (CCL)
Carnival kämpft noch mit den Folgen der Pandemie und liegt langfristig 2,7 Prozent im Minus. Doch diesen Monat ging es um 5,1 Prozent nach oben. Die Erholung des Kreuzfahrtgeschäfts beflügelt
den Kurs, und das SA-Modell stuft die Aktie sogar als Strong Buy ein – ein Signal, dass der Turnaround weiter Fahrt aufnehmen könnte.
Autor: wO-Redaktion
