J. Sainsbury erhebt Vorwürfe
Darum droht dieser sicher geglaubte Deal des Alibaba-Rivalen zu scheitern
Die britische Unternehmensgruppe Sainsbury's gab bekannt, dass die Gespräche mit JD.com über einen Verkauf des Einzelhändlers Argos abgebrochen wurden. Der Vorwurf: Vorherige Vereinbarungen wurden signifikant verändert.
- Sainsbury's bricht Verkaufsgespräche mit JD.com ab.
- Geänderte Vereinbarungen nicht im Interesse der Aktionäre.
- Aktienkurs von Sainsbury's steigt um 4,5 Prozent.
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Großbritanniens zweitgrößter Lebensmittelhändler J. Sainsbury erklärte, die von JD.com veränderten Vereinbarungen zur Argos-Übernahme seien nicht im besten Interesse seiner Aktionäre und weiterer Stakeholder. Diese Nachricht ist überraschend, hat die britische Unternehmensgruppe zuvor noch mitgeteilt, der E-Commerce-Gigant könne das Wachstum vom zu J. Sainsbury gehörenden Einzelhändler für Elektronik und Haushaltswaren vorantreiben. Charles Allen, Analyst beim Bloomberg Intelligence meinte dazu, die schnelle Ablehnung eines "niedrigen Angebots" zeige, dass J. Sainsbury nur zu einem Preis verkaufen werde, "der einen hohen Anteil des erwarteten zyklischen Gewinnanstiegs abdeckt".
Die britische Supermarktgruppe hatte Argos ursprünglich im Jahr 2016 für Rund 1,5 Milliarden US-Dollar unter dem damaligen CEO Mike Coupe gekauft. Coupe sagte, der Deal werde es den Käufern ermöglichen, von 2.000 Click-and-Collect-Standorten zu profitieren.
Die Aktien von J. Sainsbury stiegen am Montag um 4,5 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um mehr als 16 Prozent gestiegen. J. Sainsbury hat seit Abschluss der Transaktion 420 eigenständige Argos-Filialen geschlossen und Argos-Filialen in einige seiner größeren Supermärkte integriert. CEO Simon Roberts hat Lebensmittel in den Mittelpunkt seiner Strategie für J. Sainsbury gestellt und versucht, Marktanteile gegenüber Konkurrenten wie Tesco, Asda und Aldi zu schützen.
Analysten von Jefferies meinten, dass sich J. Sainsbury bei einer möglichen Veräußerung von Argos stärker auf Lebensmittel konzentrieren und die Gewinnschwankungen verringern würde. "Seit der Übernahme von Argos unter dem vorherigen Management hat sich ein etwas unwillkommener Grad an Zyklizität in einem Unternehmen entwickelt, dessen Lebensmittelgeschäft unter dem aktuellen Management deutlich verbessert wurde", schrieben die Analysten.
Für JD.com, das angesichts der Schwäche der chinesischen Wirtschaft nach Expansionsmöglichkeiten sucht, ist die Nachricht ein schwerer Schlag.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
