US-Kreditkrise

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    Privatkredit-Ausfälle in den USA steigen rasant

    Die private Kreditkrise spitzt sich zu, Lebensmittel explodieren im Preis – und nur die oberen zehn Prozent profitieren weiter. Für normale Amerikaner wird das Leben immer härter.

    Für Sie zusammengefasst
    US-Kreditkrise - Privatkredit-Ausfälle in den USA steigen rasant

    Die private Kreditlandschaft in den USA gerät zunehmend unter Druck. Laut einem Bericht der Bank of America steigen die Ausfallraten im 1,7 Billionen US-Dollar schweren Markt für Privatkredite, während immer mehr Unternehmen Zinszahlungen aufgeschoben haben.

    Besonders betroffen sind sogenannte Business Development Companies (BDC), ein spezieller Typ von Investmentgesellschaften, der in den USA vor allem Mittelstandsunternehmen finanziert. Sie wurden 1980 eingeführt, um den Zugang von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu Kapital zu verbessern, die sonst Schwierigkeiten hätten, Kredite von Banken zu erhalten.

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    Im zweiten Quartal haben diese BDCs über 1 Milliarde US-Dollar an realisierten Verlusten verbucht – der höchste Wert seit der Pandemie. Hinzu kommen 1,3 Milliarden US-Dollar an nicht realisierten Verlusten, vor allem aus Krediten, die in der Niedrigzinsphase 2021 vergeben wurden. Analysten warnen, dass diese "Problemjahrgänge" künftig noch mehr Verluste auslösen dürfte.

    Etwa 17 Prozent der Private-Credit-Deals laufen in den nächsten zwei Jahren aus, was rund 170 Milliarden US-Dollar an Kapitalbedarf für Mittelstandsunternehmen bedeutet. Ein großer Teil davon könnte zu echten Zahlungsausfällen führen, wenn die Firmen die Zinsen nicht mehr bedienen können. Zwar gibt es noch rund 160 Milliarden US-Dollar, die für Direktkredite zur Verfügung stehen, doch die Risiken für normale Unternehmen und deren Mitarbeiter sind erheblich. Eine Pleitewelle und Arbeitsplatzverluste könnten die Folge sein.

    Für viele Amerikaner ist das nur die Spitze des Eisbergs. Während die wohlhabendsten Haushalte weiter von steigenden Aktien- und Immobilienwerten profitieren, kämpfen große Teile der Bevölkerung mit stagnierenden oder sogar sinkenden Einkommen. Der Mittelstand hat kaum noch Spielraum, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen.

    Besonders spürbar ist dies bei den alltäglichen Ausgaben: Lebensmittel und Restaurantbesuche werden immer teurer, oft aufgrund von Importzöllen oder höheren globalen Preisen. Die Kosten für Kaffee, Fleisch oder Eier sind in den USA in diesem Jahr merklich gestiegen, während die offiziellen Inflationszahlen nur einen Teil des Drucks auf die Haushalte widerspiegeln.

    Die Parallele zu den Kreditproblemen wird deutlich: steigende Zinsen, verschuldete Mittelstandsunternehmen und aufschiebende Zinszahlungen treffen genau die Bevölkerungsschichten, die ohnehin bereits unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Während die Wohlhabenden ihren Konsum weiter ausweiten und die US-Wirtschaft vorerst stützen, tragen die unteren 80 Prozent die Last der Krise – von teuren Lebensmitteln über steigende Kreditzinsen bis zu unsicheren Arbeitsplätzen.

    Ökonomen warnen, dass die Abhängigkeit der Konjunktur von einer kleinen, wohlhabenden Minderheit die Wirtschaft extrem anfällig macht. Ein Börsenrückschlag, sinkende Immobilienpreise oder weitere Zollmaßnahmen könnten schnell zu einem Konsumstopp bei der breiten Bevölkerung führen – was die Probleme für Wachstum und Jobs nur weiter verschärfen würde.

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    Die US-Mittelklasse steckt in der Zwickmühle: steigende private Kreditausfälle, explodierende Lebensmittelpreise und langfristige Schuldenlasten verschärfen die Lebensrealität. Vor allem die Wohlhabenderen US-Bürger halten die Wirtschaft derzeit am Laufen und können ihre Kredite noch bedienen – ein gefährliches Ungleichgewicht, das den Weg zu einer breiteren Finanz- und Konsumkrise ebnen könnte.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurIngo Kolf
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